Navigation und Service

01.04. - 30.06.2018, Erfurt

Hilferufe aus Riesa

Wie 79 Menschen aus Riesa und Karl-Marx-Stadt um den Mediziner Karl-Heinz Nitschke für ihre Freiheit kämpften.

Die Ausstellung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) stellt erstmals die Geschichte der "Riesaer Petition" ausführlich dar. Sie würdigt diejenigen Menschen, die ihren Wunsch auf Ausreise aus der DDR und ihren Unmut über das SED-Regime 1976 öffentlich äußerten.

Die IGFM unterstützte bereits in den 70er Jahren Ausreisewillige aus der DDR, unter anderem, indem sie auf die Petitionen in der Bundesrepublik aufmerksam machte.

Am 10. Juli 1976 schlossen sich 79 Regimekritikerinnen und -kritiker um den Initiator Dr. Karl-Heinz Nitschke zusammen und stellten sich mit der "Riesaer Petition zur vollen Erlangung der Menschenrechte" gegen das System.

Eine solch große Vereinigung von Bürgerrechtlerinnen und Bürgerechtlern hatte es seit dem 17. Juni 1953 nicht mehr gegeben. Der Text dieser Petition verbreitete sich in den westdeutschen Medien und darüber auch in der DDR.

Der Kurator Jens Ostrowski im Gespräch mit Unterzeichnern der Riesaer PetitionDer Kurator Jens Ostrowski im Gespräch mit Unterzeichnern der Riesaer Petition Quelle: Klaus Dieter Brühl

Die damalige Gesellschaft für Menschenrechte leistete Hilfestellung für die Mitglieder und bei der Verbreitung der Petition.

Die Ausstellung ist unter Verwendung zahlreicher Stasi-Akten entstanden und beleuchtet, wie die DDR-Geheimpolizei gegen die freiheitssuchenden Menschen vorging.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeitentäglich zu besichtigen:
09:00 - 18:00 Uhr

Dauer01.04. - 30.06.2018

OrtBStU, Außenstelle Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt

Veranstalter BStU, Außenstelle Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Telefon: (03 61) 55 19-0
Fax: (03 61) 55 19-47 19
E-Mail: asterfurt@bstu.bund.de