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Donnerstag, 11. Juni 2015, 19.00 Uhr, Leipzig

Vortrag und Gespräch

Im Dienst von Staat und Stasi

Die Bezirksärzte der DDR

Bezirksärzte setzten in der DDR die gesundheitspolitischen Vorgaben des Staates um. Sie hatten enorme Pflichten und Kompetenzen. Auf Bezirksebene waren sie weisungsbefugt für Kliniken, Apotheken, Pflegeeinrichtungen. Sie beteiligten sich an Personalentscheidungen in Krankenhäusern, der Wohnungssuche von Ärzten oder der Studienplatzvergabe für angehende Mediziner.

In den 1980er Jahren nahmen die Missstände im DDR-Gesundheitswesen zu. Nach den Unterlagen der Staatssicherheit waren die Bezirksärzte über den allgegenwärtigen Mangelzustand im Bild. Die Akten weisen auch darauf hin, dass Bezirksärzte über enge Kontakte zur DDR-Staatssicherheit verfügten. So dienten viele als Inoffizielle Mitarbeiter oder auch als Vertrauensärzte für MfS-Mitarbeiter und deren Verwandte. 

Referent:

  • Dr. Rainer Erices, Mediziner, Publizist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 11. Juni 2015, 19.00 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Veranstalter BStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 11
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de