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Das Ministerium für Staatssicherheit und die Mauer

Am 13. August 2011 jährte sich zum 50. Mal der Beginn des Baus der Berliner Mauer. Die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in den BStU-Archiven erlauben einen vielfältigen Blick auf die Sperranlagen und ihre zum Teil todbringenden Folgen.

Anfang der 60er Jahre flüchteten abertausende Menschen aus der DDR. Das Land stand wirtschaftlich und politisch vor dem Ruin. Die Staatsmacht wusste sich angesichts der desolaten Lage nicht anders zu helfen, als das eigene Volk einzusperren. Eine unüberwindbare Mauer sollte die Massenflucht stoppen und der SED die Macht im Land sichern. Der sowjetischen Unterstützung gewiss begann das Regime am 13. August 1961 seinen Plan in die Wirklichkeit umzusetzen.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die DDR-Geheimpolizei. Das Ministerium für Staatssicherheit kümmerte sich im Auftrag der SED um alle neuralgischen Punkte: Es sicherte den Bau der Mauer ab, spürte Mauer-Kritiker und Fluchtwillige auf und sorgte, auch in den Folgejahrzehnten, für die Vertuschung von Todesschüssen durch DDR-Grenzer.

Dieser Themenschwerpunkt illustriert mit Videos und Audio-Dateien, Texten und Dokumenten die Rolle des MfS in der Zeit des Mauerbaus und danach. Im Besonderen widmet sich der Schwerpunkt Fluchtgeschichten - gelungenen wie gescheiterten, die das MfS verheimlicht hat. Der Themen-Schwerpunkt wird nach und nach mit weiteren Dokumenten aus den BStU-Archiven ergänzt.

Nachgestellte Fluchtszene des MfS; Nachweis: BStU MfS BV Suhl Fi 20

Grenzzaunkletterer

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Grenzzaunkletterer

Offenbar hatte ein Flüchtling eine besondere Technik entwickelt, über einen Stacheldrahtzaun an der Grenze zu klettern - mittels einer Kletterschlaufe. Diese Technik wird hier vom MfS vorgeführt.

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Flugblatt aus Stralsund vom 20. August 1961 mit Markierungen des MfS zum Schriftenvergleich

Verurteilt wegen "staatsgefährdender Hetze"

Nur in der eigenen Propaganda erntet die SED Zustimmung für den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren - aber nicht im Alltag. Um öffentlich geäußerter Kritik vorzubeugen, greift das MfS hart durch. Schon eine schlichte Meinungsäußerung oder das Hören westlicher Nachrichtenprogramme führt zu Verhaftungen und Verurteilungen - auch in den Folgejahren des Mauerbaus. Beispiele aus dem Raum Rostock.

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Gedenkstein für Günter Litfin am Friedrich-List-Ufer

Wie die Staatssicherheit das erste Maueropfer Günter Litfin verunglimpft

Am 24. August 1961 wird der erst 24 Jahre alte Günter Litfin beim Versuch, schwimmend den Westsektor Berlins zu erreichen, erschossen.

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Bildungsmaterial

Die Abteilung Bildung und Forschung des BStU bietet kostenlos Lehrmaterial an. Dieses ermöglicht, anhand von Fallbeispielen aus den Stasi-Unterlagen, mehr über die Folgen der Teilung Deutschlands und über den Alltag im Schatten der Mauer zu erfahren. Themen sind unter anderem verhinderte Fluchten junger Leute, sowie die Bestrafung einer 12. Schulklasse in Anklam im Jahr 1961.

Weiterführende Links

Mehr über die Geschichte der Berliner Mauer und zu den Gedenkfeiern am 13. August 2011.