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Dauerausstellung, Berlin

"Staatssicherheit in der SED-Diktatur"

Die Dauerausstellung in der ehemaligen Stasi-Zentrale

In "Haus 1", dem heutigen Stasi-Museum, informiert die Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als Geheimpolizei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED). Das Museum hat täglich geöffnet.

Blick in die Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur"Blick in die neue Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" im Stasi-Museum Quelle: BStU / Kulick

Wie gelang es der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), über 40 Jahre hinweg Millionen von Menschen in der DDR unter Kontrolle zu halten? Wichtigstes Instrument zur Herrschaftssicherung der SED-Diktatur war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) – die Stasi. Sie war "Schild und Schwert" der SED, hatte ihre Macht zu sichern, sie gegen "Feinde" zu verteidigen und die gesamte Bevölkerung weitgehend zu kontrollieren.

Ausstellungsraum mit Exponaten in der Dauerausstellung in "Haus 1"Ausstellungsraum mit Exponaten in der Dauerausstellung in "Haus 1" Quelle: Stasi-Museum / ASTAK e. V., John Steer

Im Haus 1, dem Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke, zeigt die Ausstellung auf drei Etagen die Entstehung, Entwicklung und Tätigkeit der Staatssicherheit als "Schutz- und Sicherheitsorgan". Sie zeichnet nach, wie Hunderttausende Menschen für das MfS aktiv wurden: Sie waren hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiter oder sie unterstützten das MfS als Funktionäre in der Verwaltung. Vielfältige Beispiele verdeutlichen die enge Zusammenarbeit des MfS mit allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen in der DDR.

1. OG | Der Auftrag | Die Täter

Diese beiden Ausstellungsbereiche erläutern, weshalb das MfS gegründet wurde und welche Ziele es im Auftrag der SED verfolgte. Der Besucher erfährt, wie der Apparat der Staatssicherheit aufgebaut war und wer zur Leitungsebene gehörte. Exemplarische Biografien geben dem Besucher einen Einblick in die Ausbildung und Laufbahn der hauptamtlichen und inoffiziellen Stasi-Mitarbeiter.

Am Schreibtisch der Macht in der zweiten Etage von "Haus1". Hier residierte der langjährige Minister für Staatssicherheit Erich Mielke.Am Schreibtisch der Macht in der zweiten Etage von "Haus1". Hier residierte der langjährige Minister für Staatssicherheit Erich Mielke. Quelle: BStU / Oana Popa

2. OG | Die Minister-Etage

Ein wesentliches Exponat der Ausstellung sind die Diensträume Erich Mielkes, die bis heute im Originalzustand erhalten sind. Medienstationen berichten vom Arbeitsalltag in dieser Etage und geben den engsten Mitarbeitern Mielkes ein Gesicht.

3. OG | Das MfS in Aktion | Das Ende der Staatssicherheit

Zahlreiche Objekte wie Einbruchswerkzeuge, Wanzen, Spezialkameras oder Geräte zum heimlichen Öffnen von Briefen veranschaulichen das Ausmaß der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit. Beispiele dokumentieren die Aktivitäten des MfS gegen die eigene Bevölkerung. Der Schlussteil der Ausstellung schildert die Besetzung der Stasi-Dienststellen, die Bemühungen um die Sicherung der Akten und das Ende des MfS.

Ein Poster und ein Modell zeigen das gesamte Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg.Ein Poster und ein Modell zeigen das gesamte Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg. Quelle: Stasi-Museum / ASTAK e. V., John Steer

So finden Sie das Stasi-Museum:

Das Stasi-Museum in "Haus 1" der ehemaligen Stasi-Zentrale befindet sich in Berlin-Lichtenberg in der Ruschestraße 103. Die nächste U-Bahn-Station ist Magdalenenstraße (Linie U5 vom Alexanderplatz). Die nächste S-Bahn-Station ist Frankfurter Allee. PKW-Parkplätze stehen werktags nur in geringer Zahl auf dem Gelände zur Verfügung.

Lageplan "Haus 1" in der Ruschestraße in BerlinSo finden Sie das Stasi-Museum in "Haus 1", das Archiv in "Haus 7" und den Veranstaltungssaal in "Haus 22". Zugänge zum ehemaligen Stasi-Gelände gibt es von der Frankfurter Allee, von der Ruschestraße und der Normannenstraße aus. Quelle: BStU / Agentur Pralle Sonne

ÖffnungszeitenMontag bis Freitag: 10.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 11.00 - 18.00 Uhr

Der Kooperationspartner ASTAK e.V. erhebt ein Eintrittsgeld für Einzelpersonen in Höhe von 6,00 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Schüler 3,00 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen gibt es Ermäßigung.

Führungen durch die Ausstellung und weitere Angebote können bei der ASTAK gebucht werden: Telefon: (030) 55 36-854 oder projekte@stasimuseum.de.

Begleitend zur Dauerausstellung bietet die Stasi-Unterlagen-Behörde Projekte für Schüler und Lehrkräfte an (kostenfrei). Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. (030) 23 24-89 37 oder bildung@bstu.bund.de.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.stasimuseum.de.

DauerDauerausstellung

OrtStasi-Museum Berlin
"Haus 1", 1. Etage
Ruschestraße 103
10365 Berlin

Veranstalter Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin
Telefon: (030) 23 24-89 37
Fax: (030) 23 24-88 39
E-Mail: GZ.BF3@bstu.bund.de
ASTAK e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin