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Leihausstellungen

Kostenloser Entleih von Ausstellungen zum Thema Staatssicherheitsdienst in der DDR

Die Leihausstellungen des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen möchten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Repressionen durch das Ministerium für Staatssicherheit und der Teilung Deutschlands beitragen. Bewegende Bilder, authentische Dokumente aus unseren Archiven und eingängige Texte bringen die verschiedenen Facetten dieser Themenkreise direkt zu Ihnen vor Ort.

In insgesamt zehn Außenstellen der Stasi-Unterlagenbehörde finden Sie ein breites Spektrum an allgemeinen und sehr speziellen Informationen für Schulen, öffentliche Gebäude und Orten mit Publikumsverkehr. Die Ausstellungen können kostenlos entliehen und sind über den jeweils aufgeführten Ansprechpartner zu ordern.

20 Jahre Aufbruch 1989

Tage der Erinnerung im Schweriner Dom

Siegerplakat von Daniela Scharffenberg

Mit den Rufen "Wir sind das Volk" und "Keine Gewalt" brachten hunderttausende Menschen das SED-Regime im Herbst 1989 zu Fall. Diese Ausstellung ist das Ergebnisse eines gemeinsamen Plakatwettbewerbs des BStU und der Domgemeinde an der Design Schule Schwerin. Sie erinnert an den Beginn der Montagsdemonstrationen in Schwerin am 23. Oktober 1989.

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Aktion "Lupe"

Die Stasi und die Zeiss-Werke in Jena

Montagehalle einer Feinmesswerkstatt des Jenaer Zeiss-Werkes 1956

1953 führte das Ministerium für Staatssicherheit eine geheime Operation gegen das Carl Zeiss Werk durch. Die Operation lief unter dem Decknamen "Lupe". 15 leitende Mitarbeiter der Firma mussten sich einem Schauprozess stellen. Einzelne Biographien verdeutlichen, welche menschlichen Schicksale hinter durch die Aktion geschaffen wurden.

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Demokratie Versprühen

Auseinandersetzung mit der Geschichte per Spraydose

Gewinner von "DemokratieVersprühen" vor ihren Bildern

Lust machen auf Geschichte, Politik und Kultur: Das Projekt "Demokratie Versprühen" rief zum 20. Jubiläum der friedlichen Revolution junge Menschen auf, die jüngste deutsche Vergangenheit zu erkunden. Das sachsenweite Projekt fand in Leipzig, Dresden, Bautzen, Chemnitz und Plauen statt. Die Leihausstellung umfasst alle Siegerbilder der regionalen Vorentscheide des Projekts.

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Die Botschaftsflüchtlinge auf ihrer Fahrt von Prag nach Hof

Herbst 1989 - Die friedliche Revolution und das Ende der Staatssicherheit

Brücke an der Strecke des Flüchtlingszuges im Bezirk Dresden. "Freiheit für alle" haben Demonstranten als Parole darauf geschrieben.

Mit der Besetzung der bundesdeutschen Botschaften in Warschau, Prag sowie der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin Ende September 1989 versuchten zahlreiche DDR-Bürger ihre Ausreise zu erzwingen. Ihr Plan ging auf: Bereits am 1. Oktober rollten die ersten Sonderzüge über Dresden und Karl-Marx-Stadt ins bayrische Hof. Die Ausstellung dokumentiert neben der Zugfahrt der Flüchtlinge die politische Situation im Herbst 1989 in der DDR und die Rolle der Stasi.

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Die Arbeit am Feind

Der Bürger im Visier der Stasi

Einblick in die Wanderausstellung "Die Arbeit am Feind ..."

Überall im Land sah das MfS Feinde, ob Jugendliche, Arbeiter, Kirchenvertreter, Lehrer oder sogar die Polizei. Minister Erich Mielke forderte von seinen Mitarbeiter "am Feind zu arbeiten und ihn aufzudecken". Wie die Methoden dieser Arbeit aussahen, zeigt die Ausstellung und informiert über deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen speziell in den ehemaligen Bezirken Frankfurt (Oder) und Cottbus.

