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BStU-Jahresrückblick 2014

22. Januar 2014 - Veröffentlichung der BStU-Publikation "Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Stasi (1970 - 1989)". Die Studie stößt eine lebhafte öffentliche Diskussion über die Verwicklung westlicher Firmen in Geschäfte mit der SED-Diktatur an.

19. Februar 2014 - In der Thüringischen Landesvertretung diskutieren ehemalige politische Häftlinge, Historiker, Zeitzeugen und der Bundesbeauftragte über die Häftlingsarbeit und die Konsequenzen wie Entschädigung.

24. Februar 2014 - Die BStU-Studie "Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression", herausgegeben von Roger Engelmann (BStU) und Lutz Niethammer (Prof. em.) wird im Grünen Salon vorgestellt.

08. März 2014 - Am bundesweiten Tag der Archive öffnet der BStU an seinen Standorten Berlin, Gera, Halle, Schwerin und Frankfurt/Oder die Türen zum Archiv. Zum Motto "Frauen - Männer – Macht" präsentiert er Inhalte aus den Stasi-Akten und Zeitzeugengespräche.

18. März 2014 - Die BStU-Ausstellung "Lernt Polnisch" wird in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin in Kooperation mit der Botschaft der Republik Polen eröffnet. Die Bedeutung der polnischen Gewerkschaftsbewegung für die Opposition in der DDR reflektieren Zeitzeugen der Ausstellung, der Bundesbeauftragte Roland Jahn, der DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Templin und der Solidarnosc Aktivist Jozef Pinior. Jerzy Margański, polnischer Botschafter in Berlin, und Łukasz Kamiński, Präsident des Instituts für Nationales Gedenken, Warschau, begrüßen die gut 150 Gäste. Tytus Jaskułowski, Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden, stimmt sie auf das Thema ein.

10. April 2014 - In der wissenschaftlichen Reihe des BStU erscheint die Studie "Der Häftlingsfreikauf aus der DDR 1962/63-1989" des Historikers Jan Philipp Wölbern. Die grundlegende Studie über die Geschichte des deutsch-deutschen Häftlingsfreikaufs wird in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde vorgestellt.

11. April 2014 - Zum Jubiläumsjahr der Friedlichen Revolution geht die BStU-Webseite www.Demokratie-statt-Diktatur.de online. Sie zeigt anhand ausgewählter Stasi-Akten, wie die Geheimpolizei im Auftrag der SED über 40 Jahre systematisch grundlegende Menschenrechte beschnitten hat, die dann in der Friedlichen Revolution erstritten wurden.

10. Mai 2014 - Erstmals nimmt der BStU an der Langen Nacht der Wissenschaften teil und kooperiert dafür mit dem Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin. Mit einer Reihe an Vorträgen und einem Informationsstand werden Einblicke in das Archiv und in die Forschung auf Grundlage der Stasi-Akten ermöglicht.

13. Mai 2014 - Die BStU-Forschungsabteilung lädt zur wissenschaftlichen Fachkonferenz "Dem Volk auf der Spur…". In der evangelischen Akademie Schwanenwerder diskutieren Historiker und Experten über das komplexe Feld, die öffentliche Meinung in Diktaturen zu bestimmen. Erkenntnisse aus Stasi-Unterlagen sowie die Einordnung in einen internationalen Kontext waren ein Fokus der Tagung.

05. Juni 2014 - Mit der Präsentation des neuen BStU-Dokumentenheftes "Gefängnis statt Rolling Stones. Ein Gerücht, die Stasi und die Folgen" im 19. Stock des Springer Hochhauses findet eine 45 Jahre alte Geschichte ein gutes Ende. Hunderte junger Menschen waren am 7. Oktober 1969 in Ost-Berlin in die Fänge von Polizei und Stasi geraten, weil sie dem Gerücht über ein Konzert der Rolling Stones auf dem Dach des Springer Hochhauses folgten. Sechs der damals verhafteten erinnerten sich beim Pressegespräch an jene Zeit, die auch in den Unterlagen des Heftes dokumentiert ist.

