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Samstag, 30. Juni 2018, 18.00 Uhr, Dresden

Museumsnacht

Die Kunst zu widerstehen

Gegenkultur und Subkultur in der DDR

Als Gegenbewegung zur etablierten und systemnahen DDR-Kunst entstand Kunst im Untergrund. Das Ungehörige, Unangepasste und der Skandal waren Inspiration und schöpferischer Faktor.

Systemkritische Künstler hatten kaum Ausstellungsmöglichkeiten. Sie verlegten ihre Galerien in private Wohnungen und schenkten einander zu allen möglichen Anlässen ihre unverkäufliche Kunst. So entstanden in den Interieurs beachtliche Kunstsammlungen.
Diese illegalen Ausstellungen und die Künstler selbst standen dabei unter strenger Beobachtung der Stasi. So wurden zum Beispiel zwei der ausstellenden Künstler und ihre neugeschaffene Kunstform Mail Art in der OV "FEIND" durch die Staatssicherheit erfasst.

Mail-Art eines Dresdner Künstlers, welche von der Stasi konfisziert wurde. (Ausschnitt)Mail-Art eines Dresdner Künstlers, welche von der Stasi konfisziert wurde. (Ausschnitt) Quelle: BStU, MfS, BV Dresden, Abt. XX, Fo. Nr. 10074

Programm:

  • 18:00 | Ausstellungseröffnung mit musikalischer Begleitung
    Künstlerplakate. Interieur Underground

  • 19:00 | 22:00 | Führungen
    Vom sowjetischen Haftkeller zum Chefzimmer der Staatssicherheit

    Der im Original erhaltene Haftkeller der sowjetischen Besatzungsmacht vermittelt einen lebhaften Eindruck der Haftbedingungen, die politische Häftlinge in den Gründungsjahren der DDR ertragen mussten. Von dort führt der Weg direkt ins Hafthaus der Stasi-Bezirksverwaltung Dresden. Sie ist die einzige weitestgehend original erhaltene Untersuchungshaftanstalt (UHA) im Freistaat Sachsen. Der Rundgang endet mit der Besichtigung des Festsaals und des Chefzimmers der Bezirksverwaltung.

     

  • 20:00 | Führung durch die Ausstellung
    Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof

    Konrad Felber, Leiter des Dresdner Stasi-Unterlagen-Archivs, führt durch die zweisprachige Ausstellung (deutsch/tschechisch)

  • 18:00–01:00 | Vom Antrag zur Akte
    Fachkräfte aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv gewähren Einblicke in die Bearbeitung der Akteneinsichtsanträge.
    Wer erhält Einsicht?
    Warum bekomme ich meine Akte nicht ausgehändigt?
    An das Thema Datenschutz und Anonymisierung können Sie sich dabei selbst heranwagen, indem Sie Beispieltexte schwärzen.

    Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht zu stellen. Dazu ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

  • 19:00–22:00 | Familienangebot - Spurensuche in der Gedenkstätte
    Die Suche nach den Lösungen kleinerer Rätsel führt an spannende Orte innerhalb der Gedenkstätte. So können Familien sich den historischen Ort kindgerecht erschließen. Mit dem richtigen Lösungswort gibt es eine kleine Belohnung. Die Spurensuche ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
  • 19:30–00:30 | Kurzführungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
    Erleben Sie die Führung durch Kellergefängnis und Stasi-Hafthaus mit den eindrucksvollen Schilderungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Zeit Samstag, 30. Juni 2018, 18.00 Uhr

Ende Sonntag, 01. Juli 2018, 01.00 Uhr

OrtInformations- und Beratungsstelle des BStU in der Gedenkstätte Bautzner Straße
Bautzner Straße 112a
01099 Dresden
Telefon: (03 51) 25 08-34 90 oder -34 11

Veranstalter BStU, Außenstelle Dresden
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Telefon: (03 51) 25 08-0
Fax: (03 51) 25 08-34 19
E-Mail: astdresden@bstu.bund.de