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Pressemitteilung

des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU)

Erscheinungsdatum 10.01.2017

Veranstaltung: Vom Mythos der guten HV A

Methoden und Machenschaften der DDR-Auslandspionage

Als DDR-Bürgerinnen und -Bürger am 15. Januar 1990 auf das Gelände der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg drängten, befestigten Mitarbeiter der Auslandsspionage-Abteilung der Stasi, der HV A, ein weißes Laken mit der Aufschrift "Aufklärung" an ihr Gebäude. Sie versuchten damit, sich von den Machenschaften der Stasi zu distanzieren. In Folge gelang es den selbsterklärten "Kundschaftern des Friedens", sich als Aufklärer mit weißen Westen zu inszenieren, die mit der Repression im Inland nichts zu tun hatten.
Mit dem Zugang zu den Stasi-Unterlagen wurde offenbar, dass die Agenten der HV A nicht nur im Ausland spioniert, sondern auch eng mit den Inlands-Abteilungen der Stasi zusammengearbeitet hatten. Vermeintlich feindliche Kräfte waren weder hier noch dort sicher vor Maßnahmen wie psychischem Druck, Entführungen und geheimpolizeilicher Gewalt. Der Fluchthelfer und in den Augen der Stasi "Staats-feind" der DDR, Wolfgang Welsch, wurde gleich dreimal zum Ziel von Mordanschlägen. Die Aufklärung der Verbrechen nach 1990 gestaltete sich jedoch äußerst kompliziert, da die HV A sich nach dem Mauerfall selbst auflösen ihre Akten weitgehend vernichten konnte.
Zum 28. Jahrestag der Besetzung der Stasi-Zentrale richten das Deutsche Spionagemuseum und der BStU den Fokus auf die Methoden und Machenschaften der DDR-Auslandsspionage und diskutieren historisch und aktuell die Legitimation von Geheimdiensten.

Datum:

  • 15. Januar 2018, 19.00 Uhr

Ort:

  • Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, "Haus 22"
    Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Podium:

  • Prof. Dr. Daniela Münkel (Historikerin beim BStU)
    Dr. Susanne Muhle (Stiftung Berliner Mauer)
    Joachim Lampe (Bundesanwalt a. D.)
    Wolfgang Welsch (ehem.Fluchthelfer, Giftopfer der Stasi)
    Moderation: Dr. Christopher Nehring (Deutsches Spionagemuseum)

In Kooperation mit: Deutsches Spionagemuseum.

Der Eintritt ist frei.

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin BStU

Pressesprecherin

Dagmar Hovestädt

Telefon: (030) 23 24-71 71
Fax: (030) 23 24-71 79
E-Mail: presse@bstu.bund.de

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