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Donnerstag, 27. April 2017, 14.00 - 19.00 Uhr, Teistungen

Bürgerberatung und Vortrag

Die Mauertoten und die Stasi

14.00 - 19.00 Uhr Bürgerberatung

Die Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR wird eine Außensprechstunde anbieten. In dieser kann man sich rund um das Thema Stasi-Unterlagen informieren:

  • Wie kann ich Einsicht in meine Stasi-Akte beantragen?
  • Wie lange dauert es, bis ich die Unterlagen sehen kann?
  • Bekomme ich Kopien?
  • Erfahre ich die Klarnamen von inoffiziellen Mitarbeitern?
  • Kann ich Einsicht in die Akten verstorbener Verwandter nehmen?
  • Lohnt es sich, später einen Wiederholungsantrag zu stellen?

Hilfe beim Antrag auf AkteneinsichtHilfe beim Antrag auf Akteneinsicht Quelle: Rolf Walter

Ein Antrag auf Einsicht in eventuell vorhandene Stasi-Unterlagen kann ebenfalls an diesem Tag gestellt werden. Dafür ist eine Identitätsbescheinigung erforderlich. Diese wird bei Vorlage eines gültigen Personaldokuments gleich vor Ort erstellt, was den Weg zur Meldebehörde erspart.

Für interessierte Schulen und andere Bildungseinrichtungen werden entsprechende Publikationen bereit gehalten. Über die Nutzung von Stasi-Unterlagen für Forschungs- und Medienanträge ist ebenfalls Informationsmaterial vorhanden.

Sollten Sie nicht selbst zur Bürgerberatung kommen können, informiert Sie die Außenstelle Erfurt gern telefonisch, wie der Antrag auf Akteneinsicht dann gestellt werden kann. Anfragen sind unter folgender Nummer und Sprechzeit möglich:
Telefon: (03 61) 55 19-0
Montag bis Donnerstag: 08.00 - 17.00 Uhr
Freitag: 08.00 - 14.00 Uhr

Die Bürgerberatung der Zentralstelle in Berlin erreichen sie unter:
Telefon: (030) 23 24-70 00

Den Antrag auf Akteneinsicht können Sie herunterladen und ausdrucken.

19.00 Uhr Vortrag

Die Mauertoten und die Stasi

Referent: Dr. Christian Booß, BStU

Unterbrechung der Straße B247 zwischen Duderstadt und Worbis um 1966; im Hintergrund: Mühlenturm - heute Teil des Grenzlandmuseums EichsfeldUnterbrechung der Straße B247 zwischen Duderstadt und Worbis um 1966; im Hintergrund: Mühlenturm - heute Teil des Grenzlandmuseums Eichsfeld Quelle: Grenzlandmuseum Eichsfeld

Menschen, die die DDR verlassen wollten, galten nach Auffassung des SED-Regimes als Feinde, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt. Mindestens 136 Menschen starben so bei dem Versuch, die Berliner Mauer zu überwinden. Die Anzahl der Todesopfer entlang der gesamten innerdeutschen Grenze lag noch um ein Vielfaches höher. Forscher gehen von insgesamt 900 Toten bis zur Grenzöffnung aus.

Bis heute sind genaue Zahlen schwierig zu ermitteln, da die Staatssicherheit versuchte, viele Todesfälle an der Grenze zu vertuschen. Die politischen Bemühungen des SED-Staates um internationale Anerkennung sollten durch die zahlreichen Grenzopfer nicht ausgebremst werden. Stasi-Unterlagen aus den frühen 1970er Jahren belegen einige dieser Verschleierungsmaßnahmen des DDR-Geheimdienstes.

Wie und in welchem Umfang die Stasi Vertuschungsmaßnahmen ergriffen hat, beschreibt Dr. Christian Booß (BStU).

Der Eintritt ist frei.

Zeit Donnerstag, 27. April 2017, 14.00 - 19.00 Uhr

OrtGrenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Straße 7-9
37339 Teistungen

Veranstalter BStU, Außenstelle Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt

MitveranstalterGrenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Straße 7-9
37339 Teistungen