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Dienstag, 28. November 2017, 18.00 Uhr, Berlin

Vortrag und Führung

Katastrophenschutz für Stasi-Unterlagen

Auswahl, Sicherung und Lagerung von Archivgut im Barbarastollen

Wie können Archivmaterialien Katastrophen und Zerstörung überdauern? Zu dieser Frage arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit 2015 mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv zusammen. Ziel ist es, ausgewählte Dokumente zu digitalisieren und zu verfilmen. Die Filme sollen im Katastrophenfall der Nachwelt erhalten bleiben. Doch welche der zahlreichen Stasi-Unterlagen kommen dafür in Frage?

Digitalisiert, verfilmt und in klimageschützten Stahlbehältern in den Tiefen des Barbarastollens im Schwarzwald eingelagert. Das sieht die Bundessicherungsverfilmung auch für Stasi-Unterlagen vorLagerung von verfilmtem Kulturgut im Barbarastollen Quelle: BBK/Preuss

Dr. Hermann Kinne (BStU) berichtet, wie er aus über 111 Aktenkilometern eine exemplarische Auswahl trifft, die Struktur, Methoden und Wirkungsweise der DDR-Staatssicherheit widerspiegelt. Dabei stellt ihn das komplexe Geflecht der Personendatenspeicherung durch die Stasi vor besondere Herausforderungen, weil diese Zusammenhänge auch in der zu sichernden Dokumentauswahl nachvollziehbar sein müssen.

Die Aufgaben der Bestandserhaltung und Bundessicherungsverfilmung allgemein erläutert Dr. Ragna Boden (BStU). Sie erklärt, wie die ausgewählten Unterlagen digitalisiert und die Digitalisate anschließend auf langzeitstabilem Film ausbelichtet werden. In klimastabilen Stahlbehältern lagern diese Filme dann im zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland – dem Oberrieder Stollen, auch bekannt als Barbarastollen.

Nach dem Vortrag findet eine Führung durch das Archiv mit einem Schwerpunkt zur Decknamenkartei statt. Dadurch haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, das komplexe Informationsspeichersystem der Stasi anschaulich nachzuvollziehen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv". Darin präsentieren Archivare, Rechercheure und Forscher Geschichten aus den Stasi-Unterlagen und erläutern die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei.

Weitere Termine:

  • 19. Dezember: Zerbrechliche Ware. Die Christbaumschmuckproduktion im Spiegel der Stasi-Akten, Referent: Sascha Münzel (BStU)

Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Dienstag, 28. November 2017, 18.00 Uhr

OrtStasi-Zentrale. Campus für Demokratie
"Haus 22"
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Veranstalter Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin
Telefon: (030) 23 24-89 18
Fax: (030) 23 24-71 79
E-Mail: veranstaltungen@bstu.bund.de