11. August 2014 - Start des mobilen Zugangs zur Akten-Edition "Die DDR im Blick der Stasi. Die geheimen Berichte an die SED-Führung" des BStU. Die von der Forschungsabteilung bearbeitete Edition der Berichte der Staatssicherheit an die Partei- und Staatsführung der DDR sind in einer mobilen Version via App nutzbar.

19. August 2014 - Start des Twitterprojekts "Heute vor 25 Jahren - @Mauerfall89". In Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der BILD macht der BStU die Ereignisse der Friedlichen Revolution bis zum Mauerfall durch tägliche Tweets nacherlebbar. Besonders die vielen Dokumente und Fotos aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv aber auch vielen anderen Quellen machen das Projekt für Nutzer attraktiv. Bis zum Ende des Projekts am 13. November folgen 14.500 registrierte Nutzer dem Account, der insgesamt 17 Millionen Impressionen erfährt.

01. September 2014 - Die Aktenverzeichnisse zu den Stasi-Unterlagen, die sogenannten Findmittel, sind nun über die Plattform ARGUS, die Archivgutsuche des Bundesarchivs, recherchierbar. Nutzer können so im Stasi-Unterlagen-Archiv und im Bundesarchiv zum Beispiel in den Beständen der Parteien und Massenorganisationen der DDR (SAPMO) übergreifend suchen und Rechercheergebnisse aus beiden Archiven integriert betrachten.

18. September 2014 - Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck und den Staatsoberhäuptern von Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz in der Dokumentations- und Gedenkstätte der ehemaligen U-Haft in Rostock.

22. September 2014 - Vorstellung der umfassenden BStU-Studie "Fasse dich kurz! Der grenzüberschreitende Telefonverkehr der Opposition in den 1980er Jahren und das MfS in der DDR". Herausgeber Ilko-Sascha Kowalczuk und Arno Polzin aus der Forschungsabteilung des BStU untersuchen erstmals die Protokolle der Stasi über abgehörte Telefonate von Oppositionellen in der DDR.

02. und 03. Oktober 2014 - Bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Hannover berät der Bundesbeauftragte zur Akteneinsicht und informiert über seine Arbeit. Erstmals wird die neue Schulausstellung "Stasi. Was war das?" der Öffentlichkeit präsentiert. Ein für den Gedenktag herausgegebenes Dokumentenheft zeigt Aktenbeispiele der Arbeit der Stasi in Niedersachsen.

27. Oktober 2014 - Aus Anlass des UNESCO-Tages des audiovisuellen Erbes diskutieren Experten und der Bundesbeauftragte Roland Jahn am Sitz der ehemaligen DDR-Geheimpolizei in Berlin-Lichtenberg über Ideen und Visionen für das Gelände. Kann ein Ort der Täter, der für jahrzehntelange Unterdrückung von Menschenrechten steht, für die Auseinandersetzung über Demokratie und Diktatur genutzt werden?

31. Oktober 2014 - Der Leiter des Nationalarchivs Marokkos, Jamaâ Baïda, besucht das Stasi-Unterlagen-Archiv. Der Bundesbeauftragte Roland Jahn und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen informieren den Gast über die Archiv- und Aktenarbeit sowie die Rekonstruktion zerrissener Unterlagen.

9. November 2014 - Beim Bürgerfest am Brandenburger Tor zum 25. Jahrestages des Mauerfalls informiert die Stasi-Unterlagenbehörde über ihre Angebote und berät Bürger. Zwei neu herausgegebene Dokumentenhefte ("Überall kocht und brodelt es" sowie "Keine Gewalt") schildern den Weg zur Friedlichen Revolution.

30. November 2014 - Die Dauerausstellung "STASI. Die Ausstellung zur DDR-Staatssicherheit" des Bundesbeauftragten am Standort Zimmerstraße in Berlin-Mitte schließt ihre Türen. Seit 2011 kamen etwa 300.000 Besucher. Sie war als Übergangslösung bis zur Eröffnung einer neuen Dauerausstellung auf dem ehemaligen Stasi-Gelände in Berlin-Lichtenberg konzipiert worden.

10. Dezember 2014 - Weitere Einblicke in die geheimen MfS-Berichte an die SED-Führung gibt der neue Jahresband 1965 aus der Reihe "Die DDR im Blick der Stasi" des BStU.