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Die Umweltsituation im Bezirk Leipzig - die Stasi und der "Grüne Feind"

Anlässlich des ersten Umweltgipfels der Vereinten Nationen am 5. Juni 1972 riefen die teilnehmenden Staaten einen internationalen Umwelttag aus. In Deutschland wurde dieser seit 1976 am 5. Juni jedes Jahr offiziell begangen. Auch in der DDR war er ein formeller Gedenktag.

Ende der 80er Jahre war der katastrophale Zustand der Umwelt, insbesondere in den industriell geprägten Südbezirken der DDR, nicht zu übersehen.

Kohlekraftwerk im Kreis Borna, 1971Kohlekraftwerk im Kreis Borna, 1971 Quelle: privat

Schadstoffbelastete Luft, verschmutzte Gewässer, sterbender Wald, Raubbau an der Natur durch den Aufschluss weiterer Braunkohletagebaue führten in einigen Kreisen des Bezirkes Leipzig zu fast irreparablen Schäden an der Natur.

Verantwortlich dafür waren unter anderem die Betriebe der Kohleveredelung. Aber für die Staatsführung der DDR zählte die ökonomische Entwicklung mehr als die Fragen des Umweltschutzes. 

"Max Reimann" Gaskokerei Leipzig,1973 (Stilllegung 1977)"Max Reimann" Gaskokerei Leipzig,1973 (Stilllegung 1977) Quelle: BStU, MfS, BV Leipzig, Abt. XVIII 670

Seit einem DDR-Ministerratsbeschluss von 1982 unterlagen staatliche Umweltdaten der Geheimhaltung. Ins Visier des Staatssicherheitsdienstes gerieten dadurch zunehmend Menschen, die sich für den Umweltschutz engagierten. Ihre Aktivitäten wurden bespitzelt und verhindert.

Die Ausstellung zeigt auf 15 Tafeln wie das MfS die Lage der Umwelt im Bezirk Leipzig einschätzte und Aktivitäten von Umweltschützern bespitzelte.

Die Tafeln im Rollup System können vorab besichtigt werden.

Ansprechpartnerin zum Ausleihen der Ausstellung

Die Leihausstellung stellen wir Ihnen gerne kostenlos zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Frau Stujke unter:

BStU, Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Telefon: (03 41) 22 47-32 20
Fax: (03 41) 22 47-32 19
E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de