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Journalisten-Besuchsprogramme der BStU
Sie möchten mit Ihrer Redaktion, Ihrer Journalistenschule, Ihrem Medienseminar oder als Gruppe von Journalisten die Behörde der Bundesbeauftragten in Berlin besuchen? Wir stellen Ihnen ein attraktives Besuchsprogramm mit Führungen, Fachvorträgen, Ortsterminen und Gesprächsrunden zusammen. Die unten angegebenen Grundmodelle lassen sich jederzeit nach Ihren Vorstellungen variieren und ergänzen. Wir beraten Sie gern. Anmeldung per Telefon, E-Mail oder Fax (PDF-Anmeldeformular). Einzelführungen sind aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.
Kontakt:
BStU - Öffentlichkeitsarbeit
Heiko Böttcher
Telefon: 030-2324-7172
Fax: 030-2324-7179
E-Mail: heiko.boettcher@bstu.bund.de
Programmvorschläge
Modell A - Kurzbesuch (ca. ½ Tag)
a) Besuch im Archiv der Zentralstelle der BStU (ehemaliges MfS-Archiv)
- Kurzvortrag: Die Stasi-Unterlagenbehörde stellt sich vor
- Einführung in Geschichte, Strukturen und Arbeitsweisen des Ministeriums für Staatssicherheit
- Führung durch das Archiv
b) Besuch im Informations- und Dokumentationszentrum der BStU
- Kurzvortrag: Die Stasi-Unterlagenbehörde stellt sich vor
- Einführung in Geschichte, Strukturen und Arbeitsweisen des Ministeriums für Staatssicherheit
- Rundgang durch die Stasi-Ausstellung im Informations- und Dokumentationszentrum
- Auf Wunsch: Vorführung von Bild- und Tondokumenten (z. B. von MfS-Schulungsfilmen)
Modell B - Tagesbesuch
Tagesbesuch im Archiv der Zentralstelle der BStU
- Kurzvortrag: Die Stasi-Unterlagenbehörde stellt sich vor
- Einführung in Geschichte, Strukturen und Arbeitsweisen des Ministeriums für Staatssicherheit
Mittagspause
- Führung durch das Archiv
- Seminar: Arbeits- und Recherchemöglichkeiten für Journalisten
- Rundtischgespräch oder Interview (z.B. mit der Bundesbeauftragten, dem Direktor, dem Pressesprecher, Zeitzeugen oder einzelnen Referenten/innen)
Modell C - Mehrtagesprogramm (2 - 3 Tage)
Beispiel: Politische Strafjustiz in der DDR (mit Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen)
1. Tag in der Behörde der BStU
- Kurzvortrag: Die Stasi-Unterlagenbehörde stellt sich vor
- Einführung: 40 Jahre Überwachung, Manipulation und Verfolgung im Namen der SED-Diktatur: Geschichte, Strukturen und Arbeitsweisen des Ministeriums für Staatssicherheit
Mittagspause
- Fachvortrag: Politische Strafjustiz in der Ära Honecker. Anhand eines konkreten Beispiels aus den späten achtziger Jahren wird das System der politischen Strafverfolgung in der DDR erläutert. Wie hat dieses System funktioniert, wie war die Rechtslage und welche Bedeutung kam den Prozessen unter den Bedingungen des Häftlingsfreikaufs zu?
- Führung: Das Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des MfS in Berlin-Hohenschönhausen steht wie kaum ein anderer Ort für die Geschichte der politischen Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. Ehemalige Häftlinge führen über das Gelände und durch die Gebäude der früheren Haftanstalt.
2. Tag im Archiv der Zentralstelle der BStU
- Führung: Mehr als 80.000 laufende Meter Schriftgut, fast eine Million Fotos, rund 90.000 Film-, Video- und Tondokumente sowie etliche elektronische Datenträger lagern heute im Archiv der ehemaligen Zentralstelle des MfS. Die Führung durch die Magazine auf dem ehemaligen Stasi-Gelände vermittelt einen Eindruck von der Arbeit des MfS und den Schwierigkeiten bei der Erschließung der Unterlagen.
- Vorführung von Bild- und Tondokumenten (z.B. MfS-Schulungsfilme)
Mittagspause
- Fachvortrag zum Thema "Westarbeit" und "Rosenholz": Die so genannten Rosenholz-Dateien, mikroverfilmte Karteien der für Auslandsspionage zuständigen Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), haben in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit in den Medien gesorgt. Viele versprachen sich spektakuläre Enthüllungen über Personen des öffentlichen Lebens der früheren Bundesrepublik. Seit April 2004 sind die Daten der 381 CD-ROM vollständig erschlossen und können in die Aktenrecherche einbezogen werden.
- Seminar: Die Paragraphen 32 ff. des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) regeln die Zugangsrechte für Forschung und Medien. Nach dem Bundesverwaltungsgerichtsurteil zum Rechtsstreit mit Dr. Helmut Kohl vom Juni 2004 haben sich die Zugangsbedingungen insbesondere für die Medien deutlich verschlechtert. Welche Unterlagen können dennoch eingesehen werden? Welche Voraussetzungen müssen Anträge auf Akteneinsicht erfüllen? Anhand von Musterakten werden die Arbeits- und Recherchemöglichkeiten für Journalisten erläutert.
- Rundtischgespräch oder Interview
Weitere Programm-Module
Fachvorträge und Seminare
Zur Geschichte des MfS:
- Politische Justiz der 50er Jahre
- 17. Juni 1953 / Rezeptionsgeschichte
- 13. August 1961 - Mauerbau
- Hauptamtliche Mitarbeiter des MfS
- Inoffizielle Mitarbeiter des MfS
- Geplante Isolierungslager des MfS
- MfS und Kirche
- MfS-Hochschule Potsdam
- Information und Desinformation zum Thema Nationalsozialismus
- Hauptabteilung I, Abwehrarbeit des MfS in NVA und Grenztruppen
- Bereich Kommerzielle Koordinierung (Schalck-Golodkowski)
- Terror- und Sabotagevorbereitung des MfS gegen die Bundesrepublik
- Geheimpolizeiliche Verbindungen des MfS nach Osteuropa
- 1989/1990 Staatssicherheit am Ende
Über die Arbeit der Behörde:
- Persönliche Akteneinsicht, Forschungs-/Medienanträge, Überprüfung im öffentlichen Dienst
- Bildungs- und Forschungsprojekte der BStU (Forschungsstand, Projekte, Publikationen)
- Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) - Erläuterungen zum Gesetz; Folgen des Bundesverwaltungsgerichtsurteils (Juni 2004)
- Thematische Archivführungen
- Aktenrekonstruktion, Aktenrestaurierung
Ortstermine
- Informations- und Dokumentationszentren / Gedenkstätte (Berlin, Außenstelle Frankfurt/Oder)
- Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
- Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Interviews, Diskussionen, Zeitzeugengespräche (individuell nach Absprache)
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