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"Wasserschaden!"

Erste Übung des Magdeburger Archiv-Notfallverbundes

Das Szenario: In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2012 deckte der Sturm einen Teil des Daches des Magdeburger Landeskirchenarchivs ab. Herabfallende Ziegel und Teile der Dachisolierung durchschlugen die Decke zum Magazin. Regenwasser drang ein und durchnässte mehrere Regale samt Akten im ersten und zweiten Obergeschoss.

Schild mit der Aufschrift "Freitag, 29.06.2012, Heute Notfallübung, Notfallverbund Magdeburg"Schild zur Notfallübung Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Auf dieser Annahme basierte die erste Übung des 2009 gegründeten Magdeburger Archiv-Notfallverbundes, die am 29. Juni durchgeführt wurde. Beteiligt waren neben dem Landeskirchenarchiv der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) weitere im Stadtgebiet befindliche Archive. Dazu gehörten das Stadtarchiv, das Landeshauptarchiv, das Archiv des Landtages, das Bistumsarchiv und das Archiv der BStU-Außenstelle. Zudem war das Amt für Brand- und Katastrophenschutz im Einsatz.

Das Ziel: Schnellstmögliche Evakuierung von Archivgut unter Beteiligung von Fachpersonal anderer Archive. Die hierfür erforderlichen Übungsmaterialien stellten einige der beteiligten Partner zur Verfügung.

Ausgangspunkt war die vorab vereinbarte Anrufkette zwischen der Leitstelle des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und den Archiven. Gegen 7.30 Uhr ging bei den Einrichtungen der Notruf ein. Über einen Rückruf hatten die Archive die Ursache der Alarmierung, den Einsatzort sowie die Einsatzzeit zu erfragen. Trotz kleinerer Informationsschwierigkeiten, trafen alle unterstützenden Archivare um 09.00 Uhr im Landeskirchenarchiv ein.

Eindrücke vom Tag
   
Frau Dr. Scholz, Leiterin des Landeskirchenarchivs der Evangelischen Kirche Magdeburg (EKM), begrüßt die Teilnehmer der Notfallübung

Frau Dr. Scholz, Leiterin des Landeskirchenarchivs der Evangelischen Kirche Magdeburg (EKM), begrüßt die Teilnehmer der Notfallübung Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Archivare transportieren die Akten in geschlossenen Boxen aus dem Magazin ab.

Archivare bringen die Akten in Sicherheit. Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Archivare lagern die Akten in Stretchfolie ein.

Einlagern von Archivgut in Stretchfolie. Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Vier Berufsfeuerwehrleute packen rote Kisten mit Archivgut in ein Feuerwehrauto zum Transport in ein Kühlhaus.

Auch die Berufsfeuerwehr Magdeburg hilft mit: Abtransport zum Kühlhaus. Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Die Teilnehmer  der Notfallübung beim fachlichen Austausch nach der Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Landeskirchenarchivs.

Fachlicher Austausch nach der Notfallübung. Quelle: BStU Außenstelle Magdeburg / Stoye

Die Leiterin des Hauses, Frau Dr. Scholz, wies die Beteiligten ein. Fünf Gruppen erledigten gewissenhaft die jeweils notwendigen Arbeitsschritte. Mit großem Einsatz gelangen die Evakuierung des feuchten Archivguts und dessen erste Sichtung. Daran schloss sich unter fachkundiger Anleitung eines Restaurators vom Landeshauptarchiv das Einlagern des Materials in Stretchfolie an. Dabei war die fortlaufende Dokumentation des Archivguts ganz wichtig. Das Beladen des Transporters der Feuerwehr mit dem Ziel des Einlagerns in ein Kühlhaus bildete den Schlusspunkt der Übung.

Das Ergebnis: Die Dokumente wurden fachgerecht evakuiert und gesichert. Anschließend tauschen die Archivkollegen Erfahrungen untereinander aus.

In der Rückschau war diese erste Übung des "Magdeburger Notfallverbundes" sicher ein Erfolg und ein Schritt in die richtige Richtung. Die Analyse kleinerer Fehler nutzten die Archive zwischenzeitlich bereits zum Optimieren Ihrer Notfallplanung.

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