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Sonntag, 17. September 2017, 11.00 - 17.00 Uhr, Frankfurt (Oder)

Lesung und Gespräch

Die Unterwegs im Stasi-Gefängnis

"Die ewige Morgenröte"

11.00 - 17.00 Uhr Besichtigung der Zellenräume, Dauerausstellung, Videopräsentationen und Musterakten

15.00 Uhr Vortrag
Die ewige Morgenröte - Tage des Erwachens
Referent: Jochen Stern, Autor
Moderation: Rüdiger Sielaff, BStU

In seinem neuen Buch schildert Jochen Stern den Versuch der jungen Nachkriegsgeneration, am Wiederaufbau und dem demokratischen Aufbruch ab Mai 1945 in ihrer Stadt Frankfurt (Oder) mitzuwirken.
Er verarbeitete eigene Erlebnisse, die sich mit dem Schicksal vieler Altersgenossen in der Stadt Frankfurt (Oder) kreuzen.

Jochen Stern, aufgewachsen in Frankfurt (Oder), wurde 1947 verhaftet und war fast sieben Jahre Häftling in Bautzen. Er ist seit 1957 frei-schaffender Schauspieler für Bühne und Film. Bekannt wurde er vor allem durch die TV-Kultserie „Ein Herz und eine Seele“ als Koslowski.

Zur Gedenkstätte

Die Gedenkstätte in der Frankfurter Collegienstraße befindet sich in einer der ältesten Strafvollzugsanstalten der Mark Brandenburg. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts existierte auf dem Gelände ein so genanntes Arbeitshaus, im Jahre 1812 entstand ein Polizei- und Gerichtsgefängnis.

In der Zeit der beiden deutschen Diktaturen war das Gefängnis ein Ort politischer Willkür, an dem Menschen ihre Freiheit, ihre Würde und ihr Leben verloren. Viele wurden auf Grund ihrer politischen Überzeugung, ihres Glaubens, ihrer Rasse, ihres widerständigen Verhaltens oder einfach nur auf Verdacht hin inhaftiert.

Die ständige Ausstellung der Gedenk- und Dokumentationsstätte ist den Schicksalen dieser Menschen gewidmet und erinnert an die Internierung und Strafverfolgung in der NS-Zeit, der SBZ und der DDR. Ein Teil der Ausstellung ist in fünf Zellen des ehemaligen Zellentraktes im Erdgeschoss des Erweiterungsbaues aus dem Jahre 1899 untergebracht.

Die Dauerausstellung "Eingesperrt ... Untersuchungshaft bei der Staatssicherheit in Frankfurt (Oder)" zeigt Einzelschicksale ehemaliger Untersuchungshäftlinge, die sich bereits als Jugendliche couragiert dem Regime der herrschenden Partei widersetzten. Sie vermittelt besonders Schülern und Jugendlichen einen Eindruck vom Leben unter den Bedingungen einer Diktatur.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Sonntag, 17. September 2017, 11.00 - 17.00 Uhr

OrtGedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft"
Collegienstraße 10
15230 Frankfurt (Oder)

Veranstalter BStU, Außenstelle Frankfurt (Oder)
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt
Telefon: (03 35) 60 68-0
Fax: (03 35) 60 68-24 19
E-Mail: astfrankfurt@bstu.bund.de