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Dokumentations- und Gedenkstätte

in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock

Aktuelle Informationen zur Sanierung der Gedenkstätte: Gegenwärtig laufen die Planungen und Ausschreibungen für die Sanierung. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Mai 2017. Dies wird mit einer längeren Schließung der Gedenkstätte verbunden sein. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald sich Änderungen im Ablauf ergeben.

In der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Rostock befindet sich heute eine Dokumentations- und Gedenkstätte. In den Jahren von 1960 bis 1989 durchlebten rund 4900 Untersuchungshäftlinge leidvolle Wochen und Monate. Sie waren vorwiegend aus politischen Gründen verhaftet worden.

Die Untersuchungshaftanstalt wurde von 1958-1960 in der Rostocker Innenstadt gebaut. Sie war von Bürogebäuden der Staatssicherheit umgeben und lag somit abgeschirmt von der Außenwelt.

In den etwa 50 Zellen konnten 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Bis 1989 durchlebten rund 4900 Untersuchungshäftlinge leidvolle Wochen und Monate. Sie waren vorwiegend aus politischen Gründen verhaftet worden. Viele wollten selbst über ihr Leben bestimmen und hatten versucht, aus der DDR zu fliehen. Andere hatten Kritik an den politischen Verhältnissen geäußert.

Blick in den Zellentrakt der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-AnstaltBlick in den Zellentrakt der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt Quelle: BStU / Heinz

Psychischer Druck bei den Vernehmungen, die Haftbedingungen, Angst und Ungewissheit führten nicht selten dazu, dass die Häftlinge zusammenbrachen. In den Verhören wurden sie zu Geständnissen genötigt, die in den folgenden Schein-Gerichtsverfahren gegen sie verwendet wurden.

In der Dokumentations- und Gedenkstätte können die Besucherinnen und Besucher den Zellentrakt und die Originalzellen besichtigen. Bei Führungen sind auch der "Freihof", die "Dunkelzellen" und ein Gefangenentransportwagen zu sehen.

Eindrücke aus der Dokumentations- und Gedenkstätte
   
Blick in den Zellentrakt der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt

Blick in den Zellentrakt der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt Quelle: BStU Rostock

Riegel einer Zellentür in der Gedenkstätte.

Riegel einer Zellentür in der Gedenkstätte. Quelle: BStU Rostock

Blick durch die Essenklappe in eine Zelle

Blick durch die Essenklappe in eine Zelle Quelle: BStU Rostock

Türschloss

Türschloss Quelle: BStU Rostock

Original-Zelle

Original-Zelle Quelle: BStU Rostock

Blick aus einer Zelle auf die geschlossene Tür.

Blick aus einer Zelle auf die geschlossene Tür. Quelle: BStU Rostock

Freihof der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt

Freihof der Rostocker Stasi-Untersuchungshaft-Anstalt Quelle: BStU Rostock

Dunkelzelle

Dunkelzelle Quelle: BStU Rostock

Blick durch die Essenklappe in eine Zelle

Blick durch die Essenklappe in eine Zelle Quelle: BStU Rostock

Gefangenentransportwagen

Gefangenentransportwagen Quelle: BStU Rostock

Eine ständige Ausstellung informiert über den DDR-Staatssicherheitsdienst als wichtigste innere Stütze der SED-Herrschaft und über die Bedingungen in der Untersuchungshaftanstalt. Es werden Mittel und Methoden der Staatssicherheit und deren Wirkung auf Betroffene dargestellt. Berichte von Zeitzeugen, Dokumente in Schrift, Bild und Ton, Abhörtechnik, "Geruchsproben", Postkoffer und Knebelketten veranschaulichen die Praktiken der Stasi.

Von Zeit zu Zeit ergänzen Sonderausstellungen zu Themen der DDR-Geschichte das Angebot. Eine Ausstellung in der dritten Etage des Zellentraktes thematisiert die Fluchten von DDR-Bürgern über die Seegrenze: Über die Ostsee in die Freiheit.

Weitere Angebote

Der weitgehend authentische Ort und die Ausstellung bieten eine gute Basis für Projektunterricht und handlungsorientierte Führungen für Schülergruppen zu verschiedenen zeitgeschichtlichen Themen.

