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"Staatssicherheit"

Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei

Das Lesebuch zur Staatssicherheit bietet einen Überblick über wichtige Aspekte der DDR-Diktatur und ihrer Geheimpolizei und soll gleichzeitig auch ein Begleitband für die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED Diktatur" im Stasi-Museum Berlin sein.

Die Kapitel des Lesebuches
   
Das Ministerium für Staatssicherheit und sein Verhältnis zur SED

Emblem des Ministeriums für Staatssicherheit Quelle: BStU

Die Minister für Staatssicherheit

Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit 1957 bis 1989 Quelle: BStU, MfS, HA PS, Fo, Nr. 68 (Ausschnitt)

Was bedeutete es, ein Tschekist zu sein?

Mielke ernennt leitende MfS-Kader zu Generalmajoren, 3.10.1983 Quelle: BStU, MfS, SdM, Fo, Nr. 36, Bl. 3

Die Inoffiziellen Mitarbeiter

Deckblatt der Richtlinie 1/79 für die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) und Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit (GMS), 8. Dezember 1989 Quelle: BStU, MfS, BdL/Dok., Nr. 7903

Das Areal der DDR-Staatssicherheit in Lichtenberg

Gelände der MfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 32, Bild 13

Das MfS und seine sozialistischen Bruderorgane

Der KGB-Chef Juri Andropow und der Minister für Staatssicherheit der DDR, Erich Mielke, unterzeichnen in Ost-Berlin eine vertragliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder, 6. Dezember 1973 Quelle: BStU, MfS, Abt. X, Nr. 72, Bl. 133

DDR-Alltag und MfS

Beobachtung eines Autobahnparkplatzes an der Transitstrecke, ohne Datum Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 38, Bild 37

Nonkonformität, Verweigerung, Protest, Widerstand und Opposition

"Befreit uns noch mal!": Oppositionelle Losung auf einem sowjetischen Panzer-Denkmal in Schwerin, 1988 Quelle: BStU, MfS, BV Schwerin, AKG, Nr. 13b, Bl. 10

"Informeller Mitspieler" - Mielke und der Sport

Erich Mielke auf der III. Traditionsveranstaltung des BFC Dynamo, moderiert von Hans-Georg Ponesky (rechts), 1969 Quelle: BStU, MfS, SdM, Fo, Nr. 158, Bild 5

Das Berichtswesen der Staatssicherheit 1953 bis 1989

Titelblatt einer "Information" Quelle: BStU, MfS, ZAIG, Nr. 3131, Bl. 1

Postkontrolle, Telefonüberwachung, Funkaufklärung

Ein Stasi-Mitarbeiter der "Funkaufklärung" im Stützpunkt Rhinow, um 1984 Quelle: BStU, MfS, HA III, Fo, Nr. 334, Bild 28

Staatssicherheit und Strafjustiz

"Revisionisten"-Prozess vom Juli 1957, Richard Wolf, Heinz Zöger, Gustav Just, Walter Janka (zweite Reihe, von links nach rechts) Quelle: BStU, MfS, AU, Nr. 89/57, BA, EV, Bd. 70

Die Haftanstalten in der DDR

Haftzelle, ohne Datum Quelle: BStU, MfS, BV Schwerin, Abt. XIV, Nr. 473

Staatssicherheit und Grenze

Schema der Grenzanlagen zwischen der DDR und der Bundesrepublik, Rekonstruktion des BStU nach einem Informationsblatt des Bundesgrenzschutzes Quelle: BStU

Westarbeit

Feier mit dem "Kundschaftern für den Frieden" Günter und Christel Guillaume nach ihrer Strafverbüßung und Rückkehr in die DDR, 1981 Quelle: BStU, MfS, ZAIG, Fo, Nr. 544, Bild 2

Der Bereich "Kommerzielle Koordinierung"

Alexander Schalck-Golodkowski erhält die "Medaille der Waffenbrüderschaft" aus den Händen Erich Mielkes anlässlich der Fertigstellung des MfS-Krankenhauses in Berlin-Buch, 1980 Quelle: BStU, MfS, SdM, Fo, Nr. 238, Bild 1

Der Häftlingsfreikauf aus der DDR

Zwei Busse mit freigekauften Häftlingen passieren im Sommer 1977 den Grenzübergang Wartha / Herleshausen Quelle: Brunkfoto / Giessen

Endphase des MfS

Polizei und Stasi am Palast der Republik drängen am 7. Oktober 1989 in Berlin Demonstranten ab. Quelle: BStU, MfS, HA XX, Fo, Nr. 1021, Bild 9

Sicherung und Öffnung der Stasi-Akten

Der Vorsitzende des Volkskammerausschusses zur Kontrolle der Stasi-Auflösung, Joachim Gauck (links), und der Liedermacher Wolf Biermann (Mitte) in der ehemaligen Stasi-Zentrale am Tag der "zweiten Besetzung", 4. September 1990 Quelle: BArch, Bild 183-1990-0906-405, Hartmut Reiche

Die Verwendung der Stasi-Akten für die Strafverfolgung

Bei Beginn des Politbüroprozesses am 12. November 1992 im Landgericht Berlin treffen Mielke und Honecker wieder aufeinander. Quelle: picture-alliance / dpa, Bild-Nr. 2014295, Wolfgang Krumm

In kurzen, wissenschaftlich fundierten, aber gut lesbaren Texten, angereichert mit Bildmaterial, behandeln die Autoren des Lesebuchs zentrale Aspekte der Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und seines Wirkens in der DDR von 1950 bis Ende 1989 – eine Reise in die Abgründe eines Überwachungsstaates, einer Diktatur, in der die massenhafte Bespitzelung der Bevölkerung und die Verfolgung Andersdenkender vierzig Jahre lang Bestand hatte. Dabei gerät das Verhältnis des MfS zur Staatspartei SED, deren "Schild und Schwert" es war, genauso in den Blick wie die Hauptamtlichen Mitarbeiter der Stasi bis hin zu den Ministern, das Heer der Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) oder die Orte, an denen die Geheimpolizei wirkte, von der Stasizentrale in Berlin bis zu den Haftanstalten.

Lesebuch Staatssicherheit

Die Beteiligung der Stasi am blutigen DDR-Grenzregime, die Verfolgung von Oppositionellen, ihre Überwachungsmethoden und ihre Präsenz im Alltag der Menschen werden ebenfalls thematisiert. Wissenswertes erfährt man auch über das Wirken der Staatssicherheit außerhalb der Grenzen der DDR sowie ihr Verhältnis zu den Geheimpolizeien in anderen sozialistischen Ländern. Auch Opposition und Widerstand, das Auflehnen von mutigen Männern und Frauen, die die Bevormundung nicht hinnehmen wollten, werden thematisiert. Schließlich werden das Ende der Staatssicherheit als Folge der Friedlichen Revolution von 1989, die Sicherung und Öffnung der Akten sowie deren Nutzung für die Strafverfolgung im wiedervereinigten Deutschland anschaulich gemacht.

Bibliographische Informationen

Münkel, Daniela (Hg.): Staatssicherheit. Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei, Berlin 2015.
204 Seiten, Schutzgebühr 5 Euro, ISBN 978-3-942130-95-0

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