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Abschluss eines IM-Vorgangs nach Ablehnung der Zusammenarbeit

Das Ende eines Anwerbungsversuchs durch die Stasi

AktendeckelAktendeckel Quelle: BStU, MfS, AIM 11901

Hintergründe zur Akte

Wenn das Ministerium für Staatssicherheit einen IM gewinnen wollte, legte sie einen so genannten IM-Vorgang an – selbst wenn die betreffende Person noch gar nichts von der geplanten Anwerbung wusste. Oft prüfte die Geheimpolizei vor dem ersten Gespräch erst einmal das Umfeld des möglichen IM. Dabei war nicht nur wichtig, welche Informationen der IM würde sammeln können. Der Dienst überprüfte auch, ob der IM zuverlässig war und ob man ihm vertrauen konnte. In der Sprache der Stasi war er dann für die "Konspiration" geeignet. Er würde in der Lage sein, während seines Spitzeldienstes, aber auch bei den Treffen mit seinem Führungsoffizier, dem Geheimhaltungsbedürfnis der Stasi zu genügen.

Für diese Überprüfung legte das MfS eine vorläufige Akte mit vielen Informationen an und führte den möglichen Zuträger bereits als IM, obwohl sie ihn noch gar nicht angesprochen hatte. Er erhielt dabei bereits einen Decknamen, um die interne "Konspiration" sicherzustellen. Auch innerhalb der Stasi sollte nicht jeder wissen, welcher Name sich hinter der Tarnung eines IM verbarg. So kam es vor, dass ein IM-Vorgang wieder zu den Akten gelegt wurde, bevor die erste Information fließen konnte. Denn nicht immer wollten die Angesprochenen dann auch für die Stasi arbeiten. Der junge Mann in dieser Akte jedenfalls lehnte die Zusammenarbeit ab. Auch in seinem Fall hatte die Stasi zunächst umfassende Informationen über sein Umfeld gesammelt. Diese Teile der Akte enthalten jedoch zu viele persönliche Informationen. Sie können deshalb nicht veröffentlicht werden. Der handschriftliche Abschlussbericht des zuständigen Offiziers beschreibt jedoch, wie der IM-Kandidat das MfS abwies.

Blick in die Originalunterlagen

Überblick aller Musterakten

Deckblatt der Arbeitsakte des abgelegten IM-Vorgangs "Thomas Baumann"

Der IM-Vorgang "Thomas Baumann"

Die Arbeit eines Informanten in der NVA und wie die Stasi ihn fallen ließ

Die Akte eines inoffiziellen Mitarbeiters der Stasi bei der NVA. Sie zeigt, wie das MfS seine Informanten einsetzte – und wie es sie bei Problemen fallen ließ.

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Aktendeckel

Abschluss eines IM-Vorgangs nach Ablehnung der Zusammenarbeit

Das Ende eines Anwerbungsversuchs durch die Stasi

Hier wollte die Stasi einen jungen Journalisten für die Arbeit als IM verpflichten. Weil der Mann jedoch ablehnte, wurde der bereits angelegte Vorgang wieder geschlossen.

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Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie".

Die "Operative Personenkontrolle Galerie"

Überwachung eines Berliners wegen illegaler Kunstausstellungen und Lesungen

Weil er in seiner Wohnung Künstlern und Schriftstellern eine Bühne ohne staatliche Kontrolle bietet, gerät dieser DDR-Bürger in das Visier der Stasi. Die Geheimpolizei fürchtet ein "Zentrum oppositioneller Kräfte".

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Aktendeckel der Arbeitsakte für den Offizier im besonderen Einsatz "Ebel".

Arbeitsakte eines "Offiziers im besonderen Einsatz"

Einsatz eines Stasi-Leutnants in der DDR-Botschaft im Südjemen

Offiziell soll der Offizier mit dem Decknamen "Ebel" eine Stelle als Funker in der DDR-Botschaft in Aden antreten. Die Akte enthält jedoch die wahre Mission des Offiziers und beurteilt seine Verlässlichkeit.

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Deckblatt des "Operativen Vorgangs Prophet".

Der "Operative Vorgang Prophet"

Wie die Stasi gegen einen jungen Bausoldaten der NVA vorging

Dieser junge Mann lehnte den Dienst an der Waffe ab und äußerte sich negativ über das System der DDR. Grund genug für die Stasi, ihn umfassend zu beobachten und zu "bearbeiten".

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Stasi-Museum und
Dauerausstellung des BStU

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