Folgende Angebote halten wir außerdem für Sie bereit:

  • ein breites Angebot von Film- und Tondokumenten zum Thema Staatssicherheit
  • Beispielakten zur Tätigkeit der Stasi
  • Informationen zu möglichen Forschungsanträgen und Angeboten der politischen Bildung
  • Materialien für den Unterricht

Vor Ort bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einen Antrag zur privaten Akteneinsicht zu stellen und beraten Sie zu den Möglichkeiten von Rehabilitierung und Wiedergutmachung

Der Eintritt ist frei.

Eine wissenschaftliche Studie über die Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock ist im Rahmen der Publikationsreihe "BF-informiert" erschienen. Hier finden Sie Informationen zum Inhalt, zur Bestellmöglichkeit sowie einen Link zum Download.

Die Dokumentations- und Gedenkstätte ist im Internetportal über die Orte der Repressionen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR (www.orte-der-repression.de) vertreten.

Standort:

  • Dokumentations- und Gedenkstätte
    in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock
    Hermannstraße 34b (Eingang gegenüber Supermarkt)
    18055 Rostock
    Telefon: (03 81) 4 98-56 51 / -56 52
    Fax: (03 81) 4 98-56 50
    E-Mail: dug-rostock@bstu.bund.de

Öffnungszeiten:

  • März bis Oktober
    Dienstag - Freitag: 10 - 18 Uhr
    Sonnabend: 10 - 17 Uhr
  • November bis Februar
    Dienstag - Freitag: 9 - 17 Uhr
    Sonnabend: 10 - 17 Uhr
  • sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen

Führungen:

  • Öffentliche Führungen: Mittwoch und Sonnabend 14 Uhr
  • Gruppen ab 10 Personen und Führungen nach Voranmeldung
  • Führungen in englischer Sprache nach vorheriger Vereinbarung
  • Leider kein behindertengerechter Zugang.

Lageplan

Lageplan der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Staatssicherheitsdienstes in Rostock (Übersicht); Nachweis: BKG

Lageplan der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Staatssicherheitsdienstes in Rostock  (Detailansicht)Lageplan der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Staatssicherheitsdienstes in Rostock Quelle: BKG

Erreichbarkeit

zu Fuß
aus Richtung Stadtzentrum (Kröpeliner Straße/Universitätsplatz) kommend (etwa 8 Minuten)

  • vom Universitätsplatz in die Schwaansche Straße einbiegen
  • durch die Schwaansche Straße bis zur Kreuzung mit der August-Bebel-Straße gehen
  • die Kreuzung am Gewerkschaftshaus überqueren
  • geradeaus weiter in die Hermannstraße
  • nach ungefähr 80 m rechts in die Einfahrt Hermannstraße 34 einbiegen (Zufahrt zum Supermarkt)
  • gegenüber vom Supermarkt ist das ehemalige Haftgebäude zu sehen

aus Richtung Bahnhof kommend (etwa 15 Minuten)

  • auf dem nördlichen Bahnhofsvorplatz (Konrad-Adenauer-Platz) schräg links in die Gerhardt-Hauptmann-Straße einbiegen
  • der Gerhardt-Hauptmann-Straße bis zum Ende folgen
  • sie geht in die Paulstraße über und mündet dann in die Augustenstraße ein
  • hier rechts einbiegen und die Augustenstraße überqueren
  • nach etwa 50 Metern links in den Grünen Weg einbiegen
  • dieser führt geradeaus auf den Hof der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung, wo rechter Hand das ehemalige Haftgebäude zu sehen ist

mit öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Straßenbahn bis zur Haltestelle Steintor
  • Fußweg insgesamt etwa 8 Minuten
  • zunächst durch die August-Bebel-Straße gehen bis zur Kreuzung mit der Hermannstraße
  • in die Hermannstraße links einbiegen
  • nach ungefähr 80 m rechts in die Einfahrt Hermannstraße 34 einbiegen (Zufahrt zum Supermarkt)
  • gegenüber vom Supermarkt ist das ehemalige Haftgebäude zu sehen

mit dem PKW

  • Zufahrt in die Rostocker Innenstadt zur August-Bebel-Straße
  • Einbiegen in die Hermannstraße
  • Parkmöglichkeiten (kostenpflichtig) zum Beispiel in der Hermannstraße und im Parkhaus "Am Gericht" in der August-Bebel-Straße
  • nach ungefähr 80 m rechts in die Einfahrt Hermannstraße 34 einbiegen (Zufahrt zum Supermarkt)
  • gegenüber vom Supermarkt ist das ehemalige Haftgebäude zu sehen

Logo der Dokumentations- und Gedenkstätte