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Die "Operative Personenkontrolle Galerie"

Überwachung eines Berliners wegen illegaler Kunstausstellungen und Lesungen

Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie".Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie". Quelle: BStU, MfS, AOPK, Nr. 1071/91

Hintergründe zur Akte

Seine Freunde sind Künstler und Schriftsteller, denen er in seiner Wohnung eine Bühne außerhalb der staatlichen Kontrolle bietet. Das macht diesen DDR-Bürger verdächtig, und so gerät er in das Visier der Stasi. Wo sich Menschen einfach so treffen, fürchtet die Stasi, dass ein "Zentrum oppositioneller Kräfte" entstehen könnte. Deshalb leitet die Geheimpolizei eine sogenannte "Operative Personenkontrolle" unter dem Namen "Galerie" ein. Sie hat das Ziel, die Aktivitäten des Künstlerkreises in der Wohnung zurückzudrängen und den Wohnungsinhaber "gesellschaftlich zu disziplinieren".

Wichtige Begriffe aus der Akte

Operative Personenkontrolle (OPK)

Die Stasi nahm die "Operative Personenkontrolle" 1971 in Abgrenzung zum "Operativen Vorgang" (OV) in das Arsenal ihrer Methoden auf. Die OPK zielt auf die Überprüfung von Verdachtsmomenten zu Verbrechen und Straftaten, auf das Erkennen "feindlich-negativer" Haltungen, aber auch auf den vorbeugenden Schutz von Personen in sicherheitsrelevanten Positionen ab. Um Informationen zum Vorgang zu gewinnen, bezog die Stasi staatliche Institutionen, die Volkspolizei, Betriebe und gesellschaftliche Organisationen in ihre Ermittlungen ein. Wenn erforderlich setzte sie zusätzlich "operative Maßnahmen und Methoden" ein. Das bedeutete etwa, dass inoffizielle Mitarbeiter in das Umfeld der Zielpersonen geschleust wurden und hauptamtliche Stasi-Leute das Telefon abhörten und die Briefe der Beobachteten lasen. Die Akte enthält einen Aktionsplan, in dem die Stasi minutiös ihre Überwachungsmaßnahmen plant.

Blick in die Originalunterlagen

Überblick aller Musterakten

Deckblatt der Arbeitsakte des abgelegten IM-Vorgangs "Thomas Baumann"

Der IM-Vorgang "Thomas Baumann"

Die Arbeit eines Informanten in der NVA und wie die Stasi ihn fallen ließ

Die Akte eines inoffiziellen Mitarbeiters der Stasi bei der NVA. Sie zeigt, wie das MfS seine Informanten einsetzte – und wie es sie bei Problemen fallen ließ.

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Aktendeckel

Abschluss eines IM-Vorgangs nach Ablehnung der Zusammenarbeit

Das Ende eines Anwerbungsversuchs durch die Stasi

Hier wollte die Stasi einen jungen Journalisten für die Arbeit als IM verpflichten. Weil der Mann jedoch ablehnte, wurde der bereits angelegte Vorgang wieder geschlossen.

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Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie".

Die "Operative Personenkontrolle Galerie"

Überwachung eines Berliners wegen illegaler Kunstausstellungen und Lesungen

Weil er in seiner Wohnung Künstlern und Schriftstellern eine Bühne ohne staatliche Kontrolle bietet, gerät dieser DDR-Bürger in das Visier der Stasi. Die Geheimpolizei fürchtet ein "Zentrum oppositioneller Kräfte".

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Aktendeckel der Arbeitsakte für den Offizier im besonderen Einsatz "Ebel".

Arbeitsakte eines "Offiziers im besonderen Einsatz"

Einsatz eines Stasi-Leutnants in der DDR-Botschaft im Südjemen

Offiziell soll der Offizier mit dem Decknamen "Ebel" eine Stelle als Funker in der DDR-Botschaft in Aden antreten. Die Akte enthält jedoch die wahre Mission des Offiziers und beurteilt seine Verlässlichkeit.

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Deckblatt des "Operativen Vorgangs Prophet".

Der "Operative Vorgang Prophet"

Wie die Stasi gegen einen jungen Bausoldaten der NVA vorging

Dieser junge Mann lehnte den Dienst an der Waffe ab und äußerte sich negativ über das System der DDR. Grund genug für die Stasi, ihn umfassend zu beobachten und zu "bearbeiten".

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Stasi-Museum und
Dauerausstellung des BStU

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