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BStU-Jahresrückblick 2007

15. Januar – Aus Anlass der ersten Akteneinsichten für Bürgerinnen und Bürger vor 15 Jahren findet die Kooperationsveranstaltung "Einsichten. 15 Jahre Öffnung der Stasi-Akten" mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum statt. Der frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, und Akteure der ersten Stunde berichten über ihre damaligen Erwartungen und auch ihre Befürchtungen. Zu diesem Jahrestag erscheint auch die BStU-Broschüre "Entscheidungen gegen das Schweigen. 15 Jahre Einsicht in die Stasi-Unterlagen" die ganz unterschiedliche Erinnerungen und Reflexionen zum Thema Akteneinsicht versammelt.

05. Februar – Bundespräsident Horst Köhler besucht die Stasi-Unterlagen-Behörde. Im Mittelpunkt des etwa eineinhalbstündigen Besuches steht ein Rundgang durch das Archiv der Behörde in Berlin-Lichtenberg. Im Anschluss findet ein Gespräch mit leitenden Mitarbeitern der Behörde statt, die den Bundespräsidenten über aktuelle Schwerpunkte in der Arbeit der Behörde informieren.

22. Februar – Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, besucht das Archiv der Bundesbehörde für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) in Berlin. Dabei informiert die Bundesbeauftragte Marianne Birthler den Staatsminsiter ausführlich über die Nutzung der Stasi-Unterlagen durch Forschung und Medien, über die aktuellen Forschungsprojekte der Behörde sowie über ihre Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.

25. Februar – Die deutsche Filmproduktion "Das Leben der Anderen" von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, zu der auch Dreharbeiten im Archiv der Stasi-Unterlagenbehörde stattfanden, wird in Los Angeles mit dem "Oscar" für den besten nicht-englischsprachigen Film ausgezeichnet

02. März – In Goslar eröffnen die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und der Oberbürgermeister der Stadt, Henning Binnewies, die Wanderausstellung "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur".

12. April – Marianne Birthler und die Direktorin des Litauischen Nationalmuseums, Birutė Kulnytė, eröffnen in Vilnius die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur".

10. Mai – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und der Leiter des Goethe-Instituts Riga, Rudolf de Baey, eröffnen in Riga die Ausstellung "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur"

13. Mai – Der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, übergibt das "Gutachten über die Beschäftigung ehemaliger MfS-Angehöriger bei der BStU" dem Kulturausschuss des Bundestages zur Beratung, die am 20. Mai im Rahmen der 37. Sitzung des Ausschusses erfolgt. Die Bundesbeauftragte Marianne Birthler erklärt dazu, dass das Gutachten im Wesentlichen den allgemeinen Kenntnisstand über den Umfang von stasibelastetem Personal in der Behörde wiedergebe, allerdings für einige wesentliche Thesen weder Belege noch Quellen nenne. Das Gutachten war im Dezember 2006 vom BKM beim ehemaligen Verfassungsrichter Prof. Hans H. Klein und dem Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin, Prof. Klaus Schroeder, in Auftrag gegeben worden.

30. Mai – Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt besucht das ehemalige Stasi-Archiv in Leipzig. Die Bundesbeauftragte und die Leiter der drei sächsischen Außenstellen der Behörde informieren den Ministerpräsidenten über das ehemalige Leipziger Stasi-Archiv und die hier verwahrten Unterlagen. Den Schwerpunkt des Arbeitsbesuchs bildet ein Informationsgespräch über die Aufgaben und aktuellen Schwerpunkte der Arbeit der Behörde. Von besonderem Interesse ist dabei der Stand der Umsetzung der Anfang Dezember 2006 zwischen dem Kultusministerium des Freistaates Sachsen und der BStU getroffenen Kooperationsvereinbarung zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.

29. Juni – Die Bundesbeauftragte Marianne Birthler, veröffentlicht in Berlin den überarbeiteten Forschungsbericht zu den so genannten Rosenholz-Dateien. Der Bericht beschäftigt sich in sieben Kapiteln mit Umfang und Aussagekraft der überlieferten Quellen der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des MfS, die für die Auslandsspionage und gleichzeitig für die Spionageabwehr im Inneren zuständig war, und stellt Informationen zur Geschichte von "Rosenholz" zusammen.

03. Juli – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, übergibt in Berlin dem Präsidenten des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert, den 8. Tätigkeitsbericht ihrer Behörde. In den Tätigkeitsberichten an den Deutschen Bundestag stellt die Stasi-Unterlagenbehörde ihre Arbeit im Berichtszeitraum der jeweils zurückliegenden zwei Jahre dar.

09. August – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Dr. Gerhard Langemeyer, eröffnen die Ausstellung "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur".

25. August – Die BStU beteiligt sich an der 21. Langen Nacht der Museen in Berlin, in deren Rahmen das Berliner Informations- und Dokumentationszentrum der Stasi-Unterlagen-Behörde allen interessierten Besucherinnen und Besuchern ein umfangreiches und informatives Programm anbietet.

29. August – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, begrüßt den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch, zu einem Besuch im Berliner Zentralarchiv der Behörde. Während eines Rundgangs durch das Archiv informiert sich der Minister über die hier verwahrten Unterlagen. Im Mittelpunkt des anschließenden Gespräches stehen neben Informationen über die Aufgaben der Behörde Fragen der historisch-politischen Bildungsarbeit.

12. September – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, übergibt in Berlin dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsminister Bernd Neumann, die Stellungnahme ihrer Behörde zu dessen Gedenkstättenkonzept. Die Bundesbeauftragte äußert sich in Ihrer Stellungnahme ausführlich zu verschiedenen aufarbeitungspolitischen Gesichtspunkten, insbesondere zu jenen Fragen, die die Zukunft und den Auftrag der Behörde der Bundesbeauftragten betreffen.

19. September – Die BStU-Studie "Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage" von Georg Herbstritt (Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) wird im Informations- und Dokumentationszentrum der BStU in Berlin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

02. und 03. Oktober – Die Stasi-Unterlagen-Behörde beteiligt sich erneut mit einem breiten Angebot am großen Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit am in Schwerin.

18. Oktober – Marianne Birthler eröffnet an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur".

26./27. Oktober – Die Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) und das Berlin-Brandenburgische Institut für Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Europa (Stiftung Genshagen) veranstalten in Genshagen eine internationale Tagung zum Thema "Vergangenheit in der Gegenwart. Gesellschaftliche Diskurse zum Umgang mit Diktaturgeschichte in Europa".

17. November – Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und der Bürgermeister der Stadt Friedrichstadt, Peter Hofmann, eröffen die BStU-Ausstellung "Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur".