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Erscheinungsdatum: 12.10.2009
Offener Brief an den russischen Präsidenten Medwedjew

Arbeit von Stalinismus-Forscher behindert

Russische Behörden beschlagnahmten Dokumente und Arbeitsmittel
Professor Michail Suprun von der Universität Archangelsk (Nordrussland) erforscht in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz das Schicksal von tausenden Russlanddeutschen im Gulag zur Zeit des Stalinismus. Jetzt haben die russische Staatsanwaltschaft und der russische Geheimdienst FSB seine Unterlagen und Arbeitsmittel durchsucht und beschlagnahmt. Ein Ermittlungsverfahren ist eröffnet worden wegen angeblicher Verletzungen des Datenschutzes. Ebenfalls betroffen sind seine Mitarbeiter und der Leiter des Informationszentrums der Innenbehörde von Archangelsk, Alexander Dudarew.

Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, hat in einem offenen Schreiben an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedjew ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass verdiente Historiker auf diese Weise eingeschüchtert und in ihrer Arbeit behindert werden sollen.

Den Wortlaut des offenen Briefes finden Sie anbei.

Steffen Mayer
Pressesprecher


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