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Informations- und Dokumentationszentrum

Die ständige Ausstellung "Wer ist wer?" im Informations- und Dokumentationszentrum widmet sich insbesondere den Aktivitäten des Staatssicherheitsdienstes im damaligen Bezirk Dresden. Die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit unterhielt hier 16 Kreisdienststellen und eine so genannte Objektdienststelle an der Technischen Universität Dresden. 1989 standen im gesamten Bezirk 3.551 hauptamtliche und 11.424 inoffizielle Mitarbeiter im Dienst der Staatssicherheit.

"Genossen, wir müssen alles wissen" - getreu dieser Weisung von Erich Mielke kontrollierte die Staatssicherheit alle Lebensbereiche. Am Beispiel des Operativen Vorgangs "Passion" zeigt die Ausstellung, dass eine pazifistisch-oppositionelle Einstellung von Jugendlichen genügte, um umfangreiche Überwachungsmaßnahmen durch die Staatssicherheit einzuleiten. Das MfS verdächtigte die Jugendlichen der "Vereinsbildung zur Verfolgung gesetzeswidriger Ziele" - nach DDR-Recht war dies eine Straftat.

Aber auch für den Sport interessierte sich das MfS. Sie verfolgten den Fußballalltag in Dresden, überwachten nicht nur die Spieler, sondern auch ihre Fans. Am 11. Dezember 1974, beim Spiel von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV, kamen allein 4.000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter zum Einsatz.

Für ihre Überwachungseinsätze waren die Stasi-Mitarbeiter bestens gerüstet, denn das Ministerium unterhielt eine eigene Diensteinheit, die technische Geräte entwickelte und herstellte. "Operative Technik" war der Sammelbegriff für Instrumente beispielsweise zur Überwachung des Post- und Telefonverkehrs, Observierungskameras oder Spezialschlüssel, um Wohnungen "konspirativ" zu durchsuchen.

Standort

BStU, Außenstelle Dresden
Seiteneingang "C"
Riesaer Straße 7
01129 Dresden

Eine genaue Anfahrtsbeschreibung finden sie unter "Kontakt und Anfahrtsplan".

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

Der Eintritt ist frei.

Führungen
bitte vorab vereinbaren unter:
Telefon: (03 51) 25 08-0 oder
Fax: (03 51) 25 08-34 19 oder
E-Mail: astdresden@bstu.bund.de

Mitarbeiter der Behörde beantworten gern ihre Fragen. Zudem besteht die Möglichkeit, Anträge auf Einsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen.