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Pressemitteilung

des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU)

Erscheinungsdatum 20.02.2008

Terminhinweis/Podiumsdiskussion

DDR-Entwicklungshilfe für Kuba

Die Zusammenarbeit des MfS mit dem Ministerium des Innern Kubas

Die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) und das Osteuropa-Zentrum Berlin laden am 21. Februar 2008 ins Berliner Rathaus ein zu einem Podiumsgespräch über die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatsicherheit der DDR (MfS) mit dem Ministerium des Innern Kubas.

Seit fast 50 Jahren werden Kubaner wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte von der Geheimpolizei verfolgt und willkürlich inhaftiert. Die Compañeros des kubanischen Geheimdienstes stützen sich bei ihren Aktionen gegen Dissidenten noch heute auf die Erfahrungen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Das MfS war maßgebend am Aufbau des kubanischen Unterdrückungsapparates beteiligt, der mit den übernommenen Mitteln und Methoden die Opposition in Kuba nieder hält. Kubanische Sicherheitskräfte erhielten in der DDR Spezialausbildungen. Gemeinsam operierten die Geheimdienste Kubas und der DDR in Mittelamerika und Afrika.

Welche "spezifischen Erfahrungen" transferierten die Genossen des MfS zur Verfolgung und Unterdrückung oppositioneller Kräfte nach Kuba? Welche geheimen Aktivitäten wickelte die Stasi über die kubanische Botschaft in Ost-Berlin ab? Diese bis in die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Situation Kubas hineinreichenden Fragen werden Gegenstand der Diskussion sein.

Impulsvortrag:

  • Dr. Jochen Staadt, Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin

Podium:

  • Dr. Jochen Staadt
  • Jorge Luis Garcia Vazquez, Zeitzeuge
  • Boris Luis Santa Coloma Rodriguez, freier Journalist

Moderation:

  • Dr. Bernd Florath, BStU

Zeit:

  • Donnerstag, 21. Februar 2008, 19.00 Uhr

Ort:

  • Berliner Rathaus (S-Bhf. Alexanderplatz)
    Rathausstraße 15, R. 337 (Eingang: Jüdenstraße)
    10178 Berlin-Mitte

Andreas Schulze
Pressesprecher der BStU
(Tel. 030 2324 - 7171)

Detlef W. Stein
Institutsleiter des Osteuropa-Zentrums Berlin
(Tel. 030 9939316)