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Das Stasi-Unterlagen-Archiv auf der Leipziger Buchmesse

Das Stasi-Unterlagen-Archiv wird auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig am 23. und 24. März 2017 mit mehreren Buchvorstellungen vertreten sein. Auf dem Messestand des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung präsentieren unsere Autoren aktuelle Veröffentlichungen. Die Bühne befindet sich in der Halle 2 des Messegeländes, Standnummer D201/E200.

Drei Cover von Büchern.Quelle: BStU

Do 23.03., 15:00 Uhr:
Gespräch zum Band "Die DDR im Blick der Stasi 1956. Die geheimen Berichte an die SED-Führung" mit Prof. Dr. Daniela Münkel und Dr. Henrik Bispinck

Die Stasi-Berichte des Jahres 1956 spiegeln die völlige Verunsicherung der Bevölkerung in der DDR, ausgelöst durch den XX. Parteitag der KPdSU und die Abkehr von Stalin. Die Machtbasis der SED schien zu bröckeln. Umso umfassender informierte die Stasi die Partei- und Staatsführung über die Stimmung im Land. Nach den Aufständen in Polen und Ungarn wuchs die Unruhe in der DDR. Es kam zu Streiks und Protesten in Betrieben und an Universitäten. Die Autoren sprechen über die Bedeutung des XX. Parteitags und seine Folgen.

Do 23.03., 15:45 Uhr:
Entzweite Freunde
Rumänien, die Securitate und die DDR-Staatssicherheit 1950 bis 1989 mit Dr. Georg Herbstritt (BStU)

Die Staatssicherheit der DDR und die rumänische Securitate entzweiten sich in den 1960er Jahren dauerhaft. Die zunächst selbstverständliche Kooperation der ostdeutschen und rumänischen Staatssicherheitsdienste kam in den 1960er Jahren zum Erliegen. Die Publikation ist eine Studie über (ost)deutsch-rumänische Beziehungen, Konflikte im Ostblock und das Wirken der Geheimdienste.

Fr 24.03., 11:30 Uhr:
Die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Leipzig. Mitarbeiter, Ermittlungsverfahren und Haftbedingungen mit Martin Albrecht (BStU)

Die vorliegende Studie gibt erstmals einen umfassenden Einblick in die Geschichte dieses Gefängnisses von seiner Entstehung im Jahr 1952 bis zur Auflösung 1989/90.

Thematisiert werden neben der Bauhistorie des Gebäudes u. a. auch die Außenstelle im Stadtteil Leipzig-Leutzsch und die Ereignisse im Zusammenhang mit dem 17. Juni 1953. Vor allem beschreibt die Studie aber Kaderbestand und Bildungsniveau der zuständigen MfS-Mitarbeiter und gibt – unter besonderer Berücksichtigung von Zeitzeugenaussagen – einen umfassenden Überblick über die Haftbedingungen vor Ort. Anhand statistischer Überlieferungen des Staatssicherheitsdienstes werden zudem Veränderungen bei der Zahl der Inhaftierten und den ihnen zur Last gelegten Delikten aufgezeigt.

Mit Geocaching der Geschichte auf der Spur

In Sachsen werden Geocaches in verschiedenen Workshops erstellt. Das Projekt soll Geschichten aus den Stasi-Akten vermitteln. Ausführliche Informationen finden sie auf www.untoldstories.de.

Antragsformular

Hier können Sie sich den Antrag auf persönliche Akteneinsicht herunterladen.

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