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Das Verhältnis des MfS zur Staatsanwaltschaft in der politischen Justiz des SED-Staates - in der Zeit von Ulbricht zu Honecker

Nach bisherigem Forschungssstand gelten die politischen Prozesse in der DDR als vom MfS dominiert. Der Staatsanwaltschaft wird vor allem für die 50er Jahre eine eher untergeordnete Rolle zugemessen. Diese wurde in den 90er Jahren als eindeutiges Unterordnungsverhältnis beschrieben, die Staatsanwälte gar als "Erfüllungsgehilfen" des MfS.

Neuere Erkenntnisse legen die Vermutung nahe, dass diese Beziehung keineswegs statisch war, sondern einem sich verändernden Wechselverhältnis unterlag. Das Projekt soll die verschiedenen Berührungsflächen von MfS und Staatsanwaltschaft anhand von exemplarischen Prozessunterlagen und relevanten Quellen untersuchen.

Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich in Wesentlichen von den Ulbrichtschen Justizreformen bis zum Ende der DDR. Dieser zeitliche Rahmen ist weitgehend identisch mit der Amtsperiode des zweiten Generalstaatsanwaltes der DDR.

Für das Projekt sind ab 2016 ca. drei Jahre eingeplant. Es soll mit einer Monographie abschließen.

Projektkoordinator:

Dr. Christian Booß
E-Mail: Christian.Booss@bstu.bund.de

Telefonnummer Geschäftszimmer BF 1: (030) 23 24-88 11

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Die DDR im Blick der Stasi (ZAIG-Berichte)

Online-Publikation geheimer Berichte der "Zentralen Auswertungs- und Informationsgruppe" (ZAIG) des MfS an die Partei- und Staatsführung der DDR. Der Link führt zur Datenbank.