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Plattform der Europäischen Erinnerung und des Gewissens

Am 14. Oktober 2011 war der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn einer der Erstunterzeichner eines weiteren, neu gegründeten europäischen Aufarbeitungsprojektes. Die "Platform for European Memory and Conscience" mit Sitz in Prag vereinte zu dem Zeitpunkt der Gründung 20 Institutionen aus 13 Ländern. Ende 2014 waren es 48 Institutionen aus 18 Ländern.

Roland Jahn am 14. Oktober 2011 beim Unterzeichnen der Gründungsurkunde für die "Plattform für das Gedächtnis und das Gewissen Europas" im Beisein der Premierminister Tschechiens, Ungarns und Polens Roland Jahn am 14. Oktober 2011 beim Unterzeichnen der Gründungsurkunde für die "Plattform für das Gedächtnis und das Gewissen Europas" im Beisein der Premierminister Tschechiens, Ungarns und Polens Quelle: Vladá Tschésky Republiky Medienzentrum

Die Gründung der Plattform geht auf einen Entschluss des Europäischen Parlaments vom 2. April 2009 zurück. Ziel der Plattform ist es demnach, die Zusammenarbeit von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen bei der Aufarbeitung von Nationalsozialismus, Kommunismus und anderer Ideologien zu erleichtern.

In dem Sinne erinnert die Plattform in ihrer Arbeit an die totalitären Regime des 20. Jahrhunderts in Europa, gedenkt der Opfer und sucht Wege, die Lehren aus der Vergangenheit im großen europäischen Kontext zu diskutieren. In den Papieren der EU-Kommission zur Unterstützung der Plattform wird ihr Ziel beschrieben: mit der Suche nach verschiedenen Wegen kollektive Erinnerung zu sammeln, zur erforschen und zu diskutieren und damit das Bewusstseins gegen totalitäre Diktaturen zu schärfen.

Im Gegensatz zum Netzwerk, deren Mitglieder spezifische Archive vertreten, die auf gesetzlicher Grundlage arbeiten, hat die Plattform einen breiteren und umfassenderen Anspruch. Auch ist ihr Ansatz, totalitäre Regime des 20. Jahrhunderts summarisch zu betrachten, nicht ohne öffentliche Kritik.