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Lernen am authentischen Ort

Lernort Stasi-Zentrale

Wir bieten Ihnen mit verschiedenen Modulen die einzigartige Möglichkeit, die Geschichte der Stasi und der Friedlichen Revolution in der DDR am authentischen Ort kennenzulernen.Für junge Menschen bedarf es dazu besonderer Zugänge.

Die Projekttage am Lernort Stasi-Zentrale vermitteln in erster Linie Grundkenntnisse zum Verständnis des Apparats, zu den Menschen, die ihm dienten, und zu den Folgen für die Betroffenen. Im Mittelpunkt stehen dabei die inhaltliche und methodische Beschäftigung mit den Stasi-Unterlagen und die Erkundung des historischen Orts.

Blick von oben auf das Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale.Blick von oben auf das Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale. Quelle: Werner Huthmacher

Sein Zentrum ist "Haus 1". Hier hatte bis zum November 1989 der Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, seinen Sitz. Von hier aus verteidigte die Stasi als "Schild und Schwert der Partei" den Allmachtsanspruch der Staatspartei SED gegen die Menschen in der DDR.

Haus 1 mit dem Stasi-Museum

Nach der Besetzung der Stasi-Zentrale im Januar 1990 durch Bürgerrechtler eröffnete der Verein ASTAK e.V. am 7. November 1990 "Haus 1" als Forschungs- und Gedenkstätte. Die ehemalige Zentrale der DDR-Geheimpolizei wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dazu gehören Erich Mielkes Büro, die Arbeitsräume seiner engsten Mitarbeiter, ein großer Konferenzsaal und das Casino – ein Museum am authentischen Ort. In den Stockwerken darüber haben Opferberatungsstellen und Aufarbeitungsinitiativen ihre Büros.

Blick in die Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur"Blick in die neue Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" im Stasi-Museum Quelle: BStU / Kulick

Im Januar 2012 wurde "Haus 1" nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Im dortigen Stasi-Museum wird seit einem Bürgertag am 17. Januar 2015 eine neue Dauerausstellung von BStU und ASTAK e.V. gezeigt: "Staatssicherheit in der SED-Diktatur". Sie will bewusst machen, warum es den Menschen in der DDR so wichtig war, die Stasi zu entmachten. "Warum gab es die Stasi?", "Wie und wo agierte sie?" und "Wen nahm sie ins Visier" sind Leitfragen, zu denen es zahlreiche Dokumente und Erläuterungen gibt.

Beim Sturm auf die Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990. Ein Bürger demonstriert mit dem Hinweis auf den Fund einer Abhörwanze in seiner Wohnung. "Am 3. Januar 1989 im Wohnzimmer abmontiert: Wanze hinter einer Holzverkleidung".Beim Sturm auf die Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990. Ein Bürger demonstriert mit dem Hinweis auf den Fund einer Abhörwanze in seiner Wohnung. "Am 3. Januar 1989 im Wohnzimmer abmontiert: Wanze hinter einer Holzverkleidung". Quelle: Holger Kulick

Im Stasi-Museum gelten folgende Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Montag - Freitag: 10 - 18 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 12 - 18 Uhr
Eintritt für Einzelbesucher: 6 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro, Schüler: 3 Euro. Für Gruppen ab zehn Personen gibt es Ermäßigung.

Weitere Informationen zur Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" und zum Stasi-Museum.

Haus 22

Das ehemalige Offizierscasino des MfS dient als Veranstaltungsort für Podiumsdiskussionen und Wechselausstellungen von ASTAK e.V. und BStU. Zuletzt gezeigt wurden die umfangreiche Wanderausstellung des Leipziger Bürgerkomitees "Die Friedliche Revolution in Leipzig" und die Wanderausstellung "Lernt Polnisch!" über Solidarnosc-Sympathisanten in der DDR.

Der Veranstaltungsort:  Haus 22 auf dem so genannten Feldherrenhügel in der NormannenstraßeDer Veranstaltungsort: "Haus 22" auf dem so genannten Feldherrenhügel in der Normannenstraße, wo sich bis 1990 ein Offizierscasino der DDR-Geheimpolizei befand. Quelle: BStU / Kulick

Stasi-Archiv

Wenige Schritte entfernt befindet sich in "Haus 7" das Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde. Hier lagern jene Akten, Video- und Tondokumente, die Bürgerrechtler nach der Erstürmung des Geländes 1990 vor der Vernichtung durch die Stasi retten konnten. Angemeldete Schulklassen können das Archiv während eines Projekttages kennen lernen. Regelmäßig bieten wir hier auch öffentliche Führungen, an denen jeder Interessierte teilnehmen kann.

Volle Regale im Berliner Stasi-Unterlagen-ArchivBlick ins Stasi-Unterlagen-Archiv: 111 Akten-Kilometer Diktaturgeschichte Quelle: BStU / Kulick

Projektwerkstatt

Oberhalb von Mielkes früherem Büro in "Haus 1" arbeitet das Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde. Hier gibt es Seminarräume für Schulklassen, ausgestattet mit einem interaktiven Whiteboard. Nach einem Einstieg ins Thema DDR-Staatssicherheit können Sie von hier aus "Haus 1" entdecken, sich durch das Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde führen lassen oder das Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale kennen lernen. In der Projektwerkstatt finden auch Kooperationsveranstaltungen mit anderen Anbietern außerschulischer Bildungsarbeit statt. Eines dieser Projekte lautet: Stasi-Repression konkret - Zwei historische Orte in Berlin an einem Tag

Eindrücke von einem Schülertag
   
Besucher besichtigen das ehemalige Büro von Stasi-Chef Erich Mielke in "Haus 1".

