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Stasi in Sachsen

Neue Studie über DDR-Geheimpolizeien in den Bezirken Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig

"Stasi in Sachsen" setzt die Reihe der Länderstudien des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) fort. Mit vielen Dokumenten, Fotos und Grafiken wird in die Geschichte der DDR-Staatssicherheit in den ehemaligen Bezirken Karl-Marx-Stadt, Dresden und Leipzig eingeführt. Im Mittelpunkt stehen regionale Auswirkungen von politischen Ereignissen und die Reaktionen der Stasi entlang der großen historischen Zäsuren. Biografische Fallbeispiele machen die Auswirkungen der politischen Repression auf den Einzelnen deutlich.

Kundgebung zur Wiedereröffnung der Semperoper auf dem Theaterplatz in Dresden am 13. Februar 1985Kundgebung zur Wiedereröffnung der Semperoper auf dem Theaterplatz in Dresden am 13. Februar 1985 Quelle: BStU, MfS, BV Dresden, AKG, Fo, Nr. 7005, Bild 41

Der aktuelle Band, herausgegeben von Peter Boeger und Elise Catrain, Forscher beim BStU, bietet einen Zugang zur regionalen Stasi-Geschichte. Gezeigt wird in der Sachsen-Studie auf 176 Seiten, wie rigoros die Staatssicherheit gegen Menschen vorging, die ihre Meinung offen sagten und systemkritisch agierten. Das ganze Ausmaß der repressiven Methoden wurde vor allem durch den Zugang zu den Stasi-Unterlagen bekannt, den die Menschen in der Friedlichen Revolution erkämpften.

Mehr als 111 Regalkilometer Stasi-Akten können heute zur persönlichen Akteneinsicht für Betroffene, für Forschungszwecke sowie für Medien genutzt werden. Allein in Sachsen hinterließ die Staatssicherheit über 26 Kilometer Akten. Sie werden in den Archivstandorten Chemnitz, Dresden und Leipzig des BStU verwahrt.

Zur Publikation

Peter Boeger, Elise Catrain (Hg.): Stasi in Sachsen. Die DDR-Geheimpolizei in den Bezirken Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig, Berlin 2017.

Das Heft ist als kostenloser Download verfügbar. Die gedruckte Variante erhalten Sie gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro.

Bürgerberatung

In der Zentralstelle des BStU in der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bürgerberatung telefonisch oder persönlich zu Fragen der Akteneinsicht.

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Stasi Mediathek

Stasi-Akten online lesen: www.stasi-mediathek.de