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Donnerstag, 23. Februar 2012, 18.30 Uhr, Neubrandenburg

Freiheit und Zensur

Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung und Opposition
Ausstellungseröffnung mit Filmvorführung

Die Mauer - 2011 wäre das größte Monument deutscher Teilung 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde diese Ausstellung entworfen. Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden jüngere deutsche Geschichte (1946-90) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt.

Für die unterhaltende Komponente wurde die fiktive Figur des "Film-Atze" geschaffen, für dessen Kommentare der bekannte Satiriker Peter Ensikat verantwortlich zeichnet. Er dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönlichem Erleben und transportiert die Befindlichkeiten der Menschen einer bestimmten Epoche. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln.

Diese Ausstellung wurde vom Wilhelm-Fraenger-Institut gGmbH im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet und von der DEFA-Stiftung und Icestorm-Entertainment unterstützt.

Im Rahmen der Ausstellung beginnt die BStU-Außenstelle mit einer Filmreihe, die sich über das Jahr fortsetzen wird. Eröffnen werden wir die Filmreihe mit dem ersten DEFA-Film "Die Mörder sind unter uns".

Berlin Mai 1945: In der Trümmerlandschaft begegnen sich zwei Menschen, beide vom Krieg gezeichnet, beide mit ganz unterschiedlichem Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Während sich der aus der Gefangenschaft heimgekehrte Chirurg Dr. Mertens desillusioniert dem Alkohol hingibt, ist die junge Fotografin Susanne voller Tatendrang. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zaghafte Beziehung. Als Mertens auf seinen ehemaligen militärischen Vorgesetzten trifft, holen ihn die Erinnerungen ein. Der skrupellose Hauptmann hat die Ermordung von Zivilisten zu verantworten - nun will ihn der Arzt zur Rechenschaft ziehen. Im letzten Moment kann ihn Susanne vom Akt der Selbstjustiz abhalten.

  • Regie: Wolfgang Staudte, SBZ 1946
  • Drehbuch: Wolfgang Staudte
  • Darsteller: Wilhelm Borchert, Hildegard Knef, Erna Sellmer
  • Produktionsfirma: Deutsche Film AG in Gründung, später DEFA
  • Länge: 81 Minuten, schwarz/weiß

Filmvorführung: 19.30 Uhr

Im Anschluss der Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum Gespräch.

Begrüßung: Holm-Henning Freier (BStU)

Referent: Dr. Matthias Braun (BStU)

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 23. Februar 2012, 18.30 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg

Veranstalter BStU, Außenstelle Neubrandenburg
Neustrelitzer Straße 120
17033 Neubrandenburg

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