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Mittwoch, 18. Oktober 2017, 18.15 Uhr, Berlin

Kolloquium

Tödliche Flucht

Die bulgarische Grenze, DDR-Flüchtlinge und die Zusammenarbeit von MfS und bulgarischer Staatssicherheit

Terminverschiebung vom 17. Mai 2017.

Referent: Dr. Christopher Nehring, Deutsches Spionagemuseum Berlin

Nach dem Bau der Berliner Mauer wagten viele DDR-Bürger die Flucht über die Tschechoslowakei, Ungarn oder Bulgarien. Einige von ihnen bezahlten den Freiheitsdrang mit ihrem Leben. Die Flucht aus dem Sozialismus in den Westen war keine innerdeutsche Angelegenheit, sondern ein gesamteuropäisches Phänomen.

Bislang jedoch wurden Fluchten, Todesfälle und auch die Zusammenarbeit der sozialistischen Staaten zur Verhinderung von Fluchtversuchen nur unvollständig betrachtet. Gab es eine "verlängerte Mauer" in Europa? Hatten die Berliner Mauer und die Arbeit des MfS Vorbildcharakter für andere Staaten?

Diesen Fragen geht der Vortrag für den Fall der in Bulgarien getöteten DDR-Flüchtlinge nach. Dafür wurden die bulgarischen und deutschen Archive komplementär ausgewertet und das bulgarische Grenzsicherungssystem, die Zusammenarbeit von bulgarischer Staatssicherheit und MfS sowie die bekannt gewordenen Todesfälle in ihrem Funktionszusammenhang untersucht.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Mittwoch, 18. Oktober 2017, 18.15 Uhr

OrtDer Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Besucherraum/Foyer, Haus 31, Erdgeschoss
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin

Veranstalter Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: (030) 23 24-88 01
Fax: (030) 23 24-88 09
E-Mail: GZ.BF@bstu.bund.de