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Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Leipzig

Podiumsdiskussion

"Sagen, was ist!"

Jürgen Fuchs zwischen Interpretation, Forschung und Kritik

Jürgen Fuchs (1950 – 1999) war ein unkonventioneller, kritischer Autor, der schon bald mit den ideologischen Konzeptionen der Partei- und Staatsführung in Konflikt geriet. Das MfS legte im Lauf der Jahre etliche Vorgänge zu seiner Person an. Sie hatten so vielsagende Decknamen wie "Pegasus", "Revisionist" oder "Opponent". Seine Haltung, dem Regime mit widerständiger Literatur die Stirn zu bieten, hatte ihren Preis: 1976 wurde Fuchs wegen "staatsfeindlicher Hetze" verhaftet, 1977 ausgewiesen.

Weithin bekannt wurde er durch die Veröffentlichung seiner "Gedächtnisprotokolle" über die Verhöre in der Untersuchungs-Haft der Stasi. In der DDR stand diese Publikation sofort auf dem Index. Eine kleine Archivpräsentation aus MfS-Unterlagen belegt den restriktiven Umgang des Geheimdienstes mit Personen, die sich die "Gedächtnisprotokolle" aus dem Westen schicken ließen oder sie gar weitergaben.

Der Bürgerrechtler Hartmut Rüffert, der ehemalige Keyboarder der Renft-Combo Christian (Kuno) Kunert und der Herausgeber des Tagungsbandes "Sagen, was ist!" Ernest Kuczynski widmen diesen Abend dem klugen Beobachter Jürgen Fuchs und seinem Widerstand gegen Staat und Stasi.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19.00 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 11
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de

Veranstalter BStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 11
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de

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