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Online-Einsicht in Originalakten der Stasi

Ausgewählte Dokumente aus den Archiven der Stasi-Unterlagen-Behörde

Arbeit und Denkweise der Staatssicherheit der DDR offenbaren sich besonders gut beim Lesen von Original-Akten. Ausgewählte Musterakten zeigen die Arbeitsprozesse der Geheimpolizei und wie sie ihre Erkenntnisse in so genannten "Vorgängen" in der ihr eigenen Stasi-Sprache niederlegte.

Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie".Aktendeckel der operativen Personenkontrolle "Galerie". Quelle: BStU, MfS, AOPK, Nr. 1071/91

Operativer Vorgang "Prophet"

Die Akte zum operativen Vorgang "Prophet" gibt Einblicke in das Schicksal eines jungen Mannes, der den Dienst an der Waffe verweigerte und als Bausoldat in das Visier der Stasi geriet. Bei der NVA machte er aus seiner kritischen Haltung zum politischen System der DDR keinen Hehl. Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi berichteten davon, weshalb die Geheimpolizei das private und dienstliche Umfeld des Bausoldaten durchleuchtete. In einem Maßnahmenplan fassten Stasi-Offiziere zusammen, wie sie den Mann am wirkungsvollsten unter Druck setzen konnten.

Operative Personenkontrolle "Galerie"

Das Dokument zur operativen Personenkonrolle "Galerie" zeigt, wie die Stasi auf Menschen aufmerksam wurde und sie dann beobachtete. Hier geht es um einen Berliner, der befreundeten Schriftstellern und Künstlern in seiner Wohnung Lesungen und Ausstellungen ermöglichte. Das machte diesen DDR-Bürger verdächtig, und so geriet er in das Visier der Geheimpolizei. Wo sich Menschen einfach so treffen, fürchtete die Stasi, dass ein "Zentrum oppositioneller Kräfte" entstehen könnte. Deshalb leitete die Geheimpolizei eine so genannte operative Personenkontrolle unter dem Namen "Galerie" ein. Sie hatte das Ziel, die Aktivitäten des Künstlerkreises in der Wohnung zurückzudrängen und den Wohnungsinhaber "gesellschaftlich zu disziplinieren".

Arbeitsakte eines Stasi-Offiziers

Die Arbeitsakte für den Einsatz eines Stasi-Offiziers in der DDR-Botschaft in Aden verrät, wie die Geheimpolizei ihre Leute unter einer Deckidentität an geeignete Positionen brachte. Getarnt als Mitarbeiter des Staatlichen Funkbetriebsdienstes der DDR war der Leutnant offiziell mit der Sicherung der Nachrichtenverbindung zwischen der DDR-Botschaft in der südjemenitischen Hauptstadt Aden und den zuständigen Stellen in der DDR betraut. Tatsächlich sollte er jedoch die Boschaft und den Südjemen für die Stasi im Auge behalten.

Blick in die Originalunterlagen

Im Bereich "Wissen" finden Sie unter "Musterakten" eine Übersicht aller online verfügbaren Originaldokumente. Personen, die ins Visier der Stasi gerieten, werden anonymisiert, da ihre Daten ohne ihre Einwilligung in den Unterlagen auftauchen. Personen, die für die Stasi gearbeitet haben, ob hauptamtlich oder inoffiziell, können benannt werden. Das regelt das Stasi-Unterlagen-Gesetz.

Termine

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Bürgerberatung

In der Zentralstelle des BStU in der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin beraten Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bürgerberatung telefonisch oder persönlich zu Fragen der Akteneinsicht.

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Stasi Mediathek

Stasi-Akten online lesen: www.stasi-mediathek.de