Start für das STASI Museum
Staatsminister Bernd Neumann übergab Haus 1 auf dem ehemaligen Stasi-Gelände in Berlin-Lichtenberg an den Verein ASTAK und den BStU
Hier wurde bis 1990 die DDR-Geheimpolizei Staatssicherheit geleitet: "Haus 1"
Quelle: BStU / Holger Kulick
Staatsminister Bernd Neumann hat am 11. Januar 2012 das frisch sanierte Haus 1, den ehemaligen Dienstsitz der Ministers für Staatssicherheit, an die zukünftigen Betreiber übergeben. Der Bürgerverein ASTAK ("Antistalinistische Aktion Berlin Normannenstraße" e.V.) der seit über 20 Jahren in dem Haus eine Gedenkstätte und das Stasimuseum geführt hat, und der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen werden zukünftig das Haus gemeinsam betreiben. Roland Jahn sagte in einem Redebeitrag, er sehe das Museum als Teil eines künftigen "Campus der Demokratie".
Das Büro Erich Mielkes auf einer MfS-Fotografie aus dem Dezember 1989
Quelle: BStU, MfS, HA IX, Fo 0609, Bild 7
Seit Samstag, den 14. Januar ist das Haus 1, das nun STASI Museum Berlin heißt, auch wieder für Publikum offen. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn und der Museumsdirektor der ASTAK Jörg Drieselmann öffneten um 10.45 Uhr die Türen für die Allgemeinheit zum Auftakt des Bürgertags in der Stasi-Zentrale.
Am Schreibtisch des ehemaligen Stasi-Chefs Erich Mielke. Hinter der Kordel zu sehen, v.l.n.r.: Der Bundesbeauftrage für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn (BStU), der Museumsleiter der ASTAK, Jörg Drieselmann, der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann und der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Rainer Bomba.
Quelle: BStU/Kulick
Bis zur Entwicklung einer gemeinsame Dauerausstellung gegen Ende 2013 wird im ersten Stock eine Interimsausstellung zu sehen sein und in der zweiten Etage sind die Diensträume von Erich Mielke mit den Originalmöbeln zu sehen.
Erläuterungen von Dr. Gabriele Camphausen (r.) in der vorläufigen Ausstellung des STASI Museums
Quelle: BStU/Kulick
Weitere Informationen:
Pressemitteilungen und Erklärungen zur Sanierung von Haus 1
Presseerklärung des Staatsministers für Kultur und Medien Bernd Neumann vom 11.1.2012 (PDF, 33KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Gemeinsame Erklärung des BStU und des ASTAK e.V. (PDF, 259KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit
Quelle: MfS-HA-II-Fo-0032-Bild-0013
Modell von Haus 1 in der Ausstellung. Sichtbar als "Kunst am Bau" ein überdimensionaler, doppeldeutiger Stempel über Fassade, Vorplatz und Dach: "Eingegangen".

