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Pressemitteilung
des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU)
Erscheinungsdatum 21.02.2012
Film und Diskussion
„Vaterlandsverräter“ – Verdammt in alle Ewigkeit?
Über das Leben nach dem Verrat als Stasi-Spitzel
„…Ich habe kein Gewissen und ich habe keine Moral. Jedenfalls nicht Eure.“ So eröffnet Paul Gratzik im Dokumentarfilm „Vaterlandsverräter“ die Frage nach den Folgen seines Verrats für die Freunde, über die er bei der Staatssicherheit berichtet hat.
Arbeiterdichter. Gigolo. Stasi-Spitzel. Einsiedler. Paul Gratzik hat viele Gesichter. Die Filmemacherin Annekatrin Hendel hat daraus ein intimes Psychogramm des Scheiterns gemacht. Gratziks Geschichte ist Ausgangspunkt für das Gespräch über das Leben nach dem Verrat – nach dem Film diskutieren Annektarin Hendel und Paul Gratzik mit dem Bundesbeaufragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, und dem inoffiziellen Mitarbeiter (IM Peter) der Stasi und späteren Verfolgten der SED-Diktatur (OV Verräter) Wolfgang Templin.
Zeit:
27. Februar 2012, 19.30 Uhr
Ort:
Babylon Kino MitteRosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin
Diskussion:
Annekatrin Hendel, Regisseurin „Vaterlandsverräter“Paul Gratzik, Protagonist „Vaterlandsverräter“
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Wolfgang Templin, IM und Verfolgter der SED-Diktatur, heute Heinrich-Böll-Stiftung Warschau
Moderation: Christhard Läpple, ZDF aspekteDer Eintritt ist frei.
Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin des BStU
