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Dauerausstellung, Leezen, Ortsteil Görslow (bei Schwerin)

Licht aus am Demmlerplatz

Die Stasi und ihr Ende im Bezirk Schwerin

Die Ausstellung gibt Einblick in die Entstehung, Entwicklung, Arbeitsweise und das Ende des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im ehemaligen Bezirk Schwerin. Auf 28 Tafeln werden Fotos und Dokumenten gezeigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch Originalgegenstände des ehemaligen DDR-Geheimdienstes.

Einzelschicksale aus Schweriner Stasi-Akten machen die Vorgehensweise des MfS und die Folgen für den Einzelnen deutlich. Auf mehreren Ausstellungstafeln kann nachvollzogen werden wie eine Schweriner Familie beobachtet, ihre Post und Telefonate kontrolliert und sie schließlich verhaftet wurden.

Die ehemalige Bezirksverwaltung des MfS befand sich am Demmlerplatz in Schwerin.Die ehemalige Bezirksverwaltung des MfS befand sich am Demmlerplatz in Schwerin. Quelle: BStU, MfS, BV Schwerin, AU 42/55

Ins Visier der Stasi (Staatsicherheit) gerieten auch Jugendliche. Viele Verhaltensweisen, die einfach nur jugendtypisch waren, erweckten das Misstrauen des Geheimdienstes. Zur Überwachung von Jugendlichen benötigte die Staatssicherheit Informanten und warb Schüler, Lehrlinge und Studenten für eine inoffizielle Zusammenarbeit.

Gegen jugendliche Andersdenkende führte die DDR zahlreiche politische Prozesse. Zum Beispiel wurden 13 Schweriner Oberschüler im Jahr 1950 wegen "Antisowjet¬propaganda" und "organisierter staatsfeindlicher Tätigkeit" mit bis zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt.

Um die Ausstellung für Schüler/innen und Lehrer/innen attraktiver zu machen, wurde sie um 5 Tafeln erweitert, die das Thema "Jugend und Staatssicherheit" beinhalten. Es wir gezeigt, dass die Nachkriegszeit bis Anfang der 1960er Jahre vom Aufbruch und Aufbegehren der Jugend in der DDR bestimmt war. Wer sich der umfassenden Ideologisierung und sozialen Kontrolle zu entziehen suchte, musste mit Konsequenzen rechnen. Systemkonformes Verhalten wurde belohnt.

In den 1960er Jahren bis Anfang der 1970er Jahre dominierten der staatlich verordnete Musik- und Kulturbetrieb und Zwangshaarschnitt das Leben der jungen Menschen. Die Faszination der DDR-Jugend von Rock, Pop und Punk konnten staatliche Sanktionen nicht unterbinden. So etablierte sich Ende der 1970er Jahre eine jugendliche Subkultur. Sie wurde geheimpolizeilich intensiv überwacht. Immer mehr Jugendliche wandten sich bis 1989 vom verordneten kommunistischen Lebensmodell ab, entwickelten alternative Lebensformen oder engagierten sich politisch.

Auf einer Zeittafel werden die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse dargestellt, die Einfluss auf die Entwicklung der Jugend in der DDR von der Nachkriegszeit bis 1989 hatten.

Führungen für Gruppen sind nach Terminabsprache möglich.

Der Eintritt ist frei.

ÖffnungszeitenMontag bis Freitag: 09.00 - 20.00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr

DauerDauerausstellung

OrtBStU, Außenstelle Schwerin
19067 Leezen, Ortsteil Görslow (bei Schwerin)

Veranstalter BStU, Außenstelle Schwerin
19067 Leezen, Ortsteil Görslow (bei Schwerin)
Telefon: (0 38 60) 5 03-0
Fax: (0 38 60) 5 03-14 19
E-Mail: astschwerin@bstu.bund.de