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Stasi-Unterlagen-Archiv in Mainz

Angebote vor Ort

Mit dem Dokumentenheft "Rheinland-Pfalz und die Stasi" und der Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" informiert das Stasi-Unterlagen-Archiv auch nach dem Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit vor Ort über das Wirken der Staatssicherheit in der Region.

Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt"

Zeitgleich mit dem Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit startete am 2. Oktober die Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" im Mainzer Dommuseum. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und dem Mainzer Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf eröffnete Roland Jahn die Ausstellung zur Arbeit und Methoden der DDR-Staatssicherheit.

Besucher der Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" in Mainz.Besucher der Wanderausstellung "Feind ist, wer anders denkt" in Mainz. Quelle: BStU / Catrain

Die Schau informiert in drei Ebenen über Geschichte, Aufbau, Strategien und Methoden der DDR-Geheimpolizei, gegen Andersdenkende vorzugehen. Besondere Berücksichtigung erfahren Einzelschicksale von Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit gerieten – auch im Westen. Die Wanderaussstellung ist noch bis zum 10. Dezember in Mainz zu sehen.

Dokumentenheft zum Wirken der Stasi in Rheinland-Pfalz

Regionalspezifische Einblicke in das Stasi-Unterlagen-Archiv bietet das Dokumentenheft "Rheinland-Pfalz und die Stasi". Anhand von fünf Geschichten wird deutlich, wie die DDR-Staatssicherheit auch in Südwesten der Bundesrepublik spionierte, überwachte und verschleierte.

Cover des Dokumentenhefts "Rheinland-Pfalz und die Stasi".Cover des Dokumentenhefts "Rheinland-Pfalz und die Stasi". Quelle: BStU

In der Region stand beispielsweise der 1. FC Kaiserslautern unter Beobachtung. Hier kickte der Ost-Berliner Fußballer Lutz Eigendorf nach seiner Flucht aus der DDR. Im Besonderen interessierte sich die Stasi für die vielen militärischen Einrichtungen der US-Armee sowie für das höchst geheim gehaltene Projekt zum Bau eines Regierungsbunkers der Bundesregierung im Ahrtal.

Im Falle einer Schießerei am US-Militärflugplatz Ramstein betätigte sich die Stasi als Fluchthelfer für ein Mitglied der Black Panther-Bewegung. Und als der populäre Oberbürgermeister "Jockel" Fuchs nach Erfurt reiste, um die Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft auszuloten, überwachte die Stasi jeden seiner Schritte. Die Unterlagen der Staatssicherheit zeigen Fall für Fall beispielhaft, wie akribisch die Stasi vorging und geben Einblick in die Arbeitsweise des Spitzelapparats.

Angebote im Überblick

Dokumentenhefte: Die Überwachung im "Operationsgebiet"

Die Dokumentenhefte des BStU zeigen eine Zusammenstellung von Unterlagen aus den Hinterlassenschaften der Stasi zu ausgewählten Themen. Diese zeigen, wie sich Ereignisse in den Stasi-Akten widerspiegeln und nehmen keine weitere Deutung dieser Quellen vorweg. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sind in den vergangenen Jahren bereits folgende Dokumentenhefte erschienen:

Bürgerberatung

In der Zentralstelle des BStU in der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bürgerberatung telefonisch oder persönlich zu Fragen der Akteneinsicht.

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Stasi Mediathek

Stasi-Akten online lesen: www.stasi-mediathek.de