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Eigentor!

Der F.C. Hansa Rostock und die Stasi

Der DDR-Staatssicherheitsdienst wirkte auch auf den Fußballsport ein. So betrachtete die Stasi den Fußball als "Sicherungsbereich" und durchsetzte den Spielerkreis, die Vereinsleitung und die Fanclubs mit zahlreichen Inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Einsatzplan des MfS im OstseestadionEinsatzplan des MfS im Ostseestadion Quelle: BStU, Außenstelle Rostock

Spieler, Betreuer, Funktionäre und Fans sollten "unter Kontrolle" gehalten und jede politisch verdächtige Äußerung bzw. Aktivität gemeldet werden.

Im Blickpunkt standen vor allem die "Sportreisekader". SED und Stasi fürchteten nichts so sehr wie Spieler oder Trainer, die im Westen blieben und dort über Sportgeheimnisse, Trainingsmethoden oder Doping berichteten. "Sportverräter" sollten schon im Vorfeld erkannt und "aus dem Leistungssport herausgelöst" werden. Die Bespitzelung erstreckte sich auch auf den Verwandten- und Freundeskreis.

Auch die Anhänger des F.C. Hansa Rostock wurden permanent beobachtet. So genannte "feindlich-negative Fangruppen" sollten "zersetzt" werden. Dafür wurden auch IM aus dem Verein eingesetzt.

Die Ausstellung zeigt diverse Stasi-Berichte und Fotos, die u.a. die Überwachung von Fußballspielern oder den Einfluss der Stasi bei Spieleinsätzen darstellen. Ebenso sind Einsatzpläne vom Ostseestadion zu sehen, welche das Zusammenwirken von MfS-Mitarbeitern verschiedener Abteilungen, Stadion-Ordnern, FDJlern und Polizei dokumentieren.

Die Ausstellung besteht aus 9 Tafeln und 2 Säulen. Sie umfasst u.a. folgende Themen:

  • Verdecktes Spiel: Hansa, die SED und die Stasi
  • "Doppeltes Spiel": Die Inoffiziellen Mitarbeiter
  • Sicherungsobjekt Ostseestadion
  • Potentiell verdächtig: Die Fans
  • 1989: Hansakogge im Herbststurm

Ansprechpartner für die Ausstellung

Diese Ausstellung stellen wir Ihnen gern kostenlos zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Herrn Dr. Heinz unter:

BStU, Außenstelle Rostock
Straße der Demokratie 2
18196 Waldeck-Dummerstorf
Telefon: (03 82 08) 8 26-13 20
Fax: (03 82 08) 8 26-12 19
E-Mail: astrostock@bstu.bund.de