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Die "Firma" im Betrieb

Stasi in der Volkswirtschaft

Umriss vom ehemaligen Bezirk Magdeburg mit den Produktionsschwerpunkten

Für die in der DDR herrschende SED war der "Schutz der Volkswirtschaft" ein wesentlicher Aspekt der Machtsicherung. Dem Ministerium für Staatssicherheit fiel die Aufgabe zu, die politische Zuverlässigkeit des Leitungspersonals und der Beschäftigten zu gewährleisten. Aus diesem Blickwinkel analysierte die Stasi auch die erreichten Wirtschaftszahlen oder auftretende Probleme in der Produktion.

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Doppeltes Spiel

Fußball im Visier der Staatssicherheit

Fußballclub Karl-Marx-Stadt gegen den Berliner Fußballclub Dynamo (1986)

Fussball in der DDR - das ist nicht nur die Geschichte eines beliebten Volkssports. Für die SED-Führung und das MfS war er Teil der ideologischen Auseinandersetzung mit dem "Klassenfeind". So gerieten auch immer wieder Fussballer und ganze Mannschaften in den Fokus der ostdeutschen Geheimpolizei. Die Ausstellung dokumentiert das Ausmaß der Einflussnahme der Stasi auf den sächsischen Fussball und veranschaulicht dies mit einigen Einzelschicksalen.

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Eigentor!

Der F.C. Hansa Rostock und die Stasi

Einsatzplan des MfS im Ostseestadion

Für die Stasi war Fußball in Rostock ein "Sicherungsbereich". Das MfS überwachte die Mannschaft, den Verein und die Fans mit Inoffiziellen Mitarbeitern. SED und Stasi fürchteten nichts so sehr wie Spieler oder Trainer, die im Westen blieben und dort über Sportgeheimnisse, Trainingsmethoden oder Doping berichteten. Die Geheimdienstler verfügten sogar über Möglichkeiten Karrieren zu beenden.

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Eingesperrt …

Untersuchungshaft bei der Stasi in Frankfurt (Oder)

Ausstellungstafeln

Überwachungskameras, Sichtblenden an den Fenstern, Freigangkäfige und Mauern - das waren die Realitäten in der Untersuchungshaftanstalt (UHA) Frankfurt (Oder). Texte, Dokumenten, Fotos und Grafiken informieren über die Zustände im Stasi-Knast unter Einbeziehung von Einzelschicksalen. Die insgesamt 16 Ausstellungstafeln sind mehrsprachig gestaltet und werden in englisch und polnisch angeboten.

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Fußball für die Stasi

Der Berliner Fußball-Club Dynamo

Erich Mielke auf einer Sportveranstaltung der Sportvereinigung Dynamo, 1970 (Montage)

Der BFC Dynamo war einer der erfolgreichsten Fußballvereine der DDR-Oberliga. Zehnmal in Folge errang er den Titel des Fußballmeisters der DDR. Trotz dieser Erfolge war der BFC in der DDR nicht sehr beliebt.

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Grau in Grau

Die Umweltsituation im Bezirk Leipzig - die Stasi und der "Grüne Feind"

"Max Reimann" Gaskokerei Leipzig,1973 (Stilllegung 1977)

Ende der 80er Jahre war der katastrophale Zustand der Umwelt, insbesondere in den industriell geprägten Südbezirken der DDR, nicht zu übersehen. Schadstoffbelastete Luft, verschmutzte Gewässer, sterbender Wald, Raubbau an der Natur durch den Aufschluss weiterer Braunkohletagebaue führten in einigen Kreisen des Bezirkes Leipzig zu fast irreparablen Schäden an der Natur.

