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Donnerstag, 22. Juni 2017, 15.00 - 18.00 Uhr, Frankfurt

Führung und Lesung

Der Sport und die Stasi

15.00 - 16.00 Uhr Bürgerberatung
Fragen rund um die persönliche Akteneinsicht und die Nutzung der Stasi-Unterlagen beantworten Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder). Es werden Anträge auf Auskunft, Akteneinsicht bzw. Herausgabe von Kopien aus Unterlagen der Staatssicherheit entgegengenommen. Ebenfalls können sich Bürgerinnen und Bürger über ihre eventuell vorhandenen Stasi-Unterlagen beraten lassen.

Für den Antrag wird eine Identitätsbescheinigung benötigt. Diese wird bei Vorlage eines Personaldokument gleich vor Ort erstellt, was den Weg zur Meldebehörde erspart.

16.00 - 17.15 Uhr Lesung aus Stasi-Akten
Referent: Rüdiger Sielaff, BStU

Auch im Bezirk Frankfurt (Oder) hatte das MfS in der Abteilung XX ein "Hauptsachgebiet" etabliert, das für den Sport und die Sportler "zuständig" war. Für dieses arbeitete eine Vielzahl von Inoffiziellen Mitarbeitern, die sich in konspirativen Wohnungen (KW) mit Decknamen wie "Punkthaus" oder "Grenze" mit den MfS-Mitarbeitern treffen.

"Wir haben eine Reihe von Sportlern, die alles machen", stellte Erich Mielke 1966 bei einer Sitzung der Sportvereinigung Dynamo fest. "Bloß wenn es darauf ankommt zu zeigen, dann fehlen ihnen die Nerven. Wenn wir nachher zittern, auf den Feind zu schießen, dann ist es aus, dann schießt er. Es geht hier um Sein oder Nichtsein".

"Doping ist in der DDR kein Problem", versichert lt. MfS-Unterlagen ein ostdeutscher Sportmediziner. Das System der DDR verhindere wirksam die Anwendung verbotener Mittel, äußert er in einem Interview mit einer westlichen Zeitung.

17.15 - 18.00 Uhr Archivführung

Mitarbeiterinnen führen Sie durch das Archiv, in dem ca. 7.700 laufende Meter Unterlagen, darunter 1,6 Millionen Karteikarten aufbewahrt werden. Der Rundgang dauert 45 Minuten.

Zu sehen sind in den Magazinräumen des Archivs z.B. die Gleitregalanlagen, in denen die Stasi-Unterlagen verwahrt werden. Dem Besucher werden die unterschiedlichsten Aktenkategorien erläutert, die von der Stasi nach genauen Dienstanweisungen spezifiziert wurden.

Einige wichtige Karteien, die vom MfS erstellt wurden und noch heute als Grundlage für die Recherchen zur Akteneinsicht dienen, sind u.a.:

  • die Personenkartei,
  • die Vorgangskartei,
  • die Straßenkartei und
  • die Decknamenkartei.

Mit ihnen kann festgestellt werden, ob der Antragsteller z.B. Mitarbeiter der Stasi war oder als Betroffener mit entsprechenden Maßnahmen von der Stasi bearbeitet wurde.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 22. Juni 2017, 15.00 - 18.00 Uhr

OrtBStU, Außenstelle Frankfurt (Oder)
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt

Veranstalter BStU, Außenstelle Frankfurt (Oder)
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt
Telefon: (03 35) 60 68-0
Fax: (03 35) 60 68-24 19
E-Mail: astfrankfurt@bstu.bund.de