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Stasi im Ostseeraum

Aktenbeispiele aus der ehemaligen Bezirksverwaltung Rostock

Wesentliches Element einer Diktatur ist die Existenz eines Machtinstruments, das jegliche Opposition von vornherein unterbindet und Andersdenkende unterdrückt. Dieses Machtorgan war in der DDR das Ministerium für Staatssicherheit, kurz MfS oder Stasi genannt.

Wie dieser Apparat im früheren Ostseebezirk und in angrenzenden Regionen arbeitete und welche Folgen sich daraus für die Betroffenen ergaben, zeigt diese Ausstellung. An Hand konkreter Beispiele wird die Arbeitsweise der Geheimpolizei veranschaulicht. Hierzu wurden vor allem Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung Rostock des MfS ausgewertet.

Menschen auf der Kröpeliner Straße in Rostock (1980)Im Stasi-Visier: Menschen auf der Kröpeliner Straße in Rostock (1980) Quelle: BStU, MfS, BV Rostock. BdL Nr. 50

Dargestellt werden unter anderem:

  • die "Aktion Rose" (Enteignung der privaten Hotelbesitzer an der Ostseeküste),
  • die Zwangsaussiedlung aus dem westlichen Grenzgebiet des ehemaligen Bezirkes Rostock,
  • die Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft,
  • Fluchtversuche über die Ostsee,
  • Repressionen gegen "negativ-dekadente" Jugendliche und
  • der Umbruch im Herbst 1989.

Selbstgebauter Schwimmkörper für eine geplante OstseefluchtSelbstgebauter Schwimmkörper für eine geplante Ostseeflucht Quelle: BStU, MfS, BV Rostock, Abt. IX, Nr. 200

Ansprechpartner für die Ausstellung

Diese Ausstellung stellen wir Ihnen gern kostenlos zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Herrn Dr. Heinz unter:

BStU, Außenstelle Rostock
Straße der Demokratie 2
18196 Waldeck-Dummerstorf
Telefon: (03 82 08) 8 26-13 20
Fax: (03 82 08) 8 26-12 19
E-Mail: astrostock@bstu.bund.de