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Grenzgebiet

Zwischen Rehna und Cumlosen, an Elbe und Schaalsee

Grenzsperr- und Signalzaun

Im ehemaligen Bezirk Schwerin war die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland 190 km lang. Bis Ende der 80er Jahre flossen sehr große finanzielle Mittel in den Ausbau, wourch Fluchten immer schwieriger wurden. Anhand von Fotos und Dokumenten beleuchtet diese Ausstellung die Rolle der Stasi an der innerdeutschen Demarkationslinie und regt zur Auseinandersetzung mit dem SED-Regime an.

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Hoffnungsträger oder Staatsfeind?

DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee

Jubelnde junge Menschen auf dem Ernst-Thälmann-Platz in Rostock, im Hintergrund die Marienkirche

Mitmachen, Anpassen oder Aufbegehren? Die Staatspartei SED versuchte, junge Menschen von Kindesbeinen an ideologisch zu erziehen und ins politische System einzubinden. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen. Die Ausstellung beschreibt dieses Spannungsfeld und zeigt Beispiele für das Handeln des MfS gegenüber Jugendlichen.

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Im Fokus der Staatssicherheit

Willy Brandt in Erfurt

Willy Brandt und Willi Stoph am 19. März 1970 in Erfurt beim ersten deutsch-deutschen Gipfel

Am 19. März 1970 trafen Willy Brandt und Willi Stoph im Rahmen des ersten deutsch-deutschen Gipfels in Erfurt zusammen. Während sich die westdeutsche Seite eine Verbesserung der deutsch-deutschen Beziehungen erhoffte, ging es für die DDR-Funktionäre um internationale Beachtung. Die Ausstellung widmet sich den Aktivitäten der Staatssicherheit im Umfeld des Treffens. Das MfS war für den störungsfreien Ablauf der Veranstaltung verantwortlich. Mit unzähligen Fotos wurde unfreiwillig die Begeisterung der Bevölkerung für Gast eingefangen.

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Kaderschmiede Sport

Kinder- und Jugendsportschulen im Fokus der Staatssicherheit

Dagmar Kersten beim Wettkampf im Gespräch

Der lange Arm des MfS machte auch nicht vor den Kinder- und Jugendsportschulen halt. Die Stasi beeinflusste Unterricht, Training und gesundheitliche Betreuung. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Kinder- und Jugendsportschulen "Dr. Richard Sorge" in Altenberg und "Arthur Becker" in Dresden. Beachtung findet dabei auch der Einsatz von Doping.

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Kämpfen an der Seite der Genossen

Die Frauen der Staatssicherheit

Ehrung des Leiters der Hauptabteilung IX (Strafverfolgung), Rolf Fister, durch seine Mitarbeiterinnen anlässlich seiner Ernennung zum Generalmajor, Berlin-Höhenschönhausen, 8. Februar 1978

Für das Ministerium für Staatssicherheit spielten Frauen auf drei Ebenen eine Rolle: als Partnerin, als Inoffizielle Mitarbeiterin und als Hauptamtliche. Zuletzt versahen etwa 13.500 Frauen ihren Dienst in der Uniform der Staatsicherheit.

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"Lernt Polnisch"

Solidarność, die DDR und die Stasi

Stasi-Foto zur Beweissicherung: Schriftzug auf der Straße "Macht es wie die Polen"

Die Ausstellung zeigt anhand von Stasi-Unterlagen, wie die Geheimpolizei pro-polnische – also "feindlich-negative" – Haltungen verfolgte und versuchte, Solidarität mit der Bewegung zu unterbinden.

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MfS und Schule

Jugendliche im Fokus der Stasi

Jugendliche im Fokus der Stasi

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht die Erziehung "zu sozialistischen Persönlichkeiten" im Schulsystem der DDR. Anhand von Schriftstücken und Überwachungsfotos wird die Rolle der Stasi in der SED-Jugendpolitik deutlich. Dabei wird die Strategie zur Werbung von Inoffiziellen Mitarbeitern unter Lehrern und Schülern deutlich. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung, wie das MfS versuchte jugendpsychologische Erkenntnisse zu nutzen, um Bindungen zu Jugendlichen zu festigen. Konkrete Beispiele und MfS-Akten ermöglichen einen leichten Zugang zu den einzelnen Themen.

