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BStU-Jahresrückblick 2001

27. März – Verabschiedung des Direktors der Behörde, Dr. Peter Busse, der mit dem Ende des Monats März 2001 in den Altersruhestand tritt.

02. April – Eine überarbeitete interne Richtlinie zur Herausgabe von Stasi-Unterlagen über Personen der Zeitgeschichte sowie Funktions- und Amtsträger tritt in Kraft. Personen der Zeitgeschichte müssen soweit sie Betroffene sind über eine beabsichtigte Herausgabe von Unterlagen an Forscher und Medien künftig vorab informiert werden.

19. Mai – Die Behörde beteiligt sich am "Tag der Archive" in Deutschland. Im Archiv der Zentralstelle und in den Archiven der meisten Außenstellen werden Archivführungen angeboten, Tondokumente und Videos sowie Ausstellungen gezeigt und Vorträge bzw. Diskussionen zum Thema Stasi gehalten.

10. Juni – Eröffnung der Sonderausstellung "Das NKWD-Speziallager Fünfeichen" in der Dokumentations- und Gedenkstätte in Rostock zum Internierungskomplex des sowjetischen Geheimdienstes 1945 – 1948 bei Neubrandenburg als gemeinsames Projekt mit der Arbeitsgemeinschaft "Fünfeichen".

26. Juni – Marianne Birthler wendet sich an die Bildungsminister in den neuen Bundesländern und warnt vor einer Vernachlässigung der DDR-Geschichte in den ostdeutschen Schulen.

04. Juli – Das Verwaltungsgericht Berlin entscheidet, dass die Akten zu Altkanzler Dr. Helmut Kohl nicht herausgegeben werden dürfen. Die Behörde kündigt an, sie werde dagegen Rechtsmittel einlegen.

07. Juli – Ein Ultimatum des Bundesinnenministers Otto Schily, keine Unterlagen zu Personen der Zeitgeschichte ohne deren Einwilligung herauszugeben, verstreicht.

23. bis 27. Juli – Eine Kommission des bulgarischen Parlaments, zuständig für den Zugang zu den Unterlagen der Staatssicherheit Bulgariens, besucht die Behörde. Es wird vereinbart, sich gegenseitig bei der Aufarbeitung der Vergangenheit zu unterstützen.

02. August – Marianne Birthler wendet sich an den Deutschen Bundestag mit der Bitte, das StUG klarzustellen, um die weitere Herausgabe von Unterlagen für die Aufarbeitung zu sichern.

06. August – Das Buch "13. August 1961: Mauerbau. Fluchtbewegung und Machtsicherung" von Bernd Eisenfeld und Roger Engelmann wird im Informations- und Dokumentationszentrum Berlin vorgestellt, erschienen als erste Publikation der Abteilung Bildung und Forschung im Verlag Edition Temmen, in dem zukünftig die wissenschaftliche Reihe der Bundesbeauftragten erscheinen wird.

08. August – Die Broschüre "Fluchtgeschichten" wird anlässlich einer Gedenk-Veranstaltung zum Mauerbau im "Grenzlandmuseum" Teistungen/Thüringen der Öffentlichkeit vorgestellt; ein Gemeinschaftsprojekt zwischen den Außenstellen Erfurt, Gera und Suhl und dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien für Schulen.

11. August – Grundsteinlegung für einen Ausstellungspavillon am ehemaligen "Point Alpha" auf Thüringer Seite. Gleichzeitig wird die Ausstellung der Außenstelle Suhl "Ausreis(ß)en oder Dableiben" in einem Ausstellungspavillon auf hessischer Seite gezeigt.

13. August – "Donnerstagsveranstaltung" der Abteilung Bildung und Forschung zum Thema: "Geboren 1955 – Erschossen 1966. Der Tod eines Zehnjährigen an der Berliner Mauer".

27. August – Die BStU legt beim Verwaltungsgericht Berlin Revision gegen das Kohl-Urteil ein.

01. September – Dienstbeginn von Hans Altendorf als Nachfolger von Dr. Peter Busse im Amt des Direktors der Behörde.

25. September – Das Internet-Projekt "Zivilcourage" der drei nördlichen Außenstellen Neubrandenburg, Rostock und Schwerin wird in der Aula der Rostocker Universität vorgestellt.

07. November – Der Fünfte Tätigkeitsbericht wird an den Deutschen Bundestag übergeben.

08. November – Anlässlich der Debatte über den Fünften Tätigkeitsbericht der Behörde spricht Marianne Birthler vor dem Bundestag.

14. bis 16. November – Wissenschaftliche Tagung der Abteilung Bildung und Forschung über "Stasi im Westen: Geheimdienste und Politik im deutsch-deutschen Verhältnis" in Berlin-Dahlem.

21. November – Das erste Findbuch der Behörde zu den Archivbeständen der so genannten "Allgemeinen Sachablage" (MfS-Archivbestand 2) wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Es erscheint als Band 4 der Schriftenreihe "Archiv zur DDR-Staatssicherheit".

28. November – Auf einer Veranstaltung der Behörde wird Bilanz zu 10 Jahren Stasi-Unterlagen-Gesetz gezogen. Den Festvortrag hält die Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach.

11. Dezember – Bundespräsident Johannes Rau besucht das ehemalige Zentralarchiv der Stasi.