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BStU-Jahresrückblick 1997

Anfang 1997 – Durch die Gruppe "Rekonstruktion von Unterlagen" in Zirndorf wird aus vorvernichtetem Material eine komplette Fotodokumentation über die Bergung des schwer verletzten Flüchtlings Peter Fechter rekonstruiert und der Staatsanwaltschaft übergeben.

1997 – In diesem Jahr werden 207 Archivführungen in der Zentralstelle für ca. 2.500 Besucher organisiert, u.a. für Delegationen des ANC und der südafrikanischen "Wahrheitsfindungskommission".

Aus dem Bundesverwaltungsamt werden ca. 270 lfd. M. Finanz- und Besoldungsakten des MfS übernommen. 250 lfd. M. Akten gelangen von Gerichten und Staatsanwaltschaften wieder in die Archive des BStU zurück.

ab 1997 – Sicherheitsüberprüfungen zahlreicher Mitarbeiter von Wirtschaftsunternehmen, die am Bau von Regierungsbauten mit hoher Sicherheitsstufe beteiligt sind ("Umzugsbeschluss").

05. Februar – Eröffnung des "Informations- und Dokumentationszentrums zur Geschichte der Staatssicherheit" in der Außenstelle Dresden.

Juni – Anfrage der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main zu NS-Verbrechen in dem KZ Auschwitz (zu 555 Personen wegen Verdacht des Mordes).

Juli – Aus dem Bundesarchiv, Außenstelle Dahlwitz-Hoppegarten werden ca. 100 lfd. M. Schriftgut ins Archiv der BStU übernommen, vor allem aus dem ehemaligen Wachregiment des MfS; weitere 145 lfd. M. Schriftgut – überwiegend Besoldungsunterlagen ehemaliger MfS-Mitarbeiter – und 241 Disketten vom Bundesverwaltungsamt werden übernommen.

12. / 13. September – 1. "Tag der offenen Tür" in der Außenstelle Halle mit ca. 1.800 Besuchern.

September – Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern "zur Klärung von Tatbeständen im Bereich des Innenministeriums" beschließt, die Akten des BStU zur Beschlagnahme, Erfassung, dem Verbleib und der Verwendung von Waffen und Munition des ehemaligen MfS/AfNS in den damaligen Bezirken Schwerin, Rostock und Neubrandenburg beizuziehen.

29. Oktober – Übergabe des Dritten Tätigkeitsberichtes an die Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth.

Oktober – Anfrage der Staatsanwaltschaft Darmstadt zu NS-Verbrechen im KZ Treblinka (zu 98 Personen wegen Verdacht des Mordes).

13. bis 15. November – Wissenschaftliche Tagung der Abteilung Bildung und Forschung über "Justiz im Dienste der Parteiherrschaft".

26. bis 28. November – Wissenschaftliche Tagung zum Thema "Das StUG im Lichte von Datenschutz und Archivgesetzgebung".