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Die Stasi-Unterlagen-Behörde

Was ist die Stasi-Unterlagen-Behörde?
Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) sichert und verwaltet die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR und macht sie auf Basis des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) jedem zugänglich.

Die Behörde hat ihren Hauptsitz in Berlin und verfügt über zwölf Außenstellen in den ehemaligen Bezirksstädten der DDR. Sie gehört zum Geschäftsbereich des Beauftragten für Kultur und Medien (BKM).

Aufgaben
Neben der Verwahrung und Sicherung des Archivbestandes ist es eine vorrangige Aufgabe der Stasi-Unterlagen-Behörde Betroffenen Zugang zu den Akten zu ermöglichen, damit sie ihr Schicksal aufklären können (Paragraf 1 des StUG).

Auch Wissenschaftlern und Journalisten, die zur historischen und politischen Aufarbeitung der DDR-Diktatur beitragen wollen, werden die Stasi-Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Auf Ersuchen öffentlicher oder nicht öffentlicher Stellen übermittelt die Behörde Informationen aus den Akten zu Personen im öffentlichen Dienst oder in herausgehobener gesellschaftlicher Position. Mit einer Auskunft werden Hinweise in den Akten auf eine frühere Zusammenarbeit mit dem MfS mitgeteilt. Über mögliche Konsequenzen aus dieser Auskunft entscheidet der Ersuchende. Die Behörde erstellt auch Mitteilungen, die für die Zwecke der Rehabilitierung, Wiedergutmachung, Strafverfolgung und Gefahrenabwehr sowie zu Rentenangelegenheiten verwendet werden

Die Öffentlichkeit über Struktur, Methoden und Wirkungsweise des MfS zu unterrichten, ist ebenfalls eine gesetzlich verankerte Aufgabe der Behörde. Sie kommt dieser durch eigene Forschung, Ausstellungen, Veranstaltungen sowie Bildungsangebote für Schulen nach.

Chronik

  • Winter 89/90:
    Besetzung der Stasi-Dienststellen und zuletzt der Berliner Stasi-Zentrale in der DDR.
  • Oktober 1990:
    Joachim Gauck wird zum Sonderbeauftragten für die Stasi-Unterlagen  ernannt.
  • Dezember 1991:
    Das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) tritt in Kraft, Joachim Gauck ist nun "Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik".
  • Januar 1992:
    Erste Akteneinsicht für Bürgerinnen und Bürger.
  • September 2000:
    Der Bundestag wählt Marianne Birthler zur Bundesbeauftragten.
  • Januar 2011:
    Der Bundestag wählt Roland Jahn zum Bundesbeauftragten.
  • Dezember 2011:
    Die 8. Novellierung des StUG tritt in Kraft.

Was und in welchem Umfang befindet sich in den Archiven des BStU?

  • Schriftgut: 111 Regal-Kilometer (ca. 887 Millionen Blätter)
  • Fotos, Negative und Dias: 1,8 Millionen
  • Film-, Video- und Tondokumente: 30.000
  • In ca. 4.500 Karteien: rund 39 Millionen Karteikarten
  • Verfilmtes Schriftgut: umgerechnet 47 Regal-Kilometer
  • Zerrissenes Material: 15.500 Säcke
  • Disketten, Magnetplatten und -bändern: mehr als 10.000

Wie viele Anträge wurden gestellt? (von 1991 bis Ende 2015)

  • Anträge und Ersuchen: 7,04 Millionen
  • Anträge von Bürgern auf Einsicht in und
    Herausgabe von Unterlagen: 3,11 Millionen
  • Anträge von Journalisten und Wissenschaftlern: 30.456
  • Ersuchen zur Überprüfung von Mitarbeitern
    des öffentlichen Dienstes, zu Sicherheitsüberprüfungen
    und Rentenangelegenheiten: 3,39 Millionen
  • Ersuchen zu Fragen der Rehabilitierung,
    Wiedergutmachung, Strafverfolgung: 501.661

Pressesprecherin

Dagmar Hovestädt

Telefon: (030) 23 24-71 71
Fax: (030) 23 24-71 79
E-Mail: presse@bstu.bund.de

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