Besucher besichtigen das ehemalige Büro von Stasi-Chef Erich Mielke in "Haus 1". Quelle: BStU / Dresen

Eine Besuchergruppe lässt sich an einem Modell im Foyer von "Haus 1" den Aufbau der Stasi-Zentrale erklären.

Eine Besuchergruppe lässt sich an einem Modell im Foyer von "Haus 1" den Aufbau der Stasi-Zentrale erklären. Quelle: BStU / Dresen

Zwei Schülerinnen betrachten Regalreihen voller Akten im Stasi-Archiv.

Zwei Schülerinnen betrachten Regalreihen voller Akten im Stasi-Archiv. Quelle: BStU / Dresen

Eine Gruppe von Schülern während einer Führung durch das Stasi-Archiv.

Eine Gruppe von Schülern während einer Führung durch das Stasi-Archiv. Quelle: BStU / Dresen

Schüler in der Projektwerkstatt der Stasi-Unterlagen-Behörde in "Haus 1".

Schüler in der Projektwerkstatt der Stasi-Unterlagen-Behörde in "Haus 1". Hier bieten wir Ihnen Seminare, Vorträge und Projektarbeit an. Quelle: BStU / Dresen

Schüler während eines Gesprächs mit Zeitzeugen in der Projektwerkstatt in "Haus 1".

Schüler während eines Gesprächs mit Zeitzeugen in der Projektwerkstatt in "Haus 1". Quelle: BStU / Dresen

Schülerinnen während eines Schülerprojekttages zum 15. Januar, der Erstürmung der Stasi-Zentrale durch DDR-Bürger.

Schülerinnen während eines Projekttages zum 15. Januar, der Erstürmung der Stasi-Zentrale durch DDR-Bürger. Wir bieten Klassen die Möglichkeit, während solcher Tage die Geschichte der Stasi am authentischen Ort kennenzulernen. Quelle: BStU / Dresen

Schulklassen bieten wir hier:

  • Projektarbeit für die Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs,
  • Projektarbeit mit didaktisch aufbereiteten Stasi-Quellen,
  • Projektarbeit im ehemaligen Zentralarchiv der Staatssicherheit,
  • Führungen durch das ehemalige Zentralarchiv der Staatssicherheit.

Verkehrsanbindung

Die ehemalige Stasi-Zentrale befindet sich in Berlin-Lichtenberg in der Ruschestraße. Die nächste U-Bahnstation ist die Magdalenenstraße (Linie U5 vom Alexanderplatz aus). Die nächste S-Bahn-Station ist die Frankfurter Allee, die über die Berliner Ringbahn gut zu erreichen ist. Das Stasi-Museum befindet sich auf dem Gelände in "Haus 1". Treffpunkt für Führungen durch das Stasi-Archiv ist vor "Haus 7".

Lageplan "Haus 1" in der Ruschestraße in BerlinSo finden Sie das Stasi-Museum in "Haus 1", das Archiv in "Haus 7" und den Veranstaltungssaal in "Haus 22". Zugänge zum ehemaligen Stasi-Gelände gibt es von der Frankfurter Allee, von der Ruschestraße und der Normannenstraße aus. Quelle: BStU / Agentur Pralle Sonne

Über die weitere Planung des Geländes als zukünftiger "Campus für Demokratie" informiert die Broschüre Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm  Campus für Demokratie - eine Ideenskizze (PDF, 2MB, Datei ist barrierefrei ⁄ barrierearm)

Bildungsangebote in der Region

In den Außenstellen der Stasi-Unterlagen-Behörde stehen Bildungsorte ganz unterschiedlicher Art zur Verfügung, von Informations- und Dokumentationszentren über dauerhafte Ausstellungen bis hin zu den Gedenkorten in Frankfurt/O. und Rostock. Weitere Informationen zu den Bildungsangeboten der Außenstellen des BStU finden Sie unter der Rubrik "In der Region".

Kooperationen

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer bietet das Bildungsteam ein ganztägiges Exkursionsprogramm zum Thema Tunnelflucht an. Auch mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen kooperieren wir, indem Programmpunkte nach Absprache aufeinander abgestimmt werden können.

Teilnehmende im Freiwilligen Sozialen Jahr, Diakonie HannoverTeilnehmende im Freiwilligen Sozialen Jahr, Diakonie Hannover Quelle: BStU

Blick in den Zellentrakt der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt

Dokumentations- und Gedenkstätte

in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock

Aktuelle Informationen zur Sanierung der Gedenkstätte: Gegenwärtig laufen die Planungen und Ausschreibungen für die Sanierung. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich ab September 2017. Dies wird mit einer längeren Schließung der Gedenkstätte verbunden sein. Der letzte Öffnungstag ist Samstag, der 26. August 2017.

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Die Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft"

Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft"

In der Gedenkstätte werden die Schicksale von Menschen dokumentiert, die durch ihre politische Überzeugung, ihren Glauben, ihrer Herkunft oder einfach nur auf Verdacht zum Opfer der Strafjustiz wurden. Dabei wird die Zeit des "Dritten Reiches", der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED-Herrschaft dargestellt.

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Staatssicherheit in der SED-Diktatur

Die Dauerausstellung im Berliner Stasi-Museum informiert über die DDR-Geheimpolizei.

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"Ein Volk unter Verdacht"

Was war die Stasi? Welche Bedeutung hatte sie für die Diktatur der SED? Diesen und weiteren Fragen geht der Film "Ein Volk unter Verdacht" nach. Er ist jetzt kostenlos online abrufbar und für Schüler aller Schultypen ab der 9. Klasse geeignet.

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Die Bibliothek der Stasi-Unterlagen-Behörde

Die Bestände der Bibliothek können werktags von allen Interessierten vor Ort genutzt werden.

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