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Mit Kamera, Maus und Mikro der Stasi auf der Spur

"Deutsche Geschichte kann doch spannend sein" resümierte eine Schülerin ihre ersten fünf Tage in der 12. Klasse. Sie und ihre Mitschülerinnen sowie Mitschüler von der Berliner Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule absolvierten zum Schuljahresauftakt 2014/15 ein ganz besonderes Schülerprojekt bei der Stasi-Unterlagen-Behörde. Unter dem Titel "Mit Kamera, Maus und Mikro der Stasi auf der Spur" setzten sich die Jugendlichen erstmalig in einer medienpädagogischen Woche mit den Themen Stasi und DDR auseinander.

Schüler der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule bei der ProjektarbeitSchüler der Marie-Elisabeth-Lüders-Oberschule bei der Projektarbeit Quelle: BStU

Innerhalb dieses fünftägigen Projektes am Lernort "Stasi-Zentrale" erhielten die Jugendlichen zunächst einen Überblick in die Geschichte, die Strukturen und das Wirken der DDR-Staatssicherheit. In der zweiten Projekthälfte beschäftigten sie sich dann intensiver mit selbst ausgewählten Teilaspekten, wie zum Beispiel dem beruflichen Werdegang hauptamtlicher Mitarbeiter oder der Entwicklung des Berliner Stasi-Geländes. Auf Grundlage der dort gewonnenen Erkenntnisse und Rechercheergebnisse produzierten die Schülerinnen und Schüler anschließend eigene mediale Beiträge. Vorangegangen war dabei eine journalistische sowie medientechnische Einführung. In Teamarbeit erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Fragen, verfassten redaktionelle Texte und sprachen diese ein. Darüber hinaus bauten sie unterschiedliche Aufnahmetechnik auf, stellten sie ein, und führten Interviews.

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"Die Stasi Stadt" - Schülerprojekt August 2014Quelle: BStU

So fand beispielsweise ein Schülerteam heraus, mit welch ausgeklügeltem System von Überwachungsmethoden die Stasi agierte, indem es den Historiker und Stasi-Experten Dr. Sascha-Ilko Kowalczuk befragte. Auch der Bundesbeauftragte Roland Jahn stand einem Team Rede und Antwort. Die Jungjournalisten gingen mit ihm unter anderem der Frage nach, was die Auseinandersetzung mit dem einstigen Wirken der Stasi in der heutigen NSA-Debatte leisten kann.

Das aufgenommene Material verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss mittels Video- bzw. Audioschnittsoftware zu ersten eigenen journalistischen Beiträgen. Unterstützt wurden sie dabei von Jeanette Büchner vom BStU-Bildungsteam, die dieses Schülerangebot am historischen Ort der ehemaligen Stasi-Zentrale Berlin konzipiert hatte. In nur einer Woche entstanden so zwei Audiobeiträge sowie zwei Filmbeiträge rund um den Themenkomplex "DDR-Staatssicherheit".

Die teilnehmenden Jugendlichen schätzten die aktive Medienarbeit während der Projektwoche als äußerst interessante, abwechslungsreiche Form der Auseinandersetzung mit deutsch-deutscher Geschichte. Und dass alle Teams diese anspruchsvolle Aufgabe auch in attraktive Beiträge umsetzen konnten, davon konnten sich die Zuschauer am letzten Tag bei der Premiere in der Schulaula überzeugen.

 

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