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Dienstag, 30. Mai 2017, 18.00 Uhr, Berlin

Vortrag und Führung

Zwischen Abschottung und Funktionalität

Die Architektur der Stasi

Die Stasi erhielt 1950 ihren Sitz mitten in einem Wohngebiet in Berlin-Lichtenberg. Anfänglich kaum beachtet, drückte sie dem Viertel nach und nach ihren Stempel auf. Bis 1989 entwickelte sich die Stasi-Zentrale stetig weiter. Die Planer passten hierbei die baulichen Veränderungen den Herausforderungen der Geheimpolizei an. Es entstand eine Stadt in der Stadt, militärisch gesichert und hermetisch abgeriegelt, die sich dem Blick Außenstehender weitgehend entzog.

Blick auf einen Teilbereich der ehemaligen Stasi-ZentraleBlick auf einen Teilbereich der ehemaligen Stasi-Zentrale Quelle: BStU

In einem Vortrag erläutert Beate Marvan (Arnold und Gladisch Gesellschaft von Architekten mbH), wie die Architektur der Stasi dazu beitrug, sich von der Außenwelt abzuschotten. Zudem skizziert sie wie die Bauwerke die internen Arbeitsabläufe der Staatssicherheit begünstigten. Im November 2010 bezog die Architektin mit ihren Kollegen selbst das frühere Stasi-Gelände und koordinierte die Sanierungsarbeiten des Stasi-Museums. Heute betreut das Architektenbüro den Umbau von "Haus 7", in dem früher die Hauptabteilung XX ihre Arbeitsräume hatte.

Blick auf die Fassade von "Haus 15" Blick auf die Fassade von "Haus 15" Quelle: BStU/Dresen

Im Anschluss zeigt eine Führung durch einzelne Gebäude das architektonische Innenleben der MfS-Zentrale. Besichtigt werden unter anderem "Haus 1" sowie der weitestgehend seit 1990 unberührte Nordflügel von "Haus 7", wo die Spuren der Stasi noch sichtbar sind.

Die Reihe wird fortgesetzt.

Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Der Eintritt ist frei.

Zeit Dienstag, 30. Mai 2017, 18.00 Uhr

OrtEhemalige Stasi-Zentrale
"Haus 22"
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Veranstalter Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin
Telefon: (030) 23 24-71 83
Fax: (030) 23 24-71 79
E-Mail: veranstaltungen@bstu.bund.de