Ministerium für Staatssicherheit (MfS)

Das Ministerium für Staatssicherheit (umgangssprachlich oft kurz "Stasi") war politische Geheimpolizei, geheimer Nachrichtendienst und Organ für strafrechtliche Untersuchungen, vor allem in politischen Strafsachen. Es wurde faktisch nur von der Spitze der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, angeleitet und kontrolliert.

Am 8. Februar 1950 war der unmittelbare Vorläufer des MfS, die Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft, per Gesetz durch die Volkskammer zum Ministerium für Staatssicherheit aufgewertet worden (Gründung des MfS). Im Zusammenhang mit der Neubildung der Regierung der DDR durch Ministerpräsident Hans Modrow am 17./18.11.1989 wurde das MfS in ein Amt für Nationale Sicherheit umbenannt; schließlich erfolgte seine Auflösung. Minister für Staatssicherheit waren Zaisser (Minister von 1950-1953), Wollweber (Staatssekretär für Staatssicherheit von 1953-1955, Minister von 1955-1957) und Mielke (Minister von 1957-1989).

Anhang: Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm  Dok. 01: MfS-Zentrale 1989 (PDF, 1MB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm)

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