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Postgeheimnis?

Die Stasi und die Cottbuser Briefe

Anlage zum maschinellen Öffnen von Briefen

Kein Aufwand war zu groß, um die Gedanken des Volkes auszuspionieren. Das MfS entwickelte ein technisch und logistisch ausgeklügeltes System, um die private Kommunikation der DDR-Bürger zu überwachen. Die Ausstellung dokumentiert das ganze Ausmaß der Postkontrolle durch das MfS im ehemaligen Bezirkes Cottbus anhand von Akten, Dokumenten und Fotos.

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Stasi im Ostseeraum

Aktenbeispiele aus der ehemaligen Bezirksverwaltung Rostock

Selbstgebauter Schwimmkörper für eine geplante Ostseeflucht

Wie die Stasi im früheren Ostseebezirk und in angrenzenden Regionen arbeitete und welche Folgen sich daraus für die Betroffenen ergaben, zeigt diese Ausstellung. An Hand konkreter Beispiele wird die Arbeitsweise der Geheimpolizei veranschaulicht. Hierzu wurden vor allem Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung Rostock des MfS ausgewertet.

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Stasi Ohn(e)Macht

Die Auflösung der DDR-Geheimpolizei

Demonstranten vor der Bezirksverwaltung des MfS in Gera am 4. Januar 1990

1989: Immer mehr wächst der Widerstand der DDR-Bevölkerung gegen die SED-Herrschaft. Der lang angestaute Unmut mündet schließlich in der Friedlichen Revolution. Ein Meilenstein ist dabei die Entmachtung der Stasi, die als "Schild und Schwert der Partei" jahrzehntelang die Existenz des SED-Regimes gesichert hatte. Die Ausstellung dokumentiert anhand zeitgenössischer Fotos den erfolgreichen Widerstand der DDR-Bevölkerung gegen das SED-Regime und seine Geheimpolizei. Sie richtet die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Ereignisse vor Ort.

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Stasi. Was war das?

Die Ausstellung der Stasi-Unterlagen-Behörde für Schulen

Bild des Titelplakats der Ausstellung

13 Themenposter zeigen ausgewählte Lebensbereiche der DDR, beleuchten das Wirken der DDR-Staatssicherheit darin und bei zentralen Ereignissen. Sie informieren auch über die Methoden der Geheimpolizei und ihre Hinterlassenschaften nach 1990.

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Überwachen. Verängstigen. Verfolgen.

Stasi. Die Geheimpolizei der DDR

Observationsfoto der Staatssicherheit, Motiv: Menschengruppe vor der Erlöserkirche

Die Stasi war ein wichtiges Machtinstrument der Staatspartei SED und verfügte als Geheimpolizei, Ermittlungsbehörde und Nachrichtendienst über weitreichende Befugnisse. Wer in das Visier des MfS geriet, wurde verfolgt und hart bestraft. Fünf Themenbereiche und fünf Einzelschicksale verdeutlichen die Auswirkungen auf die Bevölkerung der DDR.

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Zwischen Aufbegehren und Anpassen

Jugend in der DDR

Punker in der DDR

Jugendliche genossen in der DDR einen besonderen Stellenwert. Gerade deshalb verlangte das Regime ihr vor allem Anpassung. Doch trotz totaler Überwachung gelang es dem MfS nicht, die Entstehung oppositioneller Gruppen zu verhindern. Die Stasi versuchte dem mit Zersetzung, Inhaftierung und dem Einschleusen von Inoffiziellen Mitarbeitern entgegen zu treten. Fotos und Dokumente belegen und veranschaulichen das Wirken der Staatssicherheit.

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