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Stasi-Repression konkret

Zwei historische Orte in Berlin an einem Tag

Zwei Orte in Berlin stehen beispielhaft für das Unrecht, das viele Andersdenkende durch das SED-Regime erlitten haben: die ehemalige Zentrale der Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg und das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis des MfS in Berlin-Hohenschönhausen. Mehrere tausend Hauptamtliche waren in der Stasi-Zentrale damit beauftragt, die Menschen in der DDR zu überwachen, zu verängstigen und bis hin zur Inhaftierung zu verfolgen. Wer in der Untersuchungshaft in Hohenschönhausen landete, wurde dort isoliert, entwürdigt und psychisch gefoltert.

Zellentrakt in der Gedenkstätte Berlin-HohenschönhausenZellentrakt in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Quelle: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Heute sind diese beiden historischen Orte Gedenk- und Lernorte. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen bieten für Schülerinnen und Schüler Lernmodule an, die den Besuch beider Orte inhaltlich miteinander verbinden. In der ehemaligen Stasi-Zentrale richtet sich der Fokus auf die Täter, im früheren Stasi-Gefängnis kommen die Opfer zu Wort.

Das Angebot besteht aus drei Modulen mit unterschiedlichen Vertiefungsgraden.

Vorwissen zu DDR und Staatssicherheit ist wünschenswert. Die Reihenfolge der Seminarschritte kann individuell angepasst werden.

Modul 1    

Dauer: 4 Stunden (zuzüglich Transfer und Pause)

Inhalt: Der Projekttag beginnt in der ehemaligen Stasi-Zentrale. Hier arbeiten die Teilnehmer mit Stasi-Akten, die speziell für Schülerinnen und Schüler aufbereitet wurden. Diese Akten dokumentieren exemplarisch, wie die Menschen von der Staatssicherheit verfolgt, überwacht und inhaftiert wurden. (ca. 2h)

Die Gruppe wechselt dann in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Ein Zeitzeuge führt durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis und erläutert, unter welchen Bedingungen die Gefangenen ihre Haft erlebten. (ca. 2h)

Teilnehmer der Sommerakademie 2014 auf dem Stasi-GeländeTeilnehmer der Sommerakademie 2014 auf dem Stasi-Gelände Quelle: BStU

Modul 2

Dauer: 5 Stunden (zuzüglich Transfer und Pause)

Inhalt: Der Projekttag beginnt in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Ein Zeitzeuge führt die Gruppe durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis. Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Einblick in die Haftbedingungen und die Geschichte des Ortes seit 1945. (ca. 2h)

Anschließend wechseln die Teilnehmer in die ehemalige Stasi-Zentrale. Dort erarbeiten sie auf der Grundlage von Dokumenten und Auszügen aus Stasi-Unterlagen das Feindbild und die Arbeitsweisen der Staatssicherheit. Ein Rundgang durch das Stasi-Unterlagen-Archiv schließt den Tag ab. (ca. 3h)

Modul 3

Dauer: 5 Stunden (zuzüglich Transfer und Pause)

Inhalt: Der Projekttag beginnt in der ehemaligen Stasi-Zentrale. Zunächst erkunden die Teilnehmer in Arbeitsgruppen und mithilfe von Arbeitsbögen die Dauerausstellung. Dann arbeiten sie mit Stasi-Akten, die speziell für Schülerinnen und Schüler aufbereitet wurden. Diese Akten dokumentieren exemplarisch, wie die Menschen von der Staatssicherheit verfolgt, überwacht und inhaftiert wurden. (ca. 2h)

Die Gruppe wechselt dann in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zu einem ausführlichen Rundgang durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis mit anschließendem Zeitzeugengespräch. (ca. 3h)

Kosten           

  • Normaltarif bis maximal 25 Personen: 150 Euro
  • Schülertarif bis maximal 30 Personen: 75 Euro

Informationen erhalten Sie unter bildung@bstu.bund.de

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