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Samstag, 19. Mai 2018, 12.00 - 19.00 Uhr, Leipzig

Tag der offenen Tür

Gruftis, Punks & Co.

Alternative Jugend im Visier der Stasi

Auch in diesem Jahr lädt die Außenstelle Leipzig des BStU im Rahmen des "Wave-Gotik-Treffens" zum "Tag der offenen Tür" ein.

Besucher während des WGT 2016Besucher während des WGT 2016 Quelle: BStU, Außenstelle Leipzig

Nonstop von 12:00 bis 19:00 Uhr

"Gruftis, Punks und Co."
Alternative Jugend im Visier der Stasi
Archivpräsentation

Mitte der 80er Jahre breitete sich eine neue Jugendszene über Berlin und Westdeutschland auch in weite Teile der DDR aus, die Gruftis. Bis 1989 zählte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mehr als 600 Anhänger, viele in Ost-Berlin, aber auch in den Bezirken Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt, Leipzig…

"Gruftis" wie auch andere alternative Szenen wurden aufgrund ihres Aussehens durch die Stasi beobachtet und in einer Sonderkartei der "negativ-dekadenten Jugendlichen" erfasst. Die Stasi versuchte besonders durch die Anwerbung von Spitzeln diese Gruppierungen von innen heraus zu zersetzen. So wurde zum Beispiel die Volkspolizei beauftragt, ihre Treffen aufzulösen und unliebsame Personen erkennungsdienstlich zu registrieren. Die Ausstellung zeigt Fotos und Dokumente, die der Staatssicherheitsdienst zu den einzelnen jugendlichen Subkulturen angelegt hat. Im Fokus steht natürlich die "Grufti-Szene".

Rundgang durchs Haus
Unternehmen Sie einen Streifzug durch das geschichtsträchtige Gebäude mit seinen zahlreichen Archivräumen, in denen neben 8, 6 km Stasi-Akten auch 2300 Säcke mit Papierschnipseln lagern und erfahren Sie mehr über die Arbeitsweise des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Anhand von Einzelbeispielen berichten wir über Jugendliche, die aufgrund ihres "Andersseins" und ihrer äußeren Erscheinung nicht nur auf Ablehnung in der Bevölkerung stießen, sondern auch in das Blickfeld der Stasi gerieten.

Numinosum "Schwarze Szene" – Kurioses aus den Stasi-Akten
Interaktive Präsentation

Eine Vielzahl von Musterakten gibt Auskunft über die "Schwarze Szene" in der DDR und die Zersetzungsmethoden der Stasi.

Es können Anträge auf persönliche Akteneinsicht gestellt werden. Hierfür wird der Personalausweis benötigt.

For our English-speaking guests
12.30 pm – Guided Tour

The guided tour allows insights into the structure and working methods of the secret police of East Germany, the State Security Service or Stasi (Staatssicherheitsdienst). The tour through the archive gives an overview over the vast amounts of documents, papers and other records the Stasi left behind as a testimony to its activities against its own people. Individual stories from the Stasi records are being told as examples on how being "different" (dress differently, think outside the box) in East Germany not only was met with disapproval by "regular" citizens but would land young people into the sight of the Stasi

14.00 bis 19:00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung
"Wutanfall - Die Punkband im Visier der Stasi 1981 bis 1984"

14.00 Uhr Begrüßung
Regina Schild, Leiterin der BStU Außenstelle Leipzig
Ulrike Geisler, Projektleiterin

14.30 Uhr Impulsvortrag
Diana Schneider, Fachberaterin für Geschichte in Baden-Württemberg

15.30 Uhr Podiumsdiskussion
Moderation: Conni Mareth
Gäste:
Jürgen "Chaos" Gutjahr, Gründer und Sänger von Wutanfall;
Bernd Stracke, Sänger ab Ende 1983;
Jakob "Schrammel" Geisler, Kurator;
Christiane Eisler, Fotografin 

18.00 Uhr Konzert
Chaos und Der Chor

Vom 17.05. – 10.06.2018 zeigen wir folgende Ausstellung:

Wutanfall - Die Punkband im Visier der Stasi 1981 bis 1984
Kurator: Jakob Geisler

Laut, wild und voller Energie: Eine Urgewalt im Einerlei des sozialistischen Alltagsgraus. So zeigte sich die legendäre Punkband der DDR: Wutanfall. Als erste Punkband Leipzigs waren die Messestadtpunks ein Grundpfeiler heutiger Subkultur. 

"Negativ, feindlich, dekadent": Die Jugendlichen wollten Spaß haben, Musik machen und die Grenzen des DDR-Alltags sprengen. Schnell gelangten sie daher in das Visier der Staatsicherheit. Sie bekamen die ganze Härte der staatlichen Willkür zu spüren. 

Die Ausstellung setzt sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Freiheitsdrang und Repression auseinander. Neben den Akten werden erstmals auch Fotos und Privatmaterial der Bandmitglieder und des Freundeskreises gezeigt.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Fußweg vom Hauptbahnhof ca. 15 Minuten

S-Bahn:

  • Haltestelle Markt
    S-Bahn 1, 2, 3, 4, 5

oder die angegebenen Straßenbahnlinien vom Gleis 3 vor dem Hauptbahnhof:

  • Haltestelle Goerdelerring
    Straßenbahn 1, 3, 4, 7, 9, 12, 14, 15
  • Haltestelle Thomaskirche
    Straßenbahn 9
  • Haltestelle Käthe-Kollwitz-Straße / Gottschedstraße
    Straßenbahn 1, 14

Bus:

  • Haltestelle Markt oder Haltestelle Thomaskirche
    Bus 89

Der Eintritt ist frei.

Zeit Samstag, 19. Mai 2018, 12.00 - 19.00 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 11
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de

Veranstalter BStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 11
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de

MitveranstalterSächsische Landeszentrale für politische Bildung
Schützenhofstraße 36
01129 Dresden