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Dauerausstellung, Dresden

Zwischen Aufbegehren und Anpassen

Jugend in der DDR

Der Jugend gilt in allen Diktaturen, so auch in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), besondere Aufmerksamkeit. Der Anspruch des Staates ist dabei unmissverständlich:

Eine angepasste, von den sozialistischen Idealen überzeugte und nicht zuletzt vom Hass auf den "Klassenfeind" erfüllte, Jugend ist das Idealbild der Führung der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED).

Der SED-Staat verlangt von den Jugendlichen daher vor allem eins: Anpassen - von der politischen Meinung über den Musikgeschmack bis hin zur Länge der Haare. Dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) sind deshalb grundsätzlich alle Formen von unangepasstem Verhalten verdächtig.

Punker in der DDRPunker in der DDR Quelle: MfS, BV Dresden AKG 7986/FO

Ein weiterer wichtiger Teil des Bildungs- und Erziehungssystems der DDR ist die Wehrerziehung. Ab dem Schuljahr 1978/79 wird der Wehrkundeunterricht als Pflichtfach für die 9. und 10. Klassen eingeführt. Die Jungen müssen an einem 14tägigen Wehrlager teilnehmen. Die Mädchen werden in der Zivilverteidigung ausgebildet. Auch an der Erweiterten Oberschule, in der Lehre und im Studium ist eine vormilitärische Ausbildung Pflicht.

Kinder bei der Wehrerziehung bei Schießübungen mit dem LuftgewehrKinder bei der Wehrerziehung Quelle: MfS, BV Dresden AKG 7857

Trotz des Versuches der totalen Überwachung gelingt es der SED in den achtziger Jahren nicht mehr, das Entstehen oppositioneller Gruppen zu verhindern. Vor allem im Umfeld der Kirchen werden kritische Stimmen immer lauter. Hier entstand die Friedensbewegung unter dem Zeichen "Schwerter zu Pflugscharen".

Das Zersetzen oder Inhaftieren von Mitgliedern solcher Gruppen gehört ebenso zu den Maßnahmen des MfS wie das Einschleusen von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Die Ausstellung zeigt Fotos und Dokumente aus den Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes. Sie verdeutlichen das besondere Interesse des SED-Staats an der Jugend.

Der Eintritt zu den Räumen der Informations- und Beratungsstelle in der Gedenkstätte ist frei.

Öffnungszeitentäglich: 10 - 18 Uhr

DauerDauerausstellung

OrtInformations- und Beratungsstelle des BStU in der Gedenkstätte Bautzner Straße
Bautzner Straße 112a
01099 Dresden

Veranstalter BStU, Außenstelle Dresden
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Telefon: (03 51) 25 08-0
Fax: (03 51) 25 08-34 19
E-Mail: astdresden@bstu.bund.de