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Codiert, versteckt und doch entdeckt

Geheimverstecke der Stasi.

Als Verstecke für geheime Nachrichten dienten häufig alltägliche, aber auch seltene Gegenstände. In der Fotosammlung des BStU-Zentralstellenarchivs finden sich Beispiele sogenannter Container von "klassisch" bis "sonderbar".

Teddybär und Holzlokomotive mit Geheimfächern.Harmloses Kinderspielzeug konnte Riskantes beinhalten, wenn es als Versteck für geheime Informationen herhielt. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Di, Nr. 78 , Bild 6

Einführung

Zum Alltag eines Geheimdienstes gehört es, unerkannt Informationen zu übermitteln und zu erhalten. Im Gegensatz zum mündlichen Austausch von geheimen Mitteilungen muss dies bei schriftlichen Dokumenten auf unauffällige Art und Weise geschehen. Während dies im Zeitalter digitaler Massenspeichermedien im Kleinstformat vergleichsweise einfach ist, bedeutete der Austausch geheimer Informationen in der computerlosen Zeit manchen Aufwand.

Geschichte der Container

Die Übermittlung schriftlicher Nachrichten, deren Inhalt nur für ausgewählte Personen bestimmt war, brachte schon im Mittelalter eigene Methoden hervor. Neben der Versiegelung von Dokumenten diente die Kryptologie der Informationsverschlüsselung. Dabei wurden Schrift und Sprache mit Hilfe von Geheimzeichen überformt. Eigene Zeichensprachen oder die Verwendung des Jiddischen verschlüsselten Nachrichten.

Kodierte Nachrichten waren zudem versteckt zu übermitteln. So gelangten die Informationen durch Geheimboten oder Brieftauben an den gewünschten Empfänger. Um eine vorzeitige Enttarnung zu verhindern, nutzten die Boten Verstecke, sogenannte Container. Diese Technik veränderte sich bis in das 20. Jahrhundert nicht. Das Wort Container leitet sich vom lateinischen Verb "continere" (zusammenhalten, enthalten) ab; im Englischen wird für Container "concealment", also "Versteck", verwendet.

Container für den Austausch von Informationen stellten eines der wichtigsten Werkzeuge von Geheimdiensten in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts dar. Sie dienten zum Transfer von Geld, Dokumenten, Nachrichten und kleinen Gegenständen. Auch Kopien oder Mikroformen mit abfotografierten Dokumenten wurden so übermittelt.

Typische Container
   
Ein als Versteck präpariertes Buch.

Der Innenraum eines Buches beziehungsweise ausgeschnittene Seiten in einem Buch gehörten zu den bekannteren Verstecken. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1312 , Bild 9

Kapsel zum Transport im Körper.

Die Originalunterschrift zu diesem Foto lautet: "Zum Transport von Spionageberichten oder Analysen aus den Laboratorien erhalten "verlässliche" Agenten Messinghülsen, die sie im After verbergen sollen." Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1927, Bild 1

Präparierte Schuhe mit angelegtem Zollstock.

Verstecke in und an der Kleidung oder Schuhen zählten zu bewährten Geheimhaltungsmethoden. Quelle: BStU, MfS, HA IX, Di, Nr. 133 , Bild 75

Herrenschuhe mit Absatz, in dem sich das Geheimversteck verbirgt.

Schuh mit Geheimversteck im Absatz. Quelle: BStU, MfS, HA IX, Di, Nr. 133 , Bild 76

Teddybär und Holzlokomotive mit Geheimfächern.

Unerkannte Fächer in Taschen gehörten zu den Klassikern unter den Containern. Gerüchteweise war auch die Tasche einer Ersten Dame im Staat ein Tarnbehältnis: Raissa Gorbatschowas Handtasche soll als Container fungiert haben (Vgl. Macrakis, Kristie: Die Stasi-Geheimnisse: Methoden und Technik der DDR-Spionage, München 2009, Seite 30) Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 98 , Bild 6

Tasche mit geöffnetem Geheimfach.

Tasche mit geöffentem Geheimfach. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 98 , Bild 7

Container beim MfS

Auch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) nutzte Container zum Informationsaustausch. Der Operativ-Technische-Sektor (OTS) des MfS war für die technische Entwicklung und Ausstattung der Geheimdienstmitarbeiter zuständig, wozu auch das Bereitstellen von Container zählte. Vor allem die Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), der Auslandsgeheimdienst, und die operativ arbeitenden Hauptabteilungen des MfS nahmen die Dienstleistungen des OTS in Anspruch.

Container sollten möglichst gut getarnt sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, unterschied man verschiedene Bautypen sowie zwei unterschiedliche Sicherheitskategorien. Hinter Kategorie A verbarg sich dabei ein hoher Sicherheitsgrad, bei dem die Tarnbehältnisse auch eingehenden Untersuchungen standhalten sollten. Container der Kategorie B sollten lediglich flüchtige Routinekontrollen überstehen.

Containertypen

Die Containertypen wurden je nach ihrem Anforderungsprofil erstellt, teilweise überschnitten sich die Typen auch. Als Klassiker gelten "Transportcontainer" und "Aufbewahrungscontainer", also ein (Alltags-)Gegenstand zum Austausch für den häufigen Gebrauch. "Einwegcontainer" zum einmaligen Gebrauch beinhalteten zumeist operative Informationen. Gewissermaßen doppelt gesichert waren hingegen die "Zerstör- bzw. Vernichtungscontainer", deren Inhalt sich bei unsachgemäßem Gebrauch oder automatisch selbst vernichtete.

Der "stationäre Container" ist ein getarntes Versteck an einem festen Ort, z. B. ein Möbelstück oder ein Ausstattungsgegenstand in einem Büro. Die "stationären Container" wurden wiederum in "Schnellversteck"- und "Dauerversteckcontainer" unterschieden. Die sogenannten "unkontrollierten Container" waren Verstecke für den unpersönlichen Transport - wie etwa in Verkehrsmitteln. Sogar "außergewöhnliche Verstecke" am oder im menschlichen Körper galten als Versteckoption. Als innovativ hingegen galt die Entwicklung des röntgensicheren Containers, der Durchleuchtungen standhielt.

Gebrauch von Alltagsgegenständen
   
Shampooflasche, die in einer Tüte Personaldokumente enthielt.

Haarpflege der anderen Art: Geschützt in einer Tüte enthielt diese Shampooflasche Personaldokumente. Quelle: BStU, MfS, Abt. XIV, Fo, Nr. 22, Bild 2

Shampooflasche, daneben die entnommene Tüte mit Personaldokumenten.

Haarpflege der anderen Art: Geschützt in einer Tüte enthielt diese Shampooflasche Personaldokumente. Quelle: BStU, MfS, Abt. XIV, Fo, Nr. 22, Bild 3

Shampooflasche, daneben die entnommene Tüte mit Personaldokumenten.

Haarpflege der anderen Art: Geschützt in einer Tüte enthielt diese Shampooflasche Personaldokumente. Quelle: BStU, MfS, Abt. XIV, Fo, Nr. 22, Bild 5

Ein Luftpumpenkopf als Tarnbehälter für eine Chiffrierliste.

Ein Luftpumpenkopf als Tarnbehälter für eine Chiffrierliste. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 269, Bild 8

Aufgeschraubter Luftpumpenkopf.

Der aufgeschraubte Luftpumpenkopf als Tarnbehälter für eine Chiffrierliste. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 269, Bild 9

Ein Luftpumpenkopf als Tarnbehälter für eine Chiffrierliste.

Ein Luftpumpenkopf als Tarnbehälter für eine Chiffrierliste. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 269, Bild 10

Eine Kuckucksuhr als Tarnbehälter.

Eine Kuckucksuhr als Tarnbehälter. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 269, Bild 48

Eine Kuckucksuhr als Tarnbehälter. Der Vogel auf der Spitze wurde abmontiert, um an das Versteck zu kommen.

Eine Kuckucksuhr als Tarnbehälter. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 269, Bild 49

Geöffnete Taschenuhr. Uhrengehäuse als Container.

Zur Anzeige der Uhrzeit diente diese Taschenuhr nicht. In diesem Fall beherbergte das Uhrengehäuse eine winzige Schriftrolle. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1312, Bild 37

Geschlossene Taschenuhr. Uhrengehäuse als Container.

Geschlossene Taschenuhr. Das Gehäuse diente als Container. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1312, Bild 39

Fotoalbum "Unser Kind"

Das Fotoalbum "Unser Kind" wurde mit Geld und Nachrichten präpariert und somit zum mobilen Container. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 2011, Bild 2

Fotoalbum "Unser Kind" mit versteckten Unterlagen.

Das praparierte Fotoalbum "Unser Kind" mit dem versteckten Geld und den Nachrichten. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 2011, Bild 3

Ein Maniküreetui mit Schere, Pfeil und Zange als Container.

Ein unauffälliger kleiner Reisegegenstand birgt einen Text in Kleinstschrift und Geld. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 2049, Bild 4

Ein Maniküreetui mit Schere, Pfeil und Zange als Container, in dem Geld und Textnachricht enthalten sind.

Reisemaniküre-Set mit verborgenem Geld und Textnachricht. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 2049, Bild 6

Käsebrett mit Kacheln im Delfter Stil.

Im Hohlraum hinter den Fliesen des Käsebrettes im Delfter Stil konnten beispielsweise Schriftstücke gelagert werden. Quelle: BStU, MfS, HA IX, Di, Nr. 133, Bild 73

Aufgebrochenes Käsebrett mit Geheimversteck. Daneben die Verkleidung aus Fliesen.

Im Hohlraum hinter den Fliesen des Käsebrettes im Delfter Stil konnten beispielsweise Schriftstücke gelagert werden. Quelle: BStU, MfS, HA IX, Di, Nr. 133, Bild 74

Zerrissenes Bild einer Pfanne mit Hohlraum.

Ein unerwartetes Versteck bietet der Hohlraum der Pfanne. Dieses zerrissene Bild haben die Archivare bei der Erschließung wieder geklebt. Diese Bildserie befindet sich im Teilbestand HA IX, dem Untersuchungsorgan des MfS. Quelle: BStU, MfS, HA IX, Fo, Nr. 36, Bild 1

Werkzeug mit Mikratfotoapparat

Ein als Werkzeug getarnter Mikratfotoapparat bot Schutz vor Entdeckung. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Di, Nr. 78, Bild 11

Brotschneidemaschine als Container. Das erste Bild zeigt die ungeöffnete präparierte Brotschneidemaschine. Das zweite Bild zeigt das Geheimfach im Fuß der Maschine.

Einschneidend waren eventuell auch die in der Brotschneidemaschine beförderten Unterlagen. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 1672, Bild 24

Drei Bilder eines Ledergürtels mit Fächern zum Transport von Gegenständen, Schriftstücken und Geld.

Gürtel mit ungewöhnlicher Fütterung. Nicht nur Schriftstücke und Gegenstände, sondern auch Zahlungsmittel wurden darin verborgen. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 1672, Bild 30

Container in den Arbeitsrichtlinien des MfS

In den drei Richtlinien, welche die Werbung, zielgerechtete Arbeit und Führung von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) durch die Mitarbeiter des MfS umfassen, werden Container als Hilfsmittel der Nachrichtenübermittlung genannt. In diesen Dienstvorschriften wird die Verwendung von Containern unterschiedlich ausführlich behandelt. Besondere Erwähnung erfährt sie aber in der Richtlinie 2/79: "Zur Erhöhung der Effektivität und der Sicherheit der operativen Arbeit" sind Container als operativ-technische Mittel zu verwenden. (Richtlinie z. B. in BStU, MfS HA I Nr. 15574) Die Richtlinien regeln ebenso die genaue Verwendung und Sicherung der Container.

Spionage und Geheimdienstarbeit waren im Verständnis des MfS ohne die Zuhilfenahme von Containern undenkbar. Sowohl bei der politischen, militärischen oder Wirtschaftsspionage als auch bei der Bespitzelung durch IM waren die Container wichtige Hilfsmittel.

Containerfertigung beim MfS

In welchem Umfang das MfS Container fertigte, können Bedarfsprognosen des OTS aus dem Jahr 1986 belegen. Darin werden die künftig benötigten Container, geordnet nach den unterschiedlichen Containerarten für die verschiedenen Hauptabteilungen, aufgelistet. So brauchte die Hauptabteilung II 1986 sieben Einzelanfertigungen, im folgenden Jahr bereits fünfzehn Stück. Serienmäßig wurden Container für die Hauptabteilung VIII und Hauptabteilung Personenschutz hergestellt, zum Beispiel für die Tarnung von Gegenständen bei der Ton- und Fotoüberwachung. Container dienten so dem Verdecken der eigenen Arbeit.

Der OTS prognostizierte in einer Aufstellung im Jahr 1982 den langfristigen Bedarf. Die Schätzungen beziehen sich auf die Jahre 1990 – 1995. Für die HV A wurden für 1982 600 Container angegeben, 1990 sollten es 700 und im Jahr 1995 bereits 900 Stück sein. Neben einer stetigen Qualitätssteigerung verwies man jedoch auch auf den passgenauen Zuschnitt für einzelne IM, um den Bedarf an Containern umfassend abdecken zu können.

Zu konkreten Einzelfällen über den Einsatz dieser Container kann keine Aussage getroffen werden. Auch wurde der Gebrauch von Containern bei der Geheimdienstarbeit selten dokumentiert, vermutlich weil die Verwendung zu alltäglich war. Überwachung und Beobachtungen fanden verdeckt statt, die Verwendung von Containern dafür wurde nicht separat erwähnt.
Schriftstücke des operativ-technischen Sektors

Container in der archivischen Überlieferung des BStU

In den Archiven des BStU tauchen Container in einer Vielzahl auf – häufig erwähnt, seltener als reales Objekt. Grundsätzlich muss außerdem unterschieden werden zwischen den vom MfS genutzten Containern und denjenigen westlicher Geheimdienste. Verständlicherweise finden sich vor allem die vom MfS aufgespürten Container in der archivischen Überlieferung, da sie für kriminaltechnische Untersuchung im Ermittlungsverfahren gegen die aufgedeckten Agenten fotografiert wurden.

Lebensmittel als Transporthülle
   
Präparierte Kaffeepackung.

Kaffeepackung. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1993, Bild 1

 Kaffeepackung. Die präparierte Kaffeebohne wird mit einem Pfeil angezeigt.

Kaffeepackung mit präparierter Kaffeebohne zum Transport von Geheiminformationen. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1993, Bild 4

Kaffeebohne.

Klein, kleiner, Kaffeebohne – in dieser Bohnenhülse war ein Schriftstück untergebracht. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1993, Bild 10

Aufgebrochene Kaffeebohne mit Geheimnachricht auf Folie.

Aufgebrochene Kaffeebohne mit Geheimnachricht. Quelle: BStU, MfS, HA II, Fo, Nr. 1993, Bild 23

Obst als Container. Das erste Bild zeigt die ungeöffnete präparierte Banane. Das zweite zeigt die Banane mit dem darin versteckten Behälter.

Gespicktes Obst: In den frischen Früchten konnten Behälter dezent transportiert werden. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 1672 , Bild 14

Obst als Container. Das erste Bild zeigt die ungeöffnete präparierte Orange. Das zweite zeigt die Orange mit dem darin versteckten Behälter.

Auch Orangen dienten als Versteck für geheime Behälter. Quelle: BStU, MfS, HA VIII, Fo, Nr. 1672, Bild 15

Containerfotos beim BStU

Viele der in der Fotosammlung des BStU dokumentierten Container zeugen von hohem Einfallsreichtum. Die Abbildungen sind Teil nachträglich zusammengestellter Dokumentationen, in denen die Stasi verschiedene Containertypen und "kuriose" Beispiele vorstellte. Darüber hinaus tauchen die mobilen Schmuggelhüllen in Ermittlungsvorgängen oder in Einzelfallakten auf. Da die Verknüpfung der Fotos mit dem entsprechenden Schriftgut meist nicht mehr möglich ist, bleiben viele Bilder ohne Kontext.

Die Fotobeispiele zeigen die verschiedenen Kategorien und Typen von Containern. Geld- oder Dokumentenverstecke in Taschen oder Bekleidungsstücken (Sicherheitskategorie B) waren riskanter als Verstecke in mitgeführten Gegenständen oder gar Lebensmitteln (Sicherheitskategorie A). Frische Lebensmittel waren eindeutig Einwegcontainer. Kapseln zum Versteck am oder im Körper repräsentierten ein "außergewöhnliches Versteck". Haushaltsgegenstände, Möbel und Dekorationsobjekte boten sich als stationäre Container an. Handtaschen, Kulturbeutel und Schuhe waren für den mobilen Einsatz geeignet.

Entdeckte Container

Die Bilder zeigen Container, die das MfS bei westlichen Geheimdiensten sichergestellt hat. Anhand der Datierung der Fotografien lässt sich auch die Haupteinsatzzeit der abgebildeten Container bestimmen. Zwar finden sich in der Überlieferung Container aus allen Jahrzehnten des Bestehens des MfS, die 1960er Jahre sind jedoch besonders dicht vertreten. In den 1980er Jahren hat die Benutzung von Containern dann stark abgenommen.

Im rund 1,2 Millionen Bilder umfassenden Fotobestand in der Zentralstelle des BStU sind in 138 Verzeichnungseinheiten Containerabbildungen vorhanden. Zumeist handelt es sich um Schwarzweißaufnahmen. Nur ein gewisser Anteil der jemals existierenden Container gilt als dokumentiert. Die Realität war also sicherlich noch bunter als die bereits präsentierten Fotografien zeigen.

Literaturhinweise

  • Wagner, Klaus: Spionageprozesse. Spionagemethoden des MfS (HV A) und östlicher (u. a. KGB) sowie nahöstlicher Nachrichtendienste in den Jahren 1977 – 1990. Brühl 2000.
  • Macrakis, Kristie: Die Stasi-Geheimnisse: Methoden und Technik der DDR-Spionage. München 2009.
  • Schlomann, Friedrich-Wilhelm: Operationsgebiet Bundesrepublik: Spionage, Sabotage und Subversion. München 1984.
  • Mader, Julius und Charisius, Julius: Nicht länger geheim: Entwicklung, System und Arbeitsweise des imperialistischen deutschen Geheimdienstes. Berlin 1978.
  • Klaus Beyrer (Hrsg.): Streng geheim: die Welt der verschlüsselten Kommunikation. Heidelberg 1999.
  • Müller-Engbergs, Helmut: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Teil 2: Anleitungen für die Arbeit mit Agenten, Kundschaftern und Spionen in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin 1998.
  • Das MfS-Lexikon : Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR / hrsg. im Auftrag der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Berlin 2011.

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