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Sputnik-Verbot

Die Monatszeitschrift Sputnik, Digest der sowjetischen Presse, wurde seit 1967 von der sowjetischen Nachrichtenagentur Nowosti in mehreren Sprachen herausgegeben. Das Zielpublikum waren vor allem Leser im sozialistischen und westlichen Ausland. Seit den späten 80er Jahren schrieb der Sputnik (russisch für Begleiter) auch über Gorbatschows Reformpolitik und frühere Tabuthemen aus der Stalinzeit. Das hatte ihm auch in der DDR eine wachsende Zahl von Lesern eingebracht. Darunter waren auch viele SED-Mitglieder, die an Glasnost und Perestroika interessiert waren.

Titelbild des Sputnik-Sonderhefts aus dem Oktober 1989. Die Ausgabe sammelte nach dem Ende des Verbots die besten Artikel der Ausgaben, die die DDR-Bürger seit Oktober 1988 verpasst hatten.Titelbild des Sputnik-Sonderhefts aus dem Oktober 1989. Die Ausgabe sammelte nach dem Ende des Verbots die besten Artikel der Ausgaben, die die DDR-Bürger seit Oktober 1988 verpasst hatten. Quelle: BStU

Proteste gegen das Verbot in der gesamten DDR

Doch das Verbot durch den Staatsratsvorsitzenden im November 1988 provozierte in Ost-Berlin und der gesamten DDR Proteste. Die Stasi ermittelte auch in diesem Falle landauf und landab die Stimmungslage und Meinungen in der Bevölkerung, vielfach durch Inoffizielle Mitarbeiter (IM).

Das Sputnik-Verbot reiht sich ein die Kette der Ereignisse, die in der BStU-Chronik "Vorabend der Revolution" dargestellt sind. Den Kontext von Perestroika und Glasnost sowie zahlreiche Dokumente zu Protesten und Reaktionen, vor allem auch unter regimetreuen Bürgern und sogar Mitarbeitern des MfS, stellt der Artikel zum Sputnik-Verbot detailreich dar.

Pressesprecherin

Dagmar Hovestädt

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