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Historische Jahrestage

DatumEreignisJahrestage
02. Januar 1978"Der Spiegel" veröffentlicht das "Manifest des Bundes Demokratischer Kommunisten", in dem oppositionelle SED-Mitglieder über den Machtapparat und das Leben von Spitzenfunktionären informieren.40.
04. Januar 1988Ungarn erlaubt seinen Bürgern visafreie Reisen ins Ausland.30.
05. Januar 1968Alexander Dubček zum neuen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei gewählt.50.
08. Januar 1953Der Tagesspiegel« berichtet von einem Anstieg der Flüchtlingszahlen jüdischer Familien aus der DDR, seit die SED-Führung ihren "Kampf gegen den Zionismus" eingeleitet hat.65.
09. Januar 1958Außenhandel der DDR wird per Gesetz zum Staatsmonopol.60.
10. Januar 1978Schließung des Ost-Berliner "Spiegel"- Büros nach Veröffentlichung eines Manifestes der DDR-Opposition.40.
17. Januar 1988Über 100 Verhaftungen bei der Liebknecht-Luxemburg-Gedächtnis-Demonstration der SED in Berlin. Ausreisewillige und Bürgerrechtler zeigen Tücher mit oppositionellen Aufschriften wie "Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxemburg)". Beginn einer Verhaftungs- und Ausbürgerungswelle.30.
23. Januar 1953Die DDR-Behörden schaffen auch an der Grenze zwischen West-Berlin und dem DDR-Gebiet eine ein Kilometer breite Sperrzone, in der alle Geschäfte geschlossen werden müssen.65.
26. Januar 1953Laut DDR-Eisenbahndirektion dürfen DDR-Bürger ab 1. Mai ohne besondere Genehmigung nur noch Reisen im Umkreis von 100 km ihres Wohnortes unternehmen.65.
02. Februar 1988Freya Klier und Stephan Krawczyk aus der DDR-Haft nach Westdeutschland abgeschoben.30.
09. Februar 1973Großbritannien und Frankreich nehmen diplomatische Beziehung zur DDR auf.45.
19. Februar 1988Pfarrer Christian Führer lädt zu Vortragsabend "Leben und Bleiben in der DDR" in die Leipziger Nikolaikirche, erstes Friedensgebet.30.
03. März 1988Der evangelische Bischof Leich fordert von Honecker die Eröffnung eines "Dialogs" zwischen SED und Gesellschaft und den Beginn einer Reformpolitik.30.
07. März 1973Die DDR lässt dauerhaft die Akkreditierung westlicher Journalisten zu.45.
07. März 1983Der in die Bundesrepublik Deutschland geflüchtete DDR-Fußballspieler Lutz Eigendorf stirbt an den Folgen eines mysteriösen Autounfalls, bei dem die Beteiligung der Staatssicherheit vermutet wird.35.
23. März 1963Eine Berliner Studentenzeitschrift greift Robert Havemann an wegen eines Vortrages über marxistische Philosophie, in dem er sich kritisch über die DDR-Regierung äußert.55.
06. April 1968Volksentscheid über eine neue DDR-Verfassung, in der die führende Rolle der SED verankert ist.50.
09. April 1968Die neue Verfassung der DDR tritt in Kraft. Sie unterstreicht die Führungsstellung der SED, erweitert die Befugnisse der Volkskammer und hält am Nationenbegriff fest: Die Deutsche Demokratische Republik ist ein sozialistischer Staat deutscher Nation.50.
18. April 1953Das MfS wappnet sich gegen politische Demonstrationen an der Radfahrstrecke der Friedensfahrt Prag-Berlin-Warschau65.
04. Mai 1978Die Evangelische Studentengemeinde Naumburg protestiert mit offenem Brief gegen Wehrkundeunterricht40.
12. Mai 1983Bundestagsabgeordnete der Grünen demonstrieren auf dem Ostberliner Alexanderplatz. Sie werden kurzzeitig festgenommen.35.
18. Mai 1983MfS-Aktion gegen die Jenaer §Friedensgemeinschaft§ beginnt; 40 Mitglieder in den Westen abgeschoben35.
29. Mai 1953Erhöhung der Arbeitsnormen um durchschnittlich zehn Prozent in der DDR beschlossen - Auslöser für den Aufstand vom 17. Juni 195365.
30. Mai 1968Die Leipziger Universitätskirche, die 1545 von Martin Luther geweiht wurde, wird trotz Protesten nach dem Willen Walter Ulbrichts gesprengt. Es kommt zu zahlreichen Verhaftungen. 50.
08. Juni 1983Der DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn (heute Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen) wird gegen seinen Willen aus der Haft in die Bundesrepublik Deutschland abgeschoben.35.
09.-11. Juni 1953Das Politbüro der SED übt Selbstkritik und verkündet einen "Neuen Kurs". Die auf der 13. Tagung des ZK der SED am 13./14.5.1953 beschlossenen erhöhten Arbeitsnormen um mindestens 10 % bleiben aber bestehen.65.
16. Juni 1953Streik der Ostberliner Bauarbeiter gegen die erhöhten Arbeitsnormen.65.
16. Juni 1958Ehemaliger ungarischer Premier Imre Nagy nach Geheimprozess gehängt.60.
17. Juni 1953Aus Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen kommt es in Ostberlin zu Massenstreiks. Die Streiks griffen auf alle wichtigen Industriezentren über und entwickelten sich zum Aufstand gegen das Regime der DDR. Einheiten der Kasernierten Volkspolizei und sowjetische Truppen schlagen den Volksaufstand nieder. Nach Erkenntnissen der ZERV kamen dabei mind. 125 Menschen ums Leben.65.
26. Juni 1963Staatsbesuch von US-Präsident John F. Kennedy in Westberlin. Die Bevölkerung sieht in ihm eine Symbolfigur für die alliierte Unterstützung der geteilten Stadt. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg: "Ich bin ein Berliner."55.
29. Juni 1983Bürgschaft der Bundesregierung für einen vom bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU) vermittelten Milliardenkredit an die DDR. In der Folge kündigt die DDR den Abbau der Selbstschussanlagen an der Grenze an.35.
25. Juli 1953Neues Deutschland teilt die Eingliederung des MfS als Staatssekretariat in das DDR-Innenministerium und die Absetzung des bisherigen Ministers, Wilhelm Zaisser, mit.65.
28. Juli - 05. Aug 1973In Ost-Berlin finden die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt.45.
01. August 1973Walter Ulbricht stirbt im Alter von 80 Jahren.45.
20.-21. August 1968Truppen der Sowjetunion und des Warschauer Paktes marschieren in Prag ein und beenden das Experiment des "Prager Frühlings", einen Sozialismus mit „menschlichem Antlitz“ zu schaffen.50.
01. September 1978An den Schulen der DDR wird der obligatorische Wehrunterricht eingeführt.40.
04. September 1973Beginn der Grenzmarkierung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR durch deutsch-deutsche Grenzkommission bei Lübeck.45.
17. September 1978Selbstverbrennung des evangelischen Pfarrers Rolf Günther in Falkenstein/Vogtland.40.
18. September 1973Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland werden Mitglieder der Vereinten Nationen (UNO).45.
23. September 1963Personalausweise mit dem Aufdruck "für Bürger der DDR" eingeführt.55.
05. Oktober 1983Erich Honecker kündigt den vollständigen Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze an.35.
12. Oktober 1968Die DDR wird vollberechtigtes Mitglied im IOC.50.
16. Oktober 1978Der Erzbischof von Krakau, Karol Józef Wojtyła, wird zum Papst gewählt. Unter dem Namen Johannes Paul II. wird er ein Unterstützer für die polnische Gewerkschaft Solidarność und Hoffnungsträger für christliche und nicht-christliche Oppositionelle in den sozialistischen Ländern.40.
21.-28. Oktober 1968Demonstranten gegen den Einmarsch in die CSSR werden in Ost-Berlin abgeurteilt.50.
November 1953Beginn der Aktion "Feuerwerk": Verhaftungswellen in der DDR wegen angeblicher Agententätigkeit und Entführungen aus dem Westen in den Machtbereich der SED.65.
05. November 1953MfS-Chef Wollweber erklärt, die "Aufgabe der Staatssicherheitsorgane ist es, jeden Menschen bei seiner ehrlichen Arbeit zu unterstützen" und fordert die Bevölkerung zur Denunziation aller "Agenten des Westen" auf.65.
19. November 1988Die deutsche Ausgabe der sowjetischen Monatszeitschrift "Sputnik" wird von der Postzeitungsliste gestrichen. Am 21. November werden fünf antistalinistische sowjetische Filme verboten.30.
12. Dezember 1983Verhaftung von Bärbel Bohley und Ulrike Poppe von der Initiative "Frauen für den Frieden". Nach Protesten werden sie am 24. Januar 1984 freigelassen.35.
15. Dezember 1953Walter Linse in Moskau erschossen. Der Mitarbeiter des Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen wurde von der Staatssicherheit aus West-Berlin entführt.65.
17. Dezember 1963Erstes Passierscheinabkommen zwischen der Regierung der DDR und dem Senat von West-Berlin; West-Berliner können Verwandte in Ost-Berlin zu Weihnachten und Neujahr besuchen.55.
28. Dezember 1948Beschluss des Politbüros der KPdSU zur Bildung des MfS-Vorläufers "Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft".70.
31. Dezember 1953Nach Angaben des Bundesministeriums für Vertriebene haben 1953 331.390 Personen die DDR in Richtung Bundesrepublik und West-Berlin